Beeindruckende über 6.000 Radfahrende zur Sternfahrt nach Düsseldorf

05.06.19
Kategorie: Aktionen, Aktuelles, Kreisverbände, Münster, Presse, Rad in den Medien, Verkehr

206687 Unterschriften zur Volksinitiative Aufbruch-Fahrrad



Eingtreffen der LastenRäder mit den Unterschriftenlisten von der RADKOMM aus Köln



Alles spielte sich unter dem Fernsehturm ab



Es war so heiß, dass eine Flaggge als Sonnenschutz herhalten musste



Radler von Von Säulen umrahmt



So viele Radler gab es noch nie auf der Karlstraße vor dem ADFC Landesverband inn Düsseldorf



Der Höhepunkt, Radeln duch den Rheintunnel


Am Sonntag, 2. Juni 2019, wurde Düsseldorf wieder zur Fahrradhauptstadt Nordrhein-Westfalens. Fünfzehn Radfahrende aus Münster ließen es sich nicht nehmen und waren dabei, als die 206687 Unterschriften zur Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ an die Umweltministerin Heinen-Esser übergeben wurden.

Wir fuhren mit dem Zug bis Mühlheim an der Ruhr, dort über das neue Teilstück des RS1 über die Ruhr, durch die Wedauer Seenplatte und Kaiserswerth zum Landtag nach Düsseldorf. Unterwegs schlossen sich uns noch Radler aus Dülmen und Gronau an.

206.687 Unterschriften sind ein enormes politisches Signal

Um 15.00 Uhr startete die große Kundgebung auf der Wiese vor dem Düsseldorfer Landtag. Der Andrang war enorm. Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser befürwortete in ihrer Ansprache an die Radaktivisten den Ausbau von Fahrradwegen. „Denn ohne das Fahrrad werden wir die Verkehrswende nicht hinbekommen“, erklärt Heinen-Esser.  Sie sprach nach der symbolischen Unterschriften-Übergabe von einem "starken Signal" und kündigte an, dass die Landesregierung im November erste Vorschläge für einen besseren Radverkehr in NRW vorlegen will. 66.000 Stimmen waren erforderlich – am Ende hatten mehr als dreimal so viele Menschen unterschrieben.

“206.687 Unterschriften sind ein politisches Signal, an dem die Landesregierung nicht vorbeikommt. Mit dem fulminanten Rückenwind und der Unterstützung unterschiedlichster Akteure sehen wir gute Chancen, dass sich endlich etwas für den Radverkehr tut.“, sagte Thomas Semmelmann, unser Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW.

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel kam auf einem roten Fahrrad mit der Gruppe, und lobte in seinem Grußwort das Fahrrad als günstiges, gesundes und umweltschonendes Fortbewegungsmittel. Gleichzeitig versprach der, den Radverkehr in der Landeshauptstadt zu stärken.

Flagge zeigen für das Fahrrad

Nach der Kundgebung und dem Aufbruch Fahrrad-Finale ging es auf einer 18-Kilometer-Tour durch Düsseldorf. Die Polizei eskortierte die vielen tausend Radfahrenden über Kreuzungen, Brücken und durch Tunnel, die sonst dem Autoverkehr vorbehalten sind. Wie im Vorjahr ging es spektakulär durch den Rheinufer-Tunnel und über zwei Rheinbrücken. Der kilometerlange Zug der Radfahrenden zeigte eindrucksvoll: Immer mehr Menschen fordern Politik und Verwaltung lautstark auf, endlich wirkungsvolle Schritte für lebenswerte Innenstädte und für Klimaschutz zu ergreifen und gute Pläne dazu ohne Verzug umzusetzen.

Wir Münsteraner fuhren am Abend in Gruppen mit dem Zug wieder zurück, mit einem guten Gefühl, für das Fahrrad heute wieder einmal Flagge gezeigt zu haben. Dies im echten Wortsinn, denn wir trugen unsere neuen ADFC-Fahnen an den Rädern befestigt mit.

 



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