RV0001 EmsAuen - Radweg mit maritimen Flair

Große Karte

Download der Tourendaten

Download der GPS-Tracks (EmsAuen.gpx) als GPX, KML (GoogleEarth), Overlay


Beschreibung

11./12. Maitour mit der Verbraucherzeitung kaufen+sparen

Der EmsAuenWeg zwischen Warendorf und Rheine zieht seit seiner Eröffnung am 1. Mai 2004 zahlreiche Besucher aus nah und fern an. Sein wohl schönstes und abwechslungsreichstes Teilstück zwischen Telgte und Gelmer stand im Jahr zuvor bereits im Streckenplan der Maitour, einem Volksradfahren, veranstaltet von Münsters größter Verbraucherzeitung kaufen+sparen und dem ADFC. Klar, dass unser Kreisverband auch bei den Eröffnungsfeierlichkeiten anlässlich der Regionale 2004 gerngesehener Mitgestalter war. Unser Rundkurs führt zu zahlreichen landschaftlichen, archäologischen und kulturhistorischen Attraktionen. Wir besuchen den pittoresken Ortskern von Telgte und lernen das maritime Flair des Yachthafen Marina „Alte Fahrt Fuestrup“ kennen. Doch zunächst weist uns der Europaradweg R1 den Weg aus der Stadt Münster. Nach etwa einem Viertel der Strecke geht es dann auf dem EmsAuenWeg weiter. An besonders schönen Stellen laden hier Aussichtstürme und Rastplätze zum Verweilen ein. Informationstafeln am Wegesrand vermitteln die Besonderheit des jeweiligen Ortes. So zum Beispiel an Münsters größter Badewanne, der Kanalüberführung bei Gelmer. Das denkmalgeschützte Bauwerk aus Sandstein überführt den alten Dortmund-Ems-Kanal über die Ems. In den 1930er Jahren wurde nordwestlich in Sichtweite ein Nachfolgebauwerk errichtete. Gemeinsam mit der neuen Fahrt nimmt es den heutigen Schiffsverkehr auf, sodass die alte Fahrt in den Sommermonaten regem Badebetrieb vorbehalten bleibt. Wie wär’s mit einer kleinen Abkühlung? Viel Spaß beim Planschen und Radfahren wünscht Ihnen der ADFC.

Weitere Informationen

Sehenswertes

Radstation Hbf Münster, Pleistermühle, Emspark Telgte, Napoleonshügel, Telgte, Heckrinder, Emshof, Haus Langen, Drubbelsiedlung, Birgit’s Hofkäserei, Kanalüberführung, Schleuse Münster

Wegweisung

Die Route folgt keiner einheitlichen und durchgängigen Radverkehrswegweisung. Dennoch verlaufen große Teile auf dem städtischen Radverkehrsnetz und dem regionalen Radwandernetz (Radelpark Münsterland). So folgt die Route im ersten Viertel dem R1, von Telgte bis nach Gelmer dem EmsAuenRadweg und dann dem Dortmund-Ems-Kanal-Radweg. Die Nutzung unserer zum kostenlosen Download bereitgestellten Routenverlaufsskizze oder der GPS-Daten für die Satellitennavigation wird zur leichteren Orientierung empfohlen.

Streckencharakteristik

Die Route meidet stark befahrene Straßen, führt über Wirtschaftswege, die Leinpfade des Dortmund-Ems-Kanals und verkehrsarme Nebenstraßen. Besondere Vorsicht ist bei der Querung Alter Mühlenweg in Kasewinkel und Telgter sowie Alverskirchener Straße kurz vor Telgte genauso geboten wie bei der Kreuzung der Kreisstraße 45 bei Fuestrup. Das anspruchslose weil flache Streckenprofil ist für Untrainierte und Familien mit Kindern gut zu bewältigen. Der Oberflächenbelag der zu befahrenden Wege ist meist asphaltiert und eben. Unrühmliche Ausnahmen bilden kurze Teilstücke in Kasewinkel, bei Haus Milte, kurz vor Telgte an der Ems und im Bereich von Westbevern-Vadrup von insgesamt ca. 4 Kilometern Länge.

Literatur

Der Routenverlauf kann in der ADFC-Regionalkarte 1:75.000, 'Münsterland' aus dem Bielefelder Verlag, ISBN 3-87073-157-5, 6,80 Euro nachvollzogen werden.

Die Karte ‚Radelpark Münsterland Kreis Warendorf’ im Maßstab 1.50.000 aus dem Bielefelder Verlag, ISBN 3-87073-043-9, 6,80 Euro kann ebenfalls für die Orientierung genutzt werden.

Beide Karten können im ADFC-Infoladen käuflich erworben werden.

Reisebericht

EmsAuen mit maritimen Flair
Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Einen glänzenden Start in den Wonnemonat Mai erwischten die Teilnehmer an der traditionsreichen Radtour von kaufen+sparen und ADFC. Bereits zum elften Mal rief die Veranstaltergemeinschaft - diesmal wieder unterstützt durch das Telekommunikationsunternehmen Versatel - zur gemeinsamen Radtour und über 600 Radlerinnen und Radler folgten der Einladung zum morgendlichen Start an der Radstation. Zu Lande ging’s durch einen wunderschönen Teil des Münsterlandes, zu Wasser ließ die Deutsche Lebensrettungsgesellsschaft (DLRG) die Teilnehmer ein ganz besonderes Vergnügen erleben und in die Luft ging es für die Organisatoren der diesjährigen Maitour vor Freunde, dass alles so reibungslos geklappt und dass das Wetter bis auf einige Schauer am Nachmittag mitgespielt hatte. Und somit war sie dann auch bestätigt, die Schlagzeile zur Ankündigung unserer Tour: zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Am Morgen nehmen die Mitarbeiter des ADFC die Gäste vor der Radstation bei freundlichem Sonnenschein in Empfang. ADFC-Geschäftsführer Hajo Gerdemann gibt einen kurzen Einblick in den Veranstaltungsablauf und verabschiedet die Radlerinnen und Radler auf die an diesem Tag extra mit roten Bändern markierte, knapp 47 Kilometer lange Runde. Ausgeheckt und präpariert wurde die Strecke vom ADFC-Tourenleiterteam um Ralf Mester.

Von der Radstation geht es zunächst durch das Nadelöhr Hamburger Tunnel in die Schillerstraße. Der Fahrradstraße folgen wir bis zum Dortmