ADFC Fahrradklimatest 2020 – Münster kann noch einen Gang zulegen

21.10.20
Kategorie: Münster, Mobilität, Rad in den Medien

Postkarte für den ADFC Fahrradklimatest 2020



Michael Milde, Abteilungsleiter Mobilitätskonzepte, nahm für Münster den 2. Preis im Fahrradklimatest 2018 in Berlin entgegen. (Bild: Andreas K. Bittner)



Berlin 2019 (von links): ADFC Bundesvorsitzender Ulrich Syberg, stellvertretende Bürgermeister Hartwig Guhle und Ordnungsamtsleiter Dietmar Roling aus Wettringen strahlen über Platz 2 (Ranking Städte bis 20.000 Einwohner) und Platz 1 (Zusatzbefragung: Familienfreundliche Stadt) – zusammen mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Bild: Andreas K. Bittner)



Inzwischen abgebaut: Mahn- und Ehrenmal des Klimatestsiegers am Stadthaus 3 (Bild: Andreas K. Bittner)




Der aktuelle Fahrradboom zeigt sich auch beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Die bundesweite Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit, die der Fahrradclub ADFC inzwischen alle zwei Jahre durchführt, hat zur Halbzeit die 100.000er-Marke bei den Teilnahmezahlen geknackt. Mehr Städte als je zuvor sind im Rennen. Aber es gibt Kommunen, auch im Münsterland, die noch einen Stimmen-Schub gebrauchen können.

 

Zwischenstand: Münster ist mit 881 Teilnehmern zum 20.10.2020 gut dabei, aber wenn man die Zahl aus 2018 mit 1532 Teilnehmern vergleicht, dann ist bis zum 30.11.2020 noch viel Luft nach oben. Schlechter sieht es in vielen Kommunen des Münsterlandes aus, hier fehlen z.B. in Ahaus, Ascheberg, Drensteinfurt, Greven, Ostbevern oder Senden noch einige Stimmen, um überhaupt das Quorum zu erreichen. „Wir sind gespannt, ob Münster wieder seinen verlorenen 1. Platz im Ranking zurückerobern kann; und ob das Münsterland weiterhin ganz weit vorn ist – wie im Jahr 2018 mit Bocholt, Reken, Wettringen und Heek", sagt Manfred Döpper, Vorsitzender des ADFC Münsterland. Döpper weiter:

Es freut uns auch, dass immer mehr Menschen die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte wichtig finden – und bereit sind, Auskunft über ihre Alltagserfahrungen als Radfahrende zu geben. Das gilt besonders, seitdem Corona viele Umsteiger auf das Rad gebracht hat.“

Bis zum 30. November 2020 können interessierte Bürgerïnnen auf fahrradklima-test.adfc.de/teilnahme noch an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen. Bei den 27 Fragen geht es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Für fundierte Ergebnisse müssen pro Stadt mindestens 50 Teilnahmen vorliegen. Bei größeren Städten sind mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse nötig. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018 lagen Bremen, Karlsruhe, Göttingen, Bocholt, Baunatal und Reken in ihrer jeweiligen Größenklasse vorn.

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