Mit der Werseverschönerungstour eröffnet der ADFC-Münster Radsaison 2012

25.03.12
Kategorie: Radtouren, Münster

Bilder der Werseverschönerungstour 2012






















Herrliches Wetter begleitet die acht Müllsammler auf der Werseverschönerungstour, die bleibende Eindrücke bei den Teilnehmern hinterlässt.

Bei Bilderbuchwetter starten 5 Helfer unter der Leitung von Matthias Wüstefeld von der ADFC Geschäftsstelle in der Dortmunder Straße zum Werseradweg in Gremmendorf/Angelmodde.

Am Hohen Ufer stoßen zwei weiter Helfer zu der Gruppe. Es werden die Zangen, Handschuhe und Abfallsäcke der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) verteilt und das Vorgehen besprochen. Nach gut einer Stunde sammeln wird die erste Pause an der Holzbrücke zum Hofkamp eingelegt. Es ist an alles gedacht. Beim ADFC-Infomobil gibt es Kaffee aus der Thermoskanne in Mehrwegtassen und kleine Laugenbrötchen auf die Hand.

Der erste Eindruck, es ist ja viel sauberer als gedacht! Vielleicht liegt es daran, dass diese Strecke von Angelmodde bis zur Warendorfer Straße schon im letzten Jahr unter die Räder/Zangen genommen wurde.

Nach dem der Rastplatz sauberer verlassen wurde als vorgefunden, geht es entlang der Werse weiter zur Wolbecker Straße. Auch hier bestätigt sich das Bild. Die Müllsäcke werden voller, aber nicht so wie im Vorjahr.

Gehen die Radfahrer, Wanderer und Angler sorgsamer mit ihrem Müll um und lassen nicht so viel liegen? Wenn der Abstand zur letzten Reinigungstour nicht ein, sondern zwei Jahre gewesen wäre würden wir sicher auch mehr finden.

Im nächsten Jahr soll deshalb der Abschnitt von der Haskenau bis zum Nobis Krug abgefanren und gesäubert werden, denn den Abschnitt hat der ADFC im Jahr 2010 gereinigt.

An der Wolbecker Straße angekommen, werden die ersten drei vollen Säcke an die mit der AWM vereinbarten Abholstelle gestellt und nach weiteren 1 ½ Stunden Müllsammeln eine weitere Verschnaufspause eingelegt. Auch hier ist, in der Rekordzeit von 1 Minute, das ADFC-Infomobil als Kaffee- und Getränkebar einsatzbereit. Die zweite Kanne Kaffee wird zu dem mitgebrachten Wasser und Saft verteilt, denn es wird wärmer und die Bewegung an der frischen Luft verlangt nach neuer Energie. So wird unter dem Sonnenschirm des ADFC-Infomobils Schutz vor der Sonne gesucht und Erfahrungen ausgetauscht. Drei der Helfer müssen Aufgrund anderer Termine an dieser Stelle die Gruppe verlassen, haben sich aber vorgenommen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Weiter geht es linksseitig der Werse Richtung Pleister Mühle. Nach dem wir die letzten Häuser hinter uns gelassen haben, wird ein kurzer Stopp an der gewaltigen Rotbuche, die links des Weges steht, eingelegt. Wolfgang Schürmann, der Baumexperte vom NABU, der an der Werseverschönerungstour teilnimmt, bittet um Gehör und erklärt uns den Unterschied zwischen Hain- und Rotbuche. Wir messen den Umfang der Rotbuche und sind erstaunt über den Umfang von 4,80 Meter, den der dicke Stamm hat und die vielen Lebensjahre des Baumes. Wer jetzt wissen will, wie alt der Baum nun ist, sollte in zwei Jahren bei der nächsten Werseverschönerungstour auf diesem Abschnitt dabei sein.

Auch auf diesem Abschnitt wieder das gleiche Bild: Bis auf ganz wenige Ausnahmen von Teppichresten auf einem Feldweg; einem angeschwemmten zerbrochenen Gartenstuhl; und was uns sehr erstaunt, neben vielen Bier-, Wein- und Saftflaschen aus Glas finden wir auch viele Blechdosen und Plastikflaschen, die am Ufer im Wasser schwimmen und den Blick auf den schönen Fluß stören.

Bei Pleister Mühle angekommen wiederholt sich das Prozedere mit der Pausengestaltung. Wir ernten viel Zustimmung für die Weresverschönerungstour im Rahmen der Aktion "Sauberes Münster", in dieser verdienten Verschnaufpause, in der wir die dritte Kanne Kaffee und weitere Wasserflaschen leeren; ja das ständige rauf und runter vom Rad, das Kriechen im Gestrüpp und das Schieben der Räder über Stock und Stein macht durstig.

Frei nach dem Spruch: „ ... und da waren es nur noch Vier“. Ein weiterer Aktiver musste uns aus zeitlichen Gründen, es war ja nun auch schon 15:00 Uhr, verlassen. Also nahmen wir die letzte Wegstrecke unter die Räder/Füße. Auf der rechten Seite der Werse ging es Richtung der Warendorfer Straße weiter.

In einem Gestrüpp fanden wir gleich drei Einweggrills von der Tankstelle. Wir sind alle der Meinung diese Art Grill sollte verboten werden.

An der Warendorfer Straße beim ehemaligen Nobis Krug angekommen, sind weitere 4 Müllsäcke und ein gefundener Farbeimer voller Müll und Altglas.


Gegen 15:45 Uhr beenden wir die Werseverschönerungstour und sind sehr zufrieden, denn dadurch, dass links und rechts des Weges nicht soviel Müll, wie im letzten Jahr, lag, fanden wir auch die Zeit uns die Natur an der einen oder anderen Stelle genauer anzusehen und zu genießen.

Der Rückweg zum Ausgangspunkt an der ADFC-Geschäftstelle in der Dortmunder Straße war schnell zurückgelegt. Ab dem Nobis Krug, da waren es nur noch Drei. Und dank der beiden verbliebenen Begleiter, konnten die Umlaufsperren an der Brücke über die Umgehungsstraße ohne abhängen des 2 Meter langen Anhängers gemeistert werden.

Wir freuen uns schon alle auf die Werseverschönerungstour im nächsten Jahr und wünschen allen Radlern und Wanderern auf dem vom Müll befreiten Teilstück des Werseradwegs einen ungestörten Blick in die Natur.

Matthias Wüstefeld

Bild 1, 3, 4 und 10 Andreas Wüstefeld
Bild 2, 5, 6, 7, 8, 9 und 11 Matthias Wüstefeld

 

Matthias Wüstefeld

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