RV0011 Rheine - Münster per Bahn & Bike

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Beschreibung

Ausgangspunkt der Tour ist der Bahnhof in Rheine. Bevor man "richtig" in die Pedale tritt, sollte man sich das neue Falkenhof-Museum anschauen. Erstmals erwähnt wurde der Hof bereits im 9. Jahrhundert. Im Laufe der Geschichte wurde das Gebäude, das zwischenzeitlich als Rathaus und Gefängnis diente, später auch als Jugendherberge und Schule genutzt. Im Rahmen der "Regionale 2004" wurde das unter Denk malschutzstehende Gebäude umfassend restauriert und präsentiert heute eine eindrucksvolle Sammlung zur Stadtgeschichte.

Ein weiteres lohnendes Ziel bietet sich nur etwas nördlich des Startortes an: "Der Bentlager Dreiklang", drei Routen zu den Themen Salz, Natur und Kultur. Vor allem der Aspekt "Salz" lohnt: "Das weiße Gold" wurde in Bentlage schon im Mittelalter gewonnen und auf der "Salzstraße" nach Münster transportiert.
Fürstbischof Clemens August begründete 1743 die Salinen-Sozietät und ließ die bestehende Anlage gründlich modernisieren. Aus der Blütezeit der Salzgewinnung stammt das einst fast 300 Meter lange Gradierwerk, die erste derartige Anlage in Westfalen. Bade und Kurbetrieb folgten 1890. Die "Saline Gottesgabe" wurde bis 1952 betrieben, Solebäder wurden noch bis 1975 verabreicht. Die "Salzroute" dokumentiert in einzelnen Schritten, wie aus Sole Salz wird. Im alten Salzsiedehaus finden sich noch originale Siedepfannen.

Nun heißt es aber auf den "Sattel": Zunächst führt die Strecke nach Emsdetten, wo Sie das August-Holländer-Museum mit interessanten Exponaten zur Industrialisierung im Textilgewerbe erwartet.

Nach nur wenigen Kilometern taucht Greven auf, wo man Geschichte "tanken" kann: Der rekonstruierte Sachsenhof in der Bauernschaft Pentrup zeigt, wie hier die Menschen lebten, bevor Karl der Große die Sachsen mit Feuer und Schwert missionierte. In der Innenstadt sollte man die Kirche St. Martinus nicht versäumen — und auch nicht den Hoek, Grevens ältesten bis heute erhalten gebliebenen Stadtteil. Hier finden sich Ackerbürgerhäuser und Villen aus den frühen Jahren der Industrialisierung.

Von Greven aus kann man fast schon die Türme der Münsteraner Lambertikirche sehen, aber bevor Sie die "heimliche Hauptstadt" Westfalens erreichen, lohnen noch die einstigen "Rieselfelder" in der "Gelmerheide" zwischen Ems und Aa einen Besuch.
Sie wurden 1901 zur Verrieselung und damit zur Reinigung der städtischen Abwässer angelegt. Mit dem Bau einer Großkläranlage verloren sie gänzlich an Bedeutung. Aber nur auf den ersten Blick: Die früheren Rieselfelder mit ihren flachen Teichen, Wiesen, Schlammflächen, Röhrichten und Äckern sind zu einem wichtigen Rastgebiet für viele Zugvögel geworden. Betreut wird das "EU-Vogelschutzgebiet" seit 1977 von der "Biologischen Station Rieselfelder Münster". Zuletzt lockt ein Abstecher Richtung Westen zum Schloss Wilkinghege. Ein guterhaltenes Gräftensystem umgibt den Hauptteil der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichteten Anlage. Vom Zielpunkt Hauptbahnhof Münster aus geht es mit der Regionalbahn zurück nach Rheine.

Weitere Informationen

Das Kartenwerk zur Tour (2,- €) mit 13 weiteren Routenvorschlägen und aktuellen Fahrplaninformationen erhalten Sie ab Mitte April bei vielen Touristinformationsstellen im Münsterland, beim Zweckverband Schienen-Personen-Nah-Verkehr Münsterland (ZVM) und natürlich beim ADFC.

Toureigenschaften

Routenlänge:
68 km
Richtungsempfehlung:

keine

Oberfläche:
Asphalt
Schotter / Unbefestigt
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Sonstiges:
Anhängertauglich
Familientauglich
Steigung:
flach
Tourart:
Tagestour
Umfeld:
Flussradweg
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr

Weitere Einstiegspunkte

Routenverlauf

Streckenprofil

Tourimpressionen

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 02.04.2010, 16:34 Uhr

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