„Aufhebung Bahnübergang Galgenheide“

30.06.13
Kategorie: Münster, Presse, Verkehrspolitik, Verkehrsplanung, Aktuelles

Der Bahnübergang Galgenheide, derzeit "nur" noch von Radlern und Fußgängern genutzt, soll nach aktuellen Plänen der Deutschen Bahn demnächst beseitigt werden. Die Verwaltung will den Plänen der Deutschen Bahn zustimmen. Foto 29.06.2013 Heinz Herrmann


Mit Befremden hat der ADFC Münster/Münsterland zur Kenntnis genommen, dass das Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung der Stadt Münster dem Ansinnen der DB Netz AG, den Bahnübergang Galgenheide aufzuheben, zustimmen will.

Die in den Westfälischen Nachrichten am 27.Juni 2013 geäußerte Begründung des Amtes, dieser Bahnübergang werde „nur“ von Fahrradfahrern und Fußgängern benutzt, wird von vielen Fahrradfahrern als kurios und dreist empfunden.

Die Aufhebung des Bahnübergangs Galgenheide ist bei gleichzeitiger Beschleunigung des Kfz-Verkehrs mittels der geplanten Unterführung Heroldstraße nicht nur unzeitgemäß, sondern konterkariert die von der Stadt Münster immer wieder betonte besondere Bedeutung des Fahrradverkehrs.

Der Bahnübergang Galgenheide, an der schnellen Fahrradverbindung von Münster in Richtung Münster-Albachten gelegen, wird sowohl vom Fahrradberufsverkehr als auch vom Freizeitverkehr gut frequentiert, beispielsweise um von dort über die Weseler Straße in den Dingbängerweg zu gelangen.

Eine Aufhebung dieses Fahrrad- und Fußgängerbahnüberganges wäre nach Auffassung des ADFC nicht nur ein falsches verkehrsökologisches Signal, sondern würde die Radverkehrsnetzqualität erheblich beeinträchtigen.

Der ADFC Münster/Münsterland lehnt deshalb die Aufhebung des Bahnübergangs Galgenheide ab und bittet die im Rathaus unserer Stadt vertretene Politik, dafür zu sorgen, das seitens des Amtes für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung keine irreversiblen Tatsachen geschaffen werden.

Heinz Herrmann, ADFC-Fachgruppe Radverkehr
Matthias Wüstefeld, 2. Vorsitzender ADFC Münster/Münsterland e. V.


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