RV0006 Münsters Flüsseschleife - Werse, Ems und Bever

Große Karte

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Beschreibung

17. Maitour mit der Verbraucherzeitung kaufen+sparen

Zu Münsters großer Flüsseschleife machten sich am 1. Mai 2009 knapp 1.000 Radfahrer auf den Weg. Kaufen+sparen und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Münster luden zur familiengerechte Radtour mit Abstechern an die drei Flüsse Werse, Ems und Bever ein. Ziel war das 420 Jahre alten Gasthaus Piesers in Westbevern-Vadrup. 1589 erstmals als kleine Hofbrauerei mit Ausschankrecht urkundlich erwähnt, gibt es heute noch das selbst gemachte Bier, dass nunmehr Piesers Landbier heißt.

An der Pleistermühle können das Stauwehr und der kleine See beobachten werden. Besonders interessant ist die 170 m lange Fischtreppe, über die die Fische einen Höhenunterschied von 2,20 Meterbewältigen müssen.

Entlang der Werse

Nun geht es auf der rechten Seite der Werse weiter Richtung Handorf. Hier sieht man Buschwindröschen, Schabochskraut, Wildkirschen und immer wieder sehr schönen Mischwald mit jahrhundertealten Buchen. Die Warendorfer Straße (B 51) und die Bahnlinie Münster-Bielefeld wird kreuzungsfrei unterquert.
Die nächsten 1000 Meter kann man links sehr schön von der Landschaftskante aus hoch über der Werse radeln und oft weit in die Auenlandschaft blicken. Im Boniburger Wald, wo einst das meistbesuchte Kaffee- und Ausflugslokal Münsters stand, sieht man nur noch angedeutete Grundrisse davon. Zu sehen ist allerdings gegenüber der größte Baum Münsters, die leider vom Pilz befallene kränkelnde Blutbuche.

Weiter geht es am Tierfriedhof vorbei bis Sudmühle. Zehn Kilometer war die Werse jetzt der ständige Begleiter. Richtung Osten steuern die Radler am Dorbaum und am Benediktinerhof vorbei, um direkt neben der Hauptbahnlinie Münster-Bremen auf die Ems zu stoßen. Hier sind auch die Heckrinder zu beobachten. Nun geht es rechts vor dem Josefsee ab entlang der Ems, um dann nach ca. 1,5 Kilometern endlich am Ziel und der wohlverdienten Rast, am Piesers Gasthaus anzukommen.

Der ADFC Münster organisiert hier eine kostenlose Fahrradwache und für die Kleinen gibt es eine Hüpfburg, Spielgeräte und einen kleinen Spielplatz, damit die Erwachsenen auch auf Ihre Kosten kommen.

Zurück verläuft der Weg entlang der Bewer nach Haus Langen. Neben dem alten Rittergut Haus Langen gibt es eine Doppelmühle, die ursprünglich eine Ölmühle war. Heute wird hier mit einer Turbine und einem Generator sogar Strom erzeugt. Wem es zu heiß ist, der kann sich am kleinen Sandstrand abkühlen. Weiter geht es jetzt wieder über die Ems und am Schulbauernhof Emshof vorbei. Hier kann man die Mangalitzer Wollschweine beobachten, die auf den ersten Blick wie Schafe aussehen. Es geht durch das Naturschutzgebiet Lauheide durch eine liebliche, mit viel Wald bestandene Landschaft.

Die Werse wird parallel zur B 51 oberhalb überquert, um kurz darauf die B 51 nach links in den Pleistermühlenweg zu verlassen. Nun wird in der freien Landschaft geradelt, vorbei am Biobauernhof wird die Güterzugumgehungsbahn unterquert. Es geht weiter über St. Mauritz und die Warendorfer Straße über die Promenade zum Hauptbahnhof.

Weitere Informationen

Sehenswertes

Radstation Hbf Münster, Haus Lütkenbeck, Pleistermüle, Boniburger Wald, Emsaue, Haus Langen, Schulbauernhof Emshof

 Wegweisung

Die Route folgt keiner einheitlichen und durchgängigen Radverkehrswegweisung. Dennoch verlaufen große Teile auf demstädtischen Radverkehrsnetz und dem regionalen Radwandernetz (Radelpark Münsterland). Die Nutzung unserer zum kostenlosen Download bereitgestellten Routenverlaufsskizze oder der GPS-Daten für die Satellitennavigation wird daher zur leichteren Orientierung besonders empfohlen.

