Sensoren zur Radverkehrszählung

15.02.15
Kategorie: Verkehr

Jetzt weiß man noch genauer, dass in Münster viele Radler unterwegs sind. Ob das auch zu einer Neu-Aufteilung des Verkehrsraums führen wird?


Leserbrief zur Meldung aus der Münsteraner Verwaltung, dass neuerdings die Zahl der Radfahrer nicht mehr geschätzt, sondern gezählt wird. Jetzt wird noch deutlicher, worauf es zukünftig ankommt, um den Radverkehr zukunftsfähig zu machen.

Am 11.02. berichtete die WN, dass die Verwaltung neuerdings den Radverkehr zählt, nachdem sie vorher lediglich Schätzungen gemacht hatte, die jedoch der städtische Verkehrsplaner als „Berechnung“ bezeichnet. Die erste Zählstelle mit Sensoren am Neutor erbrachte bis zu 25000 Radfahrer / Tag. Leider geht aus dem Artikel nicht hervor, ob dieser Wert für eine oder beide Richtungen gilt – egal; der Leserbrief bezieht sich darauf, dass die Infrastruktur für den Radverkehr dieser enormen Zahl an dieser und anderen Stellen nicht gewachsen ist und die Frage gestellt werden muss, wie der knappe Raum für den Verkehr verteilt werden soll.

Leserbrief: Münster steckt voller Merkwürdigkeiten. Dem Bericht entnimmt der verblüffte Leser, dass die Verwaltung die Zahl der Fahrräder berechnen kann ohne sie gezählt zu haben - nun gut, wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren! Wir erfahren, dass am Neutor bis zu 25000 Radfahrer am Tag gezählt wurden; auch von anderen Straßen werden wir bald in Zahlen erfahren, was wir jetzt schon wissen: da sind ziemlich viele Radler unterwegs, und es werden immer mehr. Aber was bedeutet das für die Praxis? Wir erfahren von der Verwaltung zaghaft, dass Radwege möglicherweise verbreitert werden müssen….Ein „baulich angelegter Radweg“ muss mindestens 2 Meter breit sein, also bitte ran an die Wolbecker Straße, die Hammer Straße, die Hüfferstraße usw. usf.! Ran an die Diskussion „wem gehört die Stadt?“ 20000 Radfahrern oder einem Parkstreifen? Von Kopenhagen wissen wir, dass in der politischen Diskussion 20000 Radfahrer / Tag das Vorhaben, den Raum für den KFZ-Verkehr zu beschränken sehr erleichtern….Dort hat man bereits verstanden, dass ernsthafte Radverkehrsförderung nicht ohne Beschränkung des KFZ-Verkehrs möglich ist.“

ADFC, Fachgruppe Radverkehr, Martin Kamps,


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