Albachten: Verkehrswende, Buswende, Leezenbox

31.07.18
Kategorie: Mobilität, Verkehrsplanung, Münster (OG)

Von links: Bahn, Leeze, Münster-Wappen und Bus am Bahnhof Albachten: Gehalten von: Michael Geuckler (Mitglied Geschäftsleitung des NWL), Robin Denstorff (Stadtbaurat), Michael Grimm (Leiter Tiefbauamt) und Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer Stadtwerke) (Foto: Stadtwerke Münster)



Leezenbox in Hiltrup zwischen Bushaltestelle und Bahn



Leezenbox in Hiltrup – direkt an den Bahngleisen


Mit einer neuen Mobilstation präsentiert sich das Vorfeld am Bahnhof Münster-Albachten in neuem Glanz; darunter eine Leezenbox mit 60 videoüberwachten Stellplätzen.

 

"Wir haben hier eine moderne Mobilstation geschaffen, an der der Bahnverkehr intelligent mit Rad- und Busverkehr verknüpft ist", sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. "Damit stärken wir den Umweltverbund.

In den letzten Monaten haben viele Beteiligte von Stadtverwaltung, Stadtwerken und Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zusammengearbeitet. Die neue Buswende weist eine verlängerte Mittelinsel auf, die vor allem den Radfahrenden vorbehalten ist. Zentral auf dem Platz steht die Leezenbox, eine sichere und trockene Unterstellmöglichkeit für Räder. "Mobilität wird immer vernetzter: das bedeutet, dass sich jeder die für ihn gerade passende Fortbewegungsmethode aussucht. Unser Ziel ist es, diese Wahlmöglichkeit zu stärken und mit attraktiven Angeboten dem Verkehrsinfarkt in Münster vorzubeugen." erklärt Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke.

Die Leezenbox hält 60 videoüberwachte Stellplätze bereit, eine spätere Aufstockung der Kapazität ist möglich. Ein Stellplatz kann bei den Stadtwerken fest reserviert werden. Das ist kostenlos, es fallen lediglich 50 Euro Pfand an. Die Tür kann auch mit der Kundenkarte der Stadtwerke (PlusCard) geöffnet werden. Neben der Leezenbox sind außerdem Fahrradbügel für 22 Räder sowie elf Parkplätze, davon einer für mobilitätseingeschränkte Personen.

Michael Geuckler, Mitglied der Geschäftsleitung des NWL: "Der NWL fördert vorrangig Vorhaben, die der Verknüpfung von Bus, Bahn, Rad und Auto dienen, um die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu optimieren und zu vereinfachen.“ Ähnliche Mobilstationen gibt es bereits an den Bahnhöfen in Hiltrup und Roxel – mit großer Resonanz . In Roxel gibt es noch wenige freie Kapazitäten, in Hiltrup sind derzeit alle Plätze in der Leezenbox belegt, die Stadtwerke führen eine Warteliste.

Ob dem Verkehrsinfarkt damit vorgebeugt werden kann?


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