Streckencharakteristik

Die Route meidet stark befahrene Straßen und führt über Wirtschaftswege und verkehrsarme Nebenstraßen. Besondere Vorsicht ist an der Sudmühlenstraße in Münster-Handorf genauso geboten wie bei der Querung der August-Winkhaus-Straße in Höhe des Waldfriedhofs Lauheide und der Panzer bzw. Handorfer Straße im Stadteil Handorf.

Das anspruchslose weil flache Streckenprofil ist für Untrainierte und Familien mit Kindern gut zu bewältigen. Der Oberflächenbelag der zu befahrenden Wege ist meist asphaltiert und eben. Eine Ausnahme bilden drei Teilstücke von insgesamt ca. 5 Kilometern rund um Haus Lütkenbeck, längs des Flüsschen Werse und südwestlich des Josefsee.

Literatur

Der Routenverlauf kann in der ADFC-Regionalkarte 1:75.000, 'Münsterland' aus dem Bielefelder Verlag, ISBN 3-87073-157-5, 6,80 Euro nachvollzogen werden.

Ebenso auf dem Fahrradstadtplan 1:20.000 der Stadt Münster (3,50 Euro).

Beide Karten können im ADFC-Infoladen käuflich erworben werden.

Reisebericht

„Die Tour ist klasse“
Knapp 1.000 Radler machten sich auf den Weg zu Piesers Gasthaus

„Die Tour ist toll!“ „Super Service!“ Die Radler waren sich einig: Die 17. Maitour von „kaufen+ sparen“ in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) war wieder ein Riesen- Erfolg. Auch wenn das Teilnehmerfeld beim Start am Hauptbahnhof nicht so dicht war wie in den Vorjahren.

Aufgrund der heftigen Gewittergüsse in der Nacht zum 1. Mai starteten rund 700 Radler zur rund 45 Kilometer langen Tour durch die münsterländische Parklandschaft zwischen Dortmund-Ems-Kanal, Werse, Bever und Ems. Doch da die Feiertagssonne alle Wolken vertrieb, gesellten sich bis zum Mittag weitere 250 Leezenritter hinzu. Die kamen sternenförmig aus Hiltrup, Amelsbüren oder Gievenbeck. So waren insgesamt an die 1.000 Radler unterwegs.

„Die Tour ist klasse ausgewählt und ausgeschildert“, gerieten etwa Birgit und Michael Kleingräber ins Schwärmen. Sie waren gemeinsam mit ihren Söhnen Marvin (12) und David (8) unterwegs: „Für uns ist es sehr entspannend, dass die Tour gut organisiert ist, dass die Jungs auch mal einen Teil für sich fahren können.“ Rote Bänder wiesen an jeder Weggabelung den Weg.

Wunderbare Natur

Toll fanden es vor allem Senioren wie Ursula und Heinz Schumacher, dass jeder nach eigenem Tempo fahren konnte: „So steht keiner unter Druck und die großen Pulks entzerren sich schnell.“ Nicht nur das Radlerduo Karin und Andreas Angly aus Gievenbeck freute sich über die „wunderbaren Natur-und-Architektur- Sehenswürdigkeiten links und rechts der Strecke“. An der Pleistermühle staunten etwa Christel Schmiemann und Tochter Sandra über die 170 Meter lange Fischtreppe. Die Fische lassen so einen Höhenunterschied von 2,20 Meter locker hinter sich.

Solche Höhenunterschiede mussten die Maitourer nicht bewältigen und so ging es ganz relaxt durch die zum Teil dichte und frühlingsgrüne Wald- und Wiesenlandschaft entlang der idyllischen Windungen der Werse. „Ganz schön riesig“ staunte die elfjährige Vanessa Hemdker im Handorfer Boniburger-Wald über den größten Baum Münsters. Nicht wenige Radler zückten ihre Fotohandys auch an den Pferdeweiden, zumal es kuschelige Jungtiere zu beobachten gab, die in der Frühlingssonne ihre ersten Schritte wagten. Zum Streicheln stiegen Christel und Herbert Schmiemann spontan vom Fahrradsattel: „Wir sind schon das vierte Mal dabei und die Touren werden immer besser.“

Martin Dijckmanns vom Deutsch-Niederländischen Corps in Münster findet das Fahrradfahren im Münsterland sogar besser als in seiner Heimat Holland: „Alle fahren hier so umsichtig, helfen sich und sind gut drauf.“ Seine Tochter Jacqueline fand vor allem die Naturbelassenheit von Werse und Ems „wunderschön“.

