RV0018 Billerbeck - Münster per Bahn & Bike

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Beschreibung

Das Leben der westfälischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff steht im Mittel punkt dieser Route, die ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Billerbeck hat. Von Billerbeck führt die Route zunächst östlich Richtung Havixbeck. Nach ca. 8 km Fahrt lädt ein Abstecher nach Nottuln ein.

Hier hat der Architekt Johann Conrad Schlaun Bleibendes hinterlassen: Der barocke Ortskern zählt mit Recht zu den Schönsten in Westfalen, ein Ensemble von Kuriengebäuden unterstreicht die Bedeutung, die Nottuln im 18. Jahrhundert inne hatte.

„Mittendrin“ gelegen lohnt die Hallenkirche St. Martin aus dem 15. Jahrhundert einen Besuch. Auch sie wurde nach einem Brand im Jahre 1748 von Johann Conrad Schlaun „überarbeitet“. Mehr Informationen zu den Sehen würdigkeiten in Nottuln gibt es bei der Touristinformation, Telefon: 02502 9420 oder im Internet unter www.nottuln.de.

Von Nottuln ist es nicht weit bis Havixbeck. Unterwegs sollte man sich zunächst den Longinus-Turm anschauen. Er entstand in den Jahren 1897-1901 auf der höchsten Erhebung der Baumberge als Aussichtsturm. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er als Fernmeldeturm der Post genutzt, heute kann man ihn besteigen und wird mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Im unteren Bereich des aus Baumberger Sandstein erbauten Turms wartet ein Café auf Radfahrer und Wanderer.

Weiter geht es auf dem Radwanderweg R1 nach Havixbeck, wo ein außergewöhnliches Museum auf den Besucher wartet: Das Baumberger Sandstein–Museum bringt gewissermaßen den „toten Stein“ zum Sprechen: Es wird erläutert, wie der Sandstein entstand, wie er gewonnen wird – und was man alles mit ihm machen kann. Ein spannendes Museum für die ganze Familie! Infos zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten des Baumberger Sandstein-Museum, Telefon: 02507 1596 oder im Internet unter www. sandsteinmuseum.havixbeck.de.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Burg Hülshoff, auf der 1797 Annette von Droste- Hülshoff, eine der bedeutendsten Dichterinnen des Münsterlandes, zur Welt kam. Die Anlage entstand in der Mitte des 16. Jahrhunderts und ist eine Wasserburg, wie sie im Buche steht. Hier gibt es ein Museum zu Ehren der Dichterin, die einmal über ihre Herkunft und ihre charakterliche Lebenseinstellung schrieb: „Ich bin Westphale, und zwar ein Stock westphale, nämlich ein Münsterländer – Gott sei Dank!“
Neben dem Museum laden die weiträumigen Parkanlagen zu einer ausgedehnten Pause ein. Ein wahres Blumenmeer sorgt im Frühjahr und im Sommer für eine Atmosphäre, die sicherlich auch die Dichterin inspiriert hat. Bevor man sich wieder in den Sattel schwingt, sollte man nicht versäumen, sich im Café im Burgkeller ein wenig zu stärken.
Weitere Informationen über Öffnungszeiten und Preise gibt es direkt beim Droste Museum Burg Hülshoff, Telefon: 02534 1052 oder www.burg-huelshoff.de.

Es ist schwer, sich los zu reißen, aber die Tour muss ja weiter gehen. Nach wenigen Kilometern trifft man auf Haus Vögeding, (Privatbesitz) eine ehemalige viertürmige Wasserburg, von der allerdings nur noch das langgestreckte Brauhaus und die Gräfte er halten sind. Trotzdem lohnt sich ein Besuch! Nach nur wenigen Minuten auf dem Rad wartet bei Nienberge (Stadtteil von Münster) mit dem Haus Rüschhaus eine weitere reizvolle Sehenswürdigkeit: Seit 1826 – nach dem Tode ihres Vaters Clemens-August wohnte hier Annette von Droste-Hülshoff gemeinsam mit ihrer Schwester „Jenny“ (Maria Anna) und ihrer Mutter Therese-Luise. Für die Dichterin wurde das Haus zum „Schneckenhäuschen“, in dem sie sich wohlfühlte und viele ihrer literarischen Werke entstanden. Wer kennt nicht „Die Judenbuche“ oder „Der Knabe im Moor“.

Der berühmte Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun, an den in Münster noch zahlreiche prachtvolle Gebäude erinnern, hatte in den Jahren 1745 bis 1749 das Haus Rüschhaus für sich bauen lassen und sich als Star-Architekt natürlich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Der Meister hat hier eindrucksvoll Elemente eines münsterländischen Bauernhofes und eines barocken Herrensitzes miteinander zu einer ästhetischen Einheit verschmolzen – der schön angelegte Garten gibt dem Ensemble einen ganz besonderen Reiz. Kein Wunder, dass sich die Droste hier wohl fühlte...
Besichtigungen der Außenanlagen sind jederzeit möglich, Führungen durch das Haus, in dem seit 1936 das sehenswerte Droste- Museum untergebracht ist, sind täglich außer montags möglich. Ausführliche Informationen gibt es direkt im Haus Rüschhaus, Telefon: 02533 1317.

Auf dem Radwanderweg R1 geht es, vorbei am Schloss Wilkinghege, weiter Richtung Hauptbahnhof Münster.

Toureigenschaften

Routenlänge:
32 km
Oberfläche:
Asphalt
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Steigung:
bergig
Umfeld:
Stadt
Wald
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr

An- und Abreise

Das Kartenwerk zur Tour (2,- €) mit 13 weiteren Routenvorschlägen und aktuellen Fahrplaninformationen erhalten Sie ab Mitte April bei vielen Touristinformationsstellen im Münsterland, beim Zweckverband Schienen-Personen-Nah-Verkehr Münsterland (ZVM) und natürlich beim ADFC.

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 26.04.2010, 14:31 Uhr

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