Nachtrag aus 2019: Heimatministerin radelt mit ADFC-Aktiven im Westmünsterland

23.01.20
Kategorie: Tourismus, Rad in den Medien, Radtouren, Bocholt, Borken

Auf Heimattour: Ministerin Ina Scharrenbach mit ADFC TourGuides aus dem Kreis Borken. Links im Bild: Dieter und Jutta Guder; rechts: Werner Messing.



Im Münsterland beheimatet: Verkehrsminister Wüst (links im Bild) begrüßt die Gruppe in seiner Heimstadt Rhede.



Gruppenbild mit Ministerin Scharrenbach (zu erkennen am gelben Helm in der Hand)



Tourstart war übrigens am Schloss Anholt (Fotos: ADFC Münsterland)


Es ist schon ein paar Tage her seit die „Heimatministerin“ von NRW – Hand auf’s Herz, wer kennt ihren Namen? – eine Fahrradtour durch unser Bundesland gemacht hat, eben um die Heimat besser kennenzulernen. Und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Unter anderem war sie im August 2019 auch im Westmünsterland von Isselburg über Bocholt und Rhede nach Borken unterwegs. Vorbereitet hatte dies die ADFC Ortsgruppe Bocholt-Rhede. Ein Bericht von Dieter Guder, auch weil diese Strecke auch 2020 noch attraktiver wird.

Die Ministerin schrieb in Ihrer Einladung zur Heimat-Tour am 8. August 2019 (Briefauszug)

Mit dem Zweirad unser Land erfahren!“, das ist das Motto meiner diesjährigen, nunmehr dritten Heimat-Tour quer durch Nordrhein-Westfalen. An sechs Tagen erkunde ich mit dem Fahrrad sechs Regionen unseres Landes und treffe dabei zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Tatkräftig unterstützt wird die diesjährige Heimat-Tour durch die Kooperation mit dem ADFC Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Die bisherigen Heimat-Fahrrad-Touren 2019 führten mich ins Sauerland, durchs Bergische Land, an den Niederrhein, ins Ruhrtal und Tal der Lippe.

Tourstart auf Schloss Anholt ...

Bei herrlichstem Sonnenschein startete am 21. August 2019 Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, zu ihrer sechsten und letzten Etappe ihrer letztjährigen Fahrradtour durch NRW.

Die route mit einer Länge von 45 km führte entlang einer Teilstrecke des Aa-Radweges von Isselburg- Anholt über Bocholt, Rhede bis nach Borken. Startpunkt und Highlight der Heimatreise war die Wasserburg in Anholt.

Nach einem kurzen Morgenimbiss und einer Führung durch die private Bildergalerie des Fürsten von Salm zu Salm, bei der auch ein echter Rembrandt bestaunt wurde, ging es zu den bereitstehenden Fahrrädern. Die Tour wurde von den TourGuides der ADFC Ortsgruppe Bocholt/Rhede Dieter Guder und Werner Messing, assistiert von Jutta Guder, geführt. Bereits in der Vorbereitungsphase unterstützten die TourGuides die Stabsstelle der Ministerin bei der Ausarbeitung der Fahrradtour und organisierten Bereitstellung und Transportes der benötigten Fahrräder.

Teilnehmer an der Tour waren neben der Ministerin (die gebürtig aus Unna stammt) und ihren Stabsmitarbeitern der Kreisdirektor des Kreises Borken sowie Bürgermeister und Vertreter der einzelnen Stadtverwaltungen und Stadträte der Orte Anholt, Bocholt, Rhede und Borken und natürlich Vertreter der Heimat- und Kulturvereine.

… entlang der Bocholter Aa …

Nach Einweisung durch die TourGuides begann die Fahrt entlang der Aa bis nach Liedern zur Bäckerei Lensing, wo eine Erfrischungspause eingelegt wurde. Bei der Gelegenheit informierte der Juniorchef die Ministerin über die Historie des Hauses und die 1729 gegründete Eisenhütte, die früher ihren Standort auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte, lange bevor es die erste Eisenhütte im Ruhrgebiet gab.

Die nächste Station der Tour war dann in Bocholt das Kubaai-Projekt. Ein schönes Beispiel der Quartiersentwicklung. Hier sollen in den nächsten Jahren das Textilmuseum und das alte Industriegebäude mit neuen Wohneinheiten verknüpft werden. Menschen können dann in einem urbanen Quartier arbeiten und wohnen. Nach kurzem Museumsbesuch und Informationen über das Projekt war der nächste Stopp in Rhede. Hier standen Erläuterungen, Besichtigungen und Informationen über das Stadtentwicklungsprojekt Altes Stadtwerksgelände, Medizin-und Apothekenmuseum und die 2018 neu restaurierte Habers Mühle mit Kurzführungen auf dem Programm. In seinem Heimatort Rhede gesellte sich Landesverkehrsminister Hendrik Wüst zur Gruppe.

… am Ziel in Borken

Von Rhede aus führte der Weg wieder an der Aa entlang Richtung Borken, wo uns auf halber Strecke am Pröbstingsee die Borkener Delegation in Empfang nahm und uns bis Borken begleitete. In Borken standen das neu entstandene Bahnquartier und als Tourabschluss das im alten historischen Rathaus entstandene Farbforum, ein Kultur-, Lern- und Mitmachort, im Fokus.

Mit einem kleinen Imbiss endete die Tour, die mit Hilfe des Wettergottes für alle in guter Erinnerung bleiben dürfte. 

… und so bedankte sich die Ministerin in einem Brief am 18. September 2019 (Auszug)

… rund 245 Kilometer führte uns und mich die diesjährige Heimat-Tour durch unser schönes Nordrhein-Westfalen. Mein besonderer Dank geht an den ADFC Nordrhein-Westfalen, der alle sechs Radtouren professionell gestaltet und begleitet hat.
Für mich persönlich waren die sechs Radtouren in Nordrhein-Westfalen ein besonderes Erlebnis - wegen der Menschen, die mich begleitet haben und wegen der Routen durch die beeindruckenden Landschaften entlang der verschieden Stationen:
Über den Sauerland-Radring von Eslohe bis Meschede, dem Bergischen Panorama Weg und der Balkantrasse, über den Niedergermanischen Limes zwischen Krefeld und Moers, auf dem Ruhrtal-Radweg zwischen Wetter und Hattingen-Blankenstein, dem Römer-Lippe-Radweg von Paderborn nach Lippstadt sowie entlang der Aa im Kreis Borken. […]
Für Ihren Einsatz bei der Durchführung der Heimat-Tour 2019 und Ihr engagiertes Mitradeln danke ich Ihnen ganz herzlich.

 

Weitere Infos zur Tour, attraktiven Zwischenstopps und Tourorganisation bei Dieter Guder


© 2020 ADFC Kreisverband Münsterland e. V.