Motive: ADFC-Kampagne #MehrPlatzFürsRad // Fachtagung „Sichere Kreuzungen“

28.09.19
Kategorie: Verkehrspolitik, Rad in den Medien

Eines von fünf neuen Kampagnenmotiven (Bild:ADFC)



Eines von fünf neuen Kampagnenmotiven (Bild:ADFC)



Eines von fünf neuen Kampagnenmotiven (Bild:ADFC)


Mit seiner bundesweiten Kampagne #MehrPlatzFürsRad macht der Fahrrad-Club ADFC 2019 auf die Platzdebatte auf der Straße aufmerksam und zeigt mit Straßenaktionen, wie dieser Platz fürs Fahrrad genutzt werden kann. Begleitet wurde die Kampagne auch von einem Workshop zu sicheren Kreuzungen.

 

Das Ziel des bundesweiten ADFC-Kampagne: Mehr Platz fürs Rad – für gute, breite Radwege, sichere Kreuzungen und viel mehr Fahrradparkplätze. Startschuss der Kampagne war die Verkündigung der Ergebnisse des Fahrradklima-Tests im April 2019.

Wie fühlt sich gutes Radfahren an?

Zentrale Kampagnenelemente sind ein Absperrband, mit dem Menschen überall in Deutschland Platz fürs Rad machen, und der ADFC-Streifen, der zeigt, wie sich Radfahren auf einem breiten und geschützten Radfahrstreifen anfühlt.

Die aktuellen Social Media-Posts wie „Keine Lust mehr mit dem Lkw zu kuscheln“, „Das Leben auf der Überholspur ist nichts für dich?“ und andere Motive zur Kampagne #MehrPlatzFürsRad haben in den sozialen Netzwerken für Aufmerksamkeit gesorgt.  Im Aktivenbereich sind fünf Motive auch als Plakatvorlagen im Format DIN-A-1 zum Herunterladen abgelegt

Mehr auch auf www.mehrplatzfuersrad.de

Die Situation in Deutschland

„Wir müssen etwas für die Verkehrssicherheit des Radverkehrs tun“, eröffnete Jörg Ortlepp von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) die Fachvorträge und wies darauf hin, dass Zweidrittel der Unfälle an Kreuzungen, Einmündungen und Zufahrten passieren. Er plädierte dafür Kreuzungen zu vereinfachen und zu entzerren. Wichtig sei vor allem eine gute Sichtbeziehung zwischen den Verkehrsteilnehmenden. Ob nun geschützte Kreuzungen, die es in den Niederlanden gibt und die in anderen Ländern wie den USA, Großbritannien und Kanada adaptiert wurden, die Lösung sind, dafür fehlen bisher belastbare Zahlen. „Das muss man ausprobieren und nachschauen“, so Ortlepp. Getrennte Signalisierung sei ein gutes Mittel, um die Sicherheit an Kreuzungen zu verbessern, ebenso wie die Einführung eines Lkw-Abbiegeassistenten.

Mehr zur Fachtagung auf:  www.adfc.de/artikel/adfc-fachtagung-2019-sichere-kreuzungen. Hier werden in Kürze noch Materialien ergänzt.


© 2019 ADFC Kreisverband Münsterland e. V.