RV0014 Münster - Beelen per Bahn & Bike

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Beschreibung

Ausgangs— und Endpunkt dieser Tour ist der Hauptbahnhof von Münster. Zunächst geht es stadtauswärts in Richtung Nordosten, vorbei am Haus Dyckburg bis nach Westbevern—Vadrup.

Hier biegt man auf der Strecke nach Süden ab und nach wenigen hundert Metern steht man vor dem Haus Langen, einer typisch münsterländischen Wasserburg. Die Burg hat ihren Namen von den „edlen Rittern von Langen“, die bereits in einer Urkunde des 12. Jh. als Lehnsherren des Bischofs von Münster genannt werden. Sie wird heute privat bewohnt, so dass eine Innenbesichtigung leider nicht möglich ist.

Kaum eine halbe Stunde braucht es nun bis nach Telgte, wo man im Museum Heimathaus Münsterland eine längere Pause einplanen sollte. Hier finden sich zahlreiche Exponate aus der Kirchen— und Wallfahrtsgeschichte des Ortes, darunter das berühmte Telgter Hungertuch aus dem Jahr 1623. Das große Leinentuch hat 33 Bilderfelder, die in Filetstopfarbeit hergestellt sind. Die Darstellungen beschreiben das Leiden und die Auferstehung Jesu Christi sowie auch Vorbilder der Passion aus dem Alten Testament.

Das „Highlight“ schlechthin ist das in einem Neubau aus dem Jahre 1994 auf der gegenüberliegenden Straßenseite untergebrachte Krippenmuseum, in dem der Besucher die Vielfalt historischer und gegenwärtiger Weihnachtskrippen aus Westfalen und aus aller Welt bestaunen kann. Dabei erfährt er überdies einiges über den Wandel des Weihnachtsfestes in Deutschland. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Krippenmuseum ein „Publikumsmagnet“.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Museums lohnen die Propsteikirche St. Clemens und die Wallfahrtskapelle, deren Grundsteinlegung 1654 vollzogen wurde, einen Besuch. Bauherr war der mächtige Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen. Hauptanziehungspunkt der Telgter Wallfahrt ist das aus Pappelholz geschnitzte Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes, das um das Jahr 1370 geschaffen wurde.

Etwas Zeit sollte man also schon mitbringen, wenn man Telgte besucht. Nun führt der Weg weiter in Richtung Osten nach Warendorf, wo man zunächst durch die historische Altstadt, in die man durch das Münstertor gelangt, spazieren sollte.

Warendorfs historische Altstadt lädt zum Streifzug ein. Neben dem mitteralterlichen Marktplatz, den Kirchen St. Laurentius und St. Marien sowie dem Franziskanerkloster stehen an Sonn- und Feiertagen die Objekte des dezentralen Stadtmuseums offen.
Dazu gehören das klassizistische Bürgerhaus „Klosterstraße 7“ mit Tapetensaal und Biedermeierzimmer und das Heimathaus im historischen Rathaus.
Es finden wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte und Kultur statt. Ein weiteres Objekt ist das „Haus Bispinck“, Bürgerhaus des Historismus.

Das Gadem „Zuckertimpen 4“ stellt die Wohnsituation der städtischen Unterschicht dar. Dieses kleine Mietshaus, direkt an der Stadtmauer gelegen, stammt aus dem 17 Jahr hundert, das Interieur spiegelt das Leben einfacher Menschen der Zeit um 1920 wider. Neu ab 2006: Das Torschreiberhaus am Osttor.

Was wäre Warendorf ohne Pferde! Hier hat das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei, in dem fast alle bekannten deutschen Pferdesportler trainiert haben, sein Domizil.

Darüber hinaus ist Warendorf auch Standort des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts, dessen Ursprung auf den Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. und das Jahr 1826 zurückgeht.
Die Väter vieler berühmter Pferde sind hier zu Hause. Höhepunkt im Kalender des Gestüts sind die „Warendorfer Hengstparaden“, die traditionell jedes Jahr Ende September und Anfang Oktober stattfinden. Mehrere zehntausend Besucher sind bei dem drei Stunden dauernden farbenfrohen Schauspiel dabei. In historischen Paradeuniformen stellen die Mitarbeiter des Landgestüts in 20 rasanten und anspruchsvollen Schaubildern über 100 Zuchthengste vor. Ein unvergessliches Erlebnis! Mehr Infos zum Landgestüt unter Telefon 02581 63690 oder im Internet: www.hengstparade.de.

Doch nun geht es wieder auf den (Fahrrad—) Sattel und weiter in Richtung zum Zielpunkt Bahnhof Beelen. Von hier aus fährt die Bahn den Fahrrad—Wanderer zurück nach Münster.

Toureigenschaften

Routenlänge:
60 km
Oberfläche:
Asphalt
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Steigung:
flach
Umfeld:
Flussradweg
Stadt
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr

An- und Abreise

Das Kartenwerk zur Tour (2,- €) mit 13 weiteren Routenvorschlägen und aktuellen Fahrplaninformationen erhalten Sie ab Mitte April bei vielen Touristinformationsstellen im Münsterland, beim Zweckverband Schienen-Personen-Nah-Verkehr Münsterland (ZVM) und natürlich beim ADFC.

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 26.04.2010, 14:29 Uhr

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