RV0004 Rechts und links der Münsterschen Aa

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Download der GPS-Tracks (MuensterscheAa.gpx) als GPX, KML (GoogleEarth), Overlay


Beschreibung

14. Maitour mit der Verbraucherzeitung kaufen+sparen

Nahe Havixbeck entspringt am Nordosthang der Baumberge die Münstersche Aa. Unsere Tour orientiert sich am Flusslauf und folgt ihm in weitem Abstand auf dem letzten Drittel vom Zwinger in Münsters Promenade bis kurz vor Greven. Etwa 30 Kilometer hat das Wasser von der Quelle bis zur Mündung in der Ems, im Zentrum Grevens, zurückgelegt. Nur neun Kilometer länger ist unsere familienfreundliche Radtour. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzeitung kaufen+sparen haben wir die Route im Frühjahr 2006 erstmals einem größeren Publikum vorgestellt. Im Rahmen unserer traditionellen Radtour zum 1. Mai haben sich mehr als 1.000 Radlerinnen und Radler auf den Fahrradsattel geschwungen. Gemeinsam fuhren sie durch den Wienburgpark und erlebten die Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Rieselfelder hautnah. Sie durchquerten die Aldruper Mark, um beispielsweise das Heimathaus Sandrup-Sprakel-Coerde zu entdecken oder auf Gut Kinderhaus leckeren Kuchen zu genießen. Das Bauernhofcafé in der gediegenen Atmosphäre des alten Gutshauses, inmitten typisch westfälischer Gastlichkeit mit Blick auf Kamin und schwere Eichenbalken, bleibt auch Ihnen nicht verborgen, wenn Sie sich mit den nachfolgenden Informationen selbst auf den Weg machen. Viel Spaß dabei wünscht Ihnen der ADFC.

Weitere Informationen

Sehenswertes

Radstation Hbf Münster, Zwinger, Wienburgpark, Großkläranlage, Rieselfelder, Wehrspeicher auf dem Schulzenhof Höping-Pellengahr, Heimathaus Sandrup-Sprakel-Coerde, Gut Kinderhaus, Schloss Wilkinghege, Buddenturm

Wegweisung

Die Route folgt keiner einheitlichen und durchgängigen Radverkehrswegweisung. Dennoch verlaufen große Teile auf dem städtischen Radverkehrsnetz und dem regionalen Radwandernetz (Radelpark Münsterland). Die Nutzung unserer zum kostenlosen Download bereitgestellten Routenverlaufsskizze oder der GPS-Daten für die Satellitennavigation wird daher zur leichteren Orientierung besonders empfohlen.

Streckencharakteristik

Die Route meidet stark befahrene Straßen und führt über Wirtschaftswege und verkehrsarme Nebenstraßen. Besondere Vorsicht ist am nördlichen Wendepunkt der Tour bei der Querung der Bundesstraße 219 genauso geboten wie bei der Kreuzung der Kanalstraße östlich des Wienburgparks. Das anspruchslose weil flache Streckenprofil ist für Untrainierte und Familien mit Kindern gut zu bewältigen. Der Oberflächenbelag der zu befahrenden Wege ist asphaltiert und eben. Eine Ausnahme bilden zwei kleine Teilstücke von insgesamt ca. 2 Kilometern südlich des Heimathauses Sandrup-Sprakel-Coerde.

Literatur

Der Routenverlauf kann in der ADFC-Regionalkarte 1:75.000, 'Münsterland' aus dem Bielefelder Verlag, ISBN 3-87073-157-5, 6,80 Euro nachvollzogen werden.

Reisebericht

Rechts und links der Münsterschen Aa

Vor der Radstation an Münsters Hauptbahnhof strahlte die Frühlingssonne mit farbenprächtigen Gerberas und mehr als 700 erwartungsfrohen Radlern um die Wette. Für den blumigen Farbtupfer am Startpunkt der 14. Maitour von kaufen+sparen und dem ADFC sorgte der Kreisverband Gartenbau, Münster-Stadt und Land e.V. Denn Münsters Radler, ob groß oder klein, ob alt oder jung oder als Gelbe Engel präsent, klinken sich mit diesem familienfreundlichen Speichen-Spektakel in die Kampagne „Münster bekennt Farbe“ ein. Sie erhielten vom Kreisverband Gartenbau Blümchen fürs Lenkrad und kurbeln somit das Aufblühen dieser Stadt für den Bundeswettbewerb kräftig an. "Wir unterstützen diese Aktion gerne und sind sicher, dass wir für jede Leeze die passende Blume parat haben“, schmunzelt Kreisgärtnermeister Erich Welling, der Vorsitzende des Kreisverbandes Gartenbau und verteilt unermüdlich Gerbera um Gerbera.

Währenddessen gibt Peter Wolter vom ADFC die letzten Hinweise zum Routenverlauf und zur Mittagsrast auf Gut Kinderhaus. Er erwartet rund 1.000 Teilnehmer, denn „erfahrungsgemäß steigen unterwegs noch viele Radler in die Tour ein, die sich den Weg in die Innenstadt zur Radstation sparen wollen“. Anke und Oliver Lahrkamp wollen mit ihren Kindern Regine (10) und Vinzenz (7) die ganze etwa 39 Kilometer lange Strecke fahren. Ausgerüstet mit frischen Äpfeln und süßen Leckereien machen auch sie sich auf den Weg entlang der an diesem Tag extra mit roten Bändern ausgeschilderten Route.

Zunächst führt der Weg über die Windthorststraße in die Promenade, um dann dem grünen Blätterdach am Zwinger vorbei und über die Münstersche Aa hinweg bis zum Coerdeplatz zu folgen. Hier geht es rechts ab in die Wermelingstraße. Später queren wir den Cheruskerring und gelangen über die Langemarckstraße in den Wienburgpark.

Der Park ist ein vielfältiges Mosaik aus offener Parklandschaft mit Wiesen, Hecken und Baumgruppen, großen Einzelbäumen, Kleingärten und nicht zuletzt einem großen Freizeitangebot mit Grill- und Spielplätzen. Die integrierte Fluss- und Stillgewässerlandschaft vermittelt einen Eindruck vom Verlauf der Aa vor dem Ausbau des heute nicht mehr schiffbaren Max-Klemens-Kanals. Am Nordrand des Parks, etwas abseits unserer Route, bietet sich gerade an heißen Tagen ein Päuschen auf den schattigen Plätzen im Biergarten des Hotel-Restaurants Wienburg an. Vorsicht ist dann bei der Querung der Kanalstraße geboten. Eine kleine Brücke führt uns über den Max-Klemens-Kanal mitten in das Zentrum Nord. Längs der Bahngleise geht es dann Richtung Landwirtschaftliches Institutszentrum Gut Nevinghoff. Wir unterqueren am Bahnhaltepunkt Münster-Nord die Gleisanlagen, halten uns links und gelangen so auf dem Kiesekampweg in die Coerheide. Nun liegt der komplett auf dem Reißbrett geplante und in den sechziger Jahren entstandene Stadtteil Coerde hinter uns.

Vor uns liegt ein Gebiet, in dem schon seit mehr als hundert Jahren die Abwässer der Stadt gereinigt werden. Zuerst passieren wir die hinter hohen Hecken liegende Großkläranlage, deren Bau Mitte der siebziger Jahre die Funktion der sich nördlich anschließenden Rieselfelder übernahm. Inzwischen gehören die Rieselfelder zu den beliebtesten Naherholungsgebieten in Münster. Um den Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten zu schützen ist jedoch besondere Rücksichtnahme geboten. Auf speziellen Rundwegen und aus Beobachtungskanzeln bestehen hervorragende Möglichkeiten zur ungestörten Naturbeobachtung. Wir durchqueren das Gebiet an seinem westlichen Rand über das Sträßchen Wöstebach. Nun folgen wir in etwas Abstand dem Lauf der Münsterschen Aa bis an den Stadtrand von Greven.

Am nördlichen Wendepunkt der Tour ist bei der Querung der Bundesstraße 219 noch einmal höchste Aufmerksamkeit gefordert. Unweit davon zieht der uralte Schulzenhof Höping-Pellengahr unsere Blicke auf sich. Der Wehrspeicher weist mit seinen Schießscharten in Zeiten, als es noch unruhiger zuging. Wir überqueren unbehelligt die Münstersche Aa und rollen durch die Aldruper Mark zum ehemaligen Max-Klemens-Kanal. An der gleichnamigen, stark befahrenen Straßenkreuzung müssen wir beim Queren Vorsicht walten lassen.

Nach 27,7 Kilometern umrunden wir das liebevoll gestaltete Areal des Heimathauses Sandrup-Sprakel-Coerde und gelangen so zum Bauerncafé und Hofladen auf Gut Kinderhaus. Hier tobt bereits die heiße Schlacht an allen Büfetts. Inzwischen sind wohl mehr als 1.000 Radler eingetroffen und belagern die Essenstände. Auf dem alten Gutshof am nördlichen Stadtrand von Münster, der von der Firma MDS gGmbH, einer 100prozentigen Tochter der Westfalenfleiß gGmbH betrieben wird, haben sich Hausherr Norbert Mussenbrock und seine Mannschaft auf den Ansturm gut vorbereitet. Dennoch ist der hausgemachte Erbseneintopf ruck zuck aus, aber es gibt ja noch Nudeln in Lachssahnesoße, Grillwürstchen, Pommes, Steaks und andere herzhafte Spezialitäten. Wer es lieber etwas süßer mag, konnte am Kuchenbüfett hausgemachte Leckereien und eine Vielzahl von verschiedenen Eissorten probieren.

Die kleinen Gäste hatten unterdessen in der Hüpfburg viel Spaß oder machten eine Kutschfahrt mit den beiden Hafflingern Bernie und Baltasar. Helmut Sandjohann wartet am Kinderschminkstand auf seine Enkelin Lea. „Wir sind sonst oft bei der Tour mitgefahren, das ist immer super organisiert“. Für die fünfjährige Lea sei das aber noch etwas weit, daher sei man in Eigenregie angereist. Auch Familie Lahrkamp ist inzwischen eingetroffen und voll des Lobes. Die zehnjährige Regine: „Da kann man so schön durch die Natur fahren, ohne Autos und mit tollen Leuten“. Ihre Eltern Anke und Oliver rühmen vor allem die ausgeklügelte Streckenführung und die perfekte Organisation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Günter Teichmann, Ralf Mester und Peter Wolter.

Nachdem wir uns in der gediegenen Atmosphäre des alten Gutshauses, inmitten typisch westfälischer Gastlichkeit mit Blick auf Kamin und schwere Eichenbalken ausgiebig gestärkt haben, fahren wir durch die Brüningheide und über die Gasselstiege wieder zurück ins Stadtzentrum Münsters. Über die Melcher-, Schul- und Lazarettstraße geht’s wieder auf die Promenade. Wir passieren Buddenturm und Zwinger und erreichen nach knapp 39 Kilometern wieder unseren Ausgangspunkt an der Radstation. Hier treffe ich auf die Gelben Engel vom ADFC, Roland Kurtz und Ansgar Wüstefeld. Die beiden sind für Pannen zuständig und haben einen ruhigen Nachmittag im Fahrradsattel verbracht: „Bis jetzt gab es nur zwei Defekte und einen platten Reifen, die sofort repariert werden konnten.“

Toureigenschaften

Routenlänge:
39 km
Richtungsempfehlung:

keine

Oberfläche:
Asphalt
Feld- und Waldwege
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Sonstiges:
Familientauglich
Steigung:
flach
Tourart:
Halbtagestour
Umfeld:
Flussradweg
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr
Zielgruppe:
Familien

An- und Abreise

Die Tour startet und endet am Bahnhof in Münster.

Als mittelgroßer Knotenpunkt des Eisenbahnpersonenverkehrs kann Münster über die Strecken Hamburg – Bremen – Osnabrück, Lünen, – Dortmund und weiter über Essen – Duisburg – Düsseldorf oder Hagen – Wuppertal nach Köln erreicht werden. Weitere Hauptstrecken bestehen nach Hamm und Wanne-Eickel – Essen/Oberhausen. Nebenstrecken führen nach Enschede, Coesfeld („Baumbergebahn“) und Rheda mit Anschluss nach Bielefeld.

Aktuelle Streckenfahrpläne finden Sie hier beim ZVM.

Weitere Einstiegspunkte

Die Bahnstrecke Münster – Rheine – Emden läuft parallel zur Radroute und bietet in Greven, Sprakel und am Bahnhaltepunkt Münster Zentrum Nord die Möglichkeit abzukürzen.

Greven wird mit den Linien RE 7 und 15 (Rhein-Münsterland- / Emsland-Express) täglich im 30-Minuten-Takt erreicht. Mit der RB 65 (Ems-Bahn) werden zusätzlich im 60-Minuten-Takt die Bahnhöfe Sprakel und Münster Zentrum Nord angefahren.

Routenverlauf

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Streckenprofil

 

Tourimpressionen

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 26.04.2010, 14:47 Uhr

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Download und Verwendung

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