Boxenstopp

Boxenstopp für die Leezenritter war Piesers Gasthaus in Westbevern-Vadrup. Vor allem das selbst gemachte Landbier stieß auf rege Nachfrage. Lange Schlangen bildeten sich am Grillstand. Auch Selbstversorger wie die gut gelaunte Doppelkopf-Clique aus Amelsbüren wussten sich für die Tour zu belohnen: Mit frischem Gemüse, herzhaften Schnittchen, Käsespießen und edlem Landwein. Die Kinder hatten ihre Freude in der Hüpfburg.

Derweil flickte Pannendienstler Günter Drees binnen weniger Minuten das Vorderrad von Ursula Schumacher. „Da sind ja einige fiese Löcher drin“, lautete seine erste Diagnose. Ohne zu zögern setzte er ihr einen neuen Schlauch ein. So gestärkt trat die gebürtige Rheinländerin mit ihrem Mann Heinz bestens gelaunt die Rücktour an: „Eine tolle Tour, ein toller Service – so etwas gibt es in unserer Heimat Aachen nicht.“

Zurück nach Münster ging es natürlich über eine spannende Alternativstrecke. Die markanten Reste der alten Turmhügelburg Haus Langen mit der noch aktiven Doppelmühle erinnerten Kids wie Antonia Reker „an tolle alte Filme“. Stefanie Freisfeld strampelte munter für zwei, denn ihr zweijähriges Töchterchen Finnja saß vorne vergnügt mit im Fahrradkorb. Bei erfrischendem Fahrtwind hielt Finnja gerne mal kurze Schläfchen.

Ihr sechsjähriger Bruder Linus war begeistert, dass er endlich selbst auf einem eigenen Rad mitfahren konnte. Im vergangenen Jahr musste er noch auf dem Gepäckträger-Kindersitz von Vater Thorsten die Aussicht genießen. Etwa die rund um den Emshof: Die handzahmen Mangalitza Wollschwein-Eber hätte wohl so mancher Maitourer gerne zum Kuscheln mit nach Hause genommen – auch wenn manche erst dachten, es wären Schafe. Bis sie dann zu Grunzen anfingen....

Gute Arbeit

Pünktlich zum Feiertags-Kaffee waren die Radler wieder zurück in Münster. Das ADFC-Team um Peter Wolter hatte beste Arbeit geleistet. Bis auf ein paar platte Reifen und abgesprungene Ketten gab es keine Zwischenfälle. Viele Maitourer wollen 2010 wiederkommen.

Toureigenschaften

Routenlänge:
41 km
Richtungsempfehlung:

keine

Oberfläche:
Asphalt
Feld- und Waldwege
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Sonstiges:
Familientauglich
Steigung:
flach
Tourart:
Halbtagestour
Umfeld:
Flussradweg
Stadt
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr

An- und Abreise

Die Tour startet und endet am Bahnhof in Münster.

Als mittelgroßer Knotenpunkt des Eisenbahnpersonenverkehrs kann Münster über die Strecken Hamburg – Bremen – Osnabrück, Lünen, – Dortmund und weiter über Essen – Duisburg – Düsseldorf oder Hagen – Wuppertal nach Köln erreicht werden. Weitere Hauptstrecken bestehen nach Hamm und Wanne-Eickel – Essen/Oberhausen. Nebenstrecken führen nach Enschede, Coesfeld ("Baumbergebahn") und Rheda mit Anschluss nach Bielefeld.

Aktuelle Streckenfahrpläne finden Sie hier beim ZVM.

Weitere Einstiegspunkte

An der Bahnstrecke Münster – Osnabrück - Bremen bietet der Bahnhaltepunkte Westbevern (*800 m) die Möglichkeit abzukürzen. Gleiches gilt für den Haltepunkt Telgte (*2.700 m) an der Bahnstrecke Münster – Warendorf – Bielefeld. (* Entfernung zur Route)

Die Haltepunkte Westbevern wird werktäglich im 60-Minuten-Takt mit der RB 66 (Teuto-Bahn) angefahren.

Telgte wird werktäglich mit der Linie RB 67 (Der Warendorfer) mindestens im 60-Minuten-Takt erreicht.

Routenverlauf

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Tourimpressionen

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 26.04.2010, 14:44 Uhr

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Download und Verwendung

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