RV0003 Auf den Spuren der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff

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Beschreibung

13. Maitour mit der Verbraucherzeitung kaufen+sparen

Oft reicht schon ein Griff ins Bücherregal aus, um auf den Spuren der Annette von Droste-Hülshoff zu wandeln. Um aber nachempfinden zu können, was die bedeutende deutsche Dichterin beispielsweise mit den Zeilen „…es ist doch ein lieber heimlicher Ort, das Rüschhaus!“ gemeint hat, sucht man es am besten selber auf. Eben jenes Haus, nahezu 20 Jahre lang Wohnort Annettes, und die Burg Hülshoff, wo sie 1797 geboren wurde, waren am 1. Mai 2005 Ziele des gemeinsam mit der Verbraucherzeitung kaufen+sparen organisierten Volksradfahrens. Die Tour sollte nicht nur zur Beschäftigung mit der dichtenden Adeligen anregen, sondern auch einige reizvolle Flecken im Westen von Münster erfahrbar machen. Auf idyllischen Pfaden und über abenteuerlich anmutende Stege geht es zum Beispiel längs der Münsterschen Aa in den Ortskern von Hohenholte. Anfang des 19. Jahrhunderts besuchte die Droste hier häufiger das Damenstift und nahm beim Organisten Joseph W. Kettler Unterricht. Auch heute noch wird Hohenholte das "Stiftsdorf" genannt, schließlich hat sich der Ort rund um ein 1142 gegründetes Kloster entwickelt. Außer der Stiftskirche St. Georg ist vom Kloster allerdings nicht viel erhalten geblieben. Gleichwohl verleihen die gepflegten Häuser mit ihren Gärten und die einladenden Gaststätten dem Dorf ein ganz außergewöhnliches, anziehendes Flair. Lernen Sie auch die Klostermühle kennen oder Egon’s Kotten. Das gemütliche Bauernhofcafé mit Biergarten liegt mitten im westfälischen Bauernland. Genießen Sie Ihre Rast mit Blick auf knorrige alte Eichen und grüne Weiden.

Weitere Informationen

Sehenswertes

Radstation Hbf. Münster, Zwinger, Buddenturm, Wasserbär, Haus Rüschhaus, Klostermühle, Hohenholte, Burg Hülshoff, Gewässerlehrpfad Gievenbach, Zoo, Naturkundemuseum mit Planetarium, Mühlenhof

Wegweisung

Die Route folgt keiner einheitlichen und durchgängigen Radverkehrswegweisung. Dennoch verlaufen große Teile auf dem städtischen Radverkehrsnetz und dem regionalen Radwandernetz (Radelpark Münsterland). Die Nutzung unserer zum kostenlosen Download bereitgestellten Routenverlaufsskizze oder der GPS-Daten für die Satellitennavigation wird daher zur leichteren Orientierung besonders empfohlen.

Streckencharakteristik

Wirtschaftswege und verkehrsarme Nebenstraßen machen 80 % der Route aus. Die restliche Strecke verläuft bis auf ein 3,4 Kilometer langes Teilstück über die Kreisstraßen 71 und 51 auf straßenbegleitenden Radwegen. Besondere Vorsicht ist bei der Querung des Rüchhausweges (K 1) in Höhe von Egon’s Kotten und Hohenholte geboten. Das anspruchslose weil flache Streckenprofil ist für Untrainierte und Familien mit Kindern gut zu bewältigen. Der Oberflächenbelag der zu befahrenden Wege ist asphaltiert und eben. Eine Ausnahme bilden zwei kleine Teilstücke von weniger als 2 km Länge vor Hohenholte und Burg Hülshoff.

Literatur

Der Routenverlauf kann in der ADFC-Regionalkarte 1:75.000, 'Münsterland' aus dem Bielefelder Verlag, ISBN 3-87073-157-5, 6,80 Euro nachvollzogen werden.

Reisebericht

Auf den Spuren der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff

Von der Radstation geht es zunächst über die Windhorststraße in die Promenade. Dem grünenden Blätterdach am Zwinger und Buddenturm vorbei folgen, bis rechter Hand der Spielplatz in Höhe der Kleimannstraße erreicht ist. Am Spielplatz vorbei die Promenade verlassen. Über die Lazarett- und die Wilhelmstraße geht es dann bis zum Orleansring. Nun folgt man der Radwegebeschilderung Münster-Nienberge und gelangt so auf den Horstmarer Landweg, den Wasserweg und später die Straße Am Gievenbach. Nachdem die Autobahnbrücke überquert ist führt das Pättken entlang der Gräfte von Haus Rüschhaus, dem ersten Etappenziel nach 9 Kilometern. In diesem von Barockbaumeister Johan Conrad Schlaun erbauten Landhaus lebte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff mehr als 20 Jahre und schuf ihr wohl bekanntestes Werk "Die Judenbuche". Beim Spaziergang durch die Hofanlage mit ihrem Barockgarten können neue Kräfte für die zweite Etappe zur Mittagsrast (9 km) gesammelt werden. Auf dem Weg dorthin sollten Sie der Klostermühle bei Hohenholte Ihre Aufmerksamkeit schenken. Gleich um die Ecke liegt Egon's Kotten. Nach geradelten 18 Kilometern haben sich die Mairadler dort zweifellos eine Pause verdient. Bei kühlen Getränken und Bratwürstchen vom Grill werden müde Radelwaden wieder munter. Von 11.30 bis 15.30 Uhr ist auch der ADFC am 1. Mai mit seinem Informationsstand vor Ort.

Nicht ohne vorher einen kurzen Abstecher in den hübschen Ortskern von Hohenholte zu machen, geht es dann auf die vorletzte Etappe der k+s-Mai-Tour. Fahren Sie einfach zurück zur Klostermühle und folgen Sie dem ausgeschilderten Weg auf schmalen, idyllischen Pfaden und über ebenso schmale, wie abenteuerlich anmutende Stege in den idyllischen Ortskern. Dieser Weg entlang der Münsterschen Aa ist allerdings nicht für Fahrräder mit Anhänger geeignet. Gespanne nutzen am besten den Radweg entlang der Hauptverkehrsstraße.

Nach dem kurzen Besuch in Hohenholte fordert ein kleiner Abschnitt des Radweges R1 übersät mit Schlaglöchern die ganze Aufmerksamkeit der Radler. Im Park der Burg Hülshoff kann man sich aber schon bald von dieser Marterstrecke erholen. Für kaffeedurstige Kehlen empfiehlt sich ein Besuch in der Burgrestauration, Kulturinteressierte sollten sich den Besuch des Museums (3,50 Euro) vormerken. Burghof und Park sind für Besucher kostenlos zugänglich. Von der Geburtsstätte der Annette von Droste-Hülshoff geht es dann auf zur letzten Etappe (14 km). Auf dem Radweg entlang der Havixbecker Straße führt die Route an Roxel vorbei über die Münstersche Aa auf den Ramertsweg. Durch Gievenbeck und entlang des Gievenbaches nimmt die Route dann Kurs auf die Innenstadt. An Zoo, Planetarium und Mühlenhof vorbei wird die Promenade und schließlich wieder der Ausgangspunkt der Tour vor der Radstation am Bahnhof erreicht. Für einen feuchtfröhlichen Ausklang der k+s-Mai-Tour bieten sich als letzte Rastpunkte die Biergärten rund um den Aasee an.

Toureigenschaften

Routenlänge:
41 km
Richtungsempfehlung:

keine

Oberfläche:
Asphalt
Feld- und Waldwege
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Sonstiges:
Familientauglich
Tourart:
Halbtagestour
Umfeld:
Flussradweg
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr

An- und Abreise

Die Tour startet und endet am Bahnhof in Münster.

Als mittelgroßer Knotenpunkt des Eisenbahnpersonenverkehrs kann Münster über die Strecken Hamburg – Bremen – Osnabrück, Lünen – Dortmund und weiter über Essen – Duisburg – Düsseldorf oder Hagen – Wuppertal nach Köln erreicht werden. Weitere Hauptstrecken bestehen nach Rheine – Emden, Hamm und Wanne-Eickel – Essen/Oberhausen. Nebenstrecken führen nach Enschede und Rheda mit Anschluss nach Bielefeld.

Aktuelle Streckenfahrpläne finden Sie hier beim ZVM.

Weitere Einstiegspunkte

Die Bahnstrecke nach Coesfeld („Baumbergebahn“) verläuft südlich zur Radroute und bietet nur in Havixbeck die Möglichkeit abzukürzen. Mit dem Zug wird die Baumbergegemeinde stündlich erreicht. Fahrtzeit von Münster etwa 15 Minuten.

Routenverlauf

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Streckenprofil

Tourimpressionen

 

 

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 26.04.2010, 14:46 Uhr

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