NRW-Frauennetzwerk im ADFC nimmt Gestalt an

07.11.17
Kategorie: Aktionen, Aktuelles, Kreisverbände, Münster, Rad in den Medien, Presse

Frauennetzwerk NRW. Initiatorin Isabelle Klarenaar (vorne, links), Martina Kocik, ADFC Münsterland (vorne, rechts) Bild - ADFC NRW


Gut fünf Monate nach Gründung des NRW-Frauennetzwerkes im ADFC haben sich interessierte Frauen (und ein Mann) im Rahmen des Aktiven-Forums-NRW in Dortmund zu einem Workshop getroffen. Seit der offiziellen Gründung im Mai 2017 ist die Zahl der Teilnehmerinnen noch einmal gestiegen. Das Netzwerk zählt nun 31 Mitglieder aus 17 NRW-Kreisverbänden. Hinzu kommen zwei Vertreterinnen aus den Landesverbänden Bayern und Niedersachsen, wo sich noch keine eigenen Netzwerke gründen konnten. Dass sich sogar ein männlicher Aktiver für vermeintlichen „reine Frauenthemen“ interessierte und die Arbeitsgruppe bereicherte, stieß auf positive Resonanz.

Isabelle Klarenaar (stellvertretende Geschäftsführerin des Landesverbandes NRW) moderierte den Workshop zielführend und sehr lebendig. Ihre Freude und Begeisterung sprangen schnell auf die Teilnehmenden über. Der lockeren Vorstellungsrunde (es wurde viel gelacht) folgte eine lebhafte Diskussion über das weitere Vorgehen. Isabelle hatte im Vorfeld drei Arbeitsschwerpunkte vorbereitet:

Über uns – Wie wollen wir uns (im ADFC) darstellen?

Interne Organisation – Wie könnte eine Netzwerkstruktur aussehen?

Inhalte – Was sind wichtige Themen?


Vielleicht gerade wegen der Kürze der Zeit (nur 90 Minuten) und der eigenen Betroffenheit, die größtenteils mit Humor getragen wurde, waren wir schnell dabei, persönliche Erfahrungen auszutauschen. Schnell wurde klar, dass wir mit ähnlichen Herausforderungen (Problemen?) zu tun haben. Es entstanden erste Ideen, wie wir uns einen attraktiveren, das heißt auch frauenfreundlicheren ADFC vorstellen. Der Wunsch nach einem „weiblicher Blick“ auf das gesamte, bislang eher männer-dominierte Themenspektrum des ADFC trat deutlich hervor. Das umfasst nicht nur die spezifischen Bedürfnisse radfahrender Frauen, eine geschlechterneutrale Sprache und deutlich mehr familienfreundliche Angebote.

Annette Quaedvlieg (ADFC-Vorstandsmitgleid in NRW)  brachte es auf den Punkt: „So wichtig die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist, das Engagement ist nur dann erfolgversprechend, wenn Frauen auch in allen Entscheidungsgremien des Verbandes vertreten und einbezogen sind.“
Um schlagkräftiger zu werden, soll im Januar 2018 ein Koordinationsteam für das Frauennetzwerkes gewählt werden; vielleicht schließen sich dann auch andere Regionen an?

Viel Arbeit für dieses kleine Netzwerk im großen ADFC!


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