Offener Brief: Wünsche für ein gutes Miteinander in Münster

03.01.20
Kategorie: Münster, Verkehrspolitik, Mobilität, Verkehr

Winter- und Jahresendgrüße von "Aufbruch Fahrrad"


Ein Münsteraner aus der Aaseestadt hat uns (und einigen anderen in der so genannten Fahrradstadt) einen Offenen Brief geschrieben, den wir hier – um ein paar Tippfehler bereinigt und um ein paar Links bereichert – gerne öffentlich machen.

Münster, im Dezember 2019

OFFENER BRIEF an
OB-Münster
Polizeipräsident Münster
Fraktionen der Stadt Münster
Ordnungsamt
Presse
ADFC [Münsterland]
IG-Fahrradstadt

Wünsche für ein gutes Miteinander in Münster:

  1. Die Münsteraner Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, E-Biker, E-Roller, Autofahrer...) halten sich an die gesetzten Verkehrsregeln! Abweichler werden von der Polizei und vom Ordnungsamt sanktioniert!
  2. Ich kann meine Mutter in ihrem Rollstuhl unbeschwert und ungehindert aus der Wohnanlage Friedrichsburg über die Bürgersteige der Offenbergstraße schieben, alle Bürgersteige und abgesenkten Übergänge sind frei! Etwaige Fahrzeuge, die auf dem Gehweg oder den Absenkungen der Bürgersteige verkehrswidrig parken, werden abgeschleppt! Tägliche Kontrollen sorgen für eine Einhaltung der Regeln!
  3. Auf der neuen Fahrradstraße Bismarckallee kann ich unbeschwert radeln. Die unzähligen verbotswidrig im Halteverbot parkenden Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Tägliche Kontrollen sorgen auch hier für eine Einhaltung der Regeln, da ein Halteverbot (WN €) auf einer Fahrradstraße genauso sanktioniert wird, wie ein Halteverbot auf einer Autostraße!
  4. Um den Aasee kann ich unbeschwert spazieren gehen oder joggen! Auf den Fußwegen wird der Radverkehr, E-Bikeverkehr und E-Rollerverkehr nicht mehr geduldet! Die einzuhaltenden Regeln werden überwacht und Nichteinhaltungen sanktioniert!
  5. Beim Joggen werde ich nicht mehr von freilaufenden Hunden angefallen. Das Ordnungsamt sorgt auch in diesen Bereichen für eine Einhaltung der Anleinpflicht, ggf. für eine Ausweitung der Anleinpflicht auch im hinteren Aaseebereich! 
  6. In den Wohngebieten der Stadt mit Tempo 30 (u.a. der Aaseestadt) halten sich alle Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung! Kontrollen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten werden hierzu durchgeführt.
  7. Wenn ich an einer Fußgängerampel stehe (z.B. an der Hammerstraße), drücke ich auf die Taste, die für eine Grünphase sorgt und kann nahezu unmittelbar (ohne lange Wartezeit) bei GRÜN die Straße überqueren. Den Fußgängern wird somit im innerstädtischen Bereich absolute Priorität vor dem Autoverkehr eingeräumt! 
  8. Die Ordnungsbehörden (Polizei und Ordnungsamt) sorgen für eine strikte Einhaltung der Regeln und definieren bei Messungen in einer 50er-Zone nicht den festgestellten Durchschnitt von 58 Km/h als regelkonform!

Diese Wunschliste ließe sich fortsetzen, ich belasse es jedoch zunächst dabei, würde mich sehr freuen, wenn die hier benannten "so normalen Wünsche" 2020 in Erfüllung gehen! 

Freundliche Grüße aus der Aaseestadt

Der Verfasser ist dem ADFC bekannt 


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