1. Maitour mit rund 1000 Radlern zu den Füchsen nach Greven

10.05.10
Kategorie: Radtouren, Münster

Vor dem Start an der Radstation



Frau Kerstin Dahlhaus im Gespräch mit Hans-Joachim Gerdemann und Bernd Kortmann (v.l.n.r.)



ADFC-Infostand war ständig umlagert


Drei – zwei – eins – und Los! So skandierten rund 500 Radler beim ersten Start um 10.30 Uhr vor der Radstation am Hauptbahnhof, bevor unter lautem Fahrradklingeln, Oberbürgermeister Markus Lewe ( frisch gebackenes ADFC-Mitglied) das rote Band als Startsignal der 18. ADFC-Maitour durchschnitt. Nach den folgenden Starts um 10.45 und 11 Uhr zählten die Veranstalter rund 1000 Radler die die Reise zu den Füchsen am Westeroder See auf der ausgeschilderten Strecke nach Greven antraten.

Kaufen+sparen und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Münster hatten auch diesmal wieder den Wettergott auf ihrer Seite, strahlte die Sonne doch seit den frühen Morgenstunden vom blauen Himmel auf die Radler und sorgte so zusätzlich für gute Stimmung. Die ADFC-Radtourenleiter brachten wieder ihre ganze Erfahrung in den gemütlichen Leezenausritt in die Münsterländische Parklandschaft ein. Der diesjährige familiengerechte Rundkurs führte über 43 Kilometer zum Gasthof und Festplatz „Zum Vosskotten“ nach Greven in die Nähe des Westeroder Sees. Voss steht für altdeutsch Fuchs, hier vor dem Gasthof konnte man gleich drei davon in Bronze bestaunen. Doch am Anfang stand erst mal der Fleiß die gut 25 Kilometer der Hinfahrt im Sattel zu bewältigen. Diese „Anstrengung“ wurde versüßt durch eine wunderschöne Landschaft entlang der Route. So ging es vom Start weg zügig am Schloss und Schlosstheater vorbei zur Gasselstiege. Der Name Gassel leitet sich von Gänse ab, wurden doch früher hier häufig die Gänse zur Fütterung über die Stiege (Weg) getrieben. Heute fahren hier die Radler und genießen vor Häger von den Ausläufern der Altenberger Höhen eine schöne Weitsicht in das grüne Münsterland. Am Wegesrand am Rande von Häger wurden zwei Pannenhelfer des ADFC von einer wild winkenden Frau, die sich auf dem Weg aufgebaut hatte, mit den Rufen angehalten: „Wer sind die vielen Radler hier – wo wollen die alle hin?“ Frau Kerstin Dahlhus, die von ihrem Fenster aus in einer Stunde fast 1000 Radler zählte, wurde von ihrem Mann geschickt, doch mal nach zu fragen, was denn da los sei? Frau Dalhus (77 Jahre, fünf Kinder), selbst begeisterte Radfahrerin, wollte nach der Aufklärung des Ganzen, ihren Mann holen und auch noch „Zum Vosskotten“, hinter her radeln. Aufgrund der ausgeschilderten Strecke mit den roten Bändern des ADFC war es für sie leicht den Weg zu finden. Diese Ausschilderung lässt der ADFC Münster auch immer noch eine Woche für Nachzügler hängen, bevor sie entfernt wird. Weiter ging es über den neuen Bürgerradweg zwischen Häger und Hansell und bald erreichten auch schon die ersten Radler den Festplatz beim Gasthof „Zum Vosskotten“. Hier gab es eine große Wiese als Fahrradabstellplatz mit Bewachung, eine Hüpfburg und einen Spielplatz für die Kinder. Die großen Kinder interessierten sich für die Oldtimerräder von Leezenkultur e.V. Münster, für die Musik von den Zwillingen mit Contrabass, Saxophon und Gitarre. Eine Fahrradinfobörse vom ADFC rundete das Leezenspektakel ab. Für das leibliche wohl sorgte Guido Temme mit seinem eingespielten Team, vom Grill, aus der Küche und vom Kuchenbüfett. Nach dem Schlemmen kam wieder das Fahrrad in Aktion, um viele der Kalorien sogleich abzustrampeln. Der Streckenabschnitt zurück war jedoch etwas kürzer und ebener als der Hinweg. Die Radler fuhren zuerst Richtung Aldrup an einer alten Wassermühle über die Aa und konnten kurz darauf die Sicht auf die Aa-Talauen genießen. Weiter ging es zwischen Gimbte und Sprakel hindurch direkt zu den Rieselfeldern. Die Rieselfelder begeistern immer wieder wegen ihrer Vogelvielfalt und der einzigartigen Landschaft. Glaubt man doch - wegen des vielen Riedgrases - man wäre irgendwo an der Ostsee. Die hölzernen Ausgucke machten zu dem Lust auf einen Halt, um von hier die Wasservögel und Störche bei der Futtersuche oder bei der Balz zu beobachten. Weiter ging es über den Wöstebach hinweg an der Bahnlinie Emden – Münster entlang. Am Bahnhof Zentrum Nord führte die Radtour über die Kanalstraße hinweg in den Wienburgpark weiter direkt zur Promenade und zum Hauptbahnhof. Beruhigend zu fahren war die Familien gerechten Radtour auch deshalb, weil auf der ganzen Strecke die „gelben Engel“ des ADFC als Pannenhelfer zum Einsatz kamen. „Mit zwei Platten, drei abgesprungen Ketten und sechs Luftspenden für die Reifen der Teilnehmer, hielt sich alles im gewohnten Rahmen“, resümierte mit einem Lächeln, erleichtert über den erfolgreichen Tag, Bernd Kortmann, als zuständiger Mensch im ADFC Münster für die Radtouristik.


Weitere Informationen

Links:
Hier finden Sie den genauen Routenverlauf zur Ansicht in GoogleMaps und zum Download für Ihr GPS-Gerät. Auch die Impressionen der Tour zeigen wir Ihnen in Form einer Fotoreihe an dieser Stelle:
www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-muenster/radtouren/routenvorschlaege/routendetails.html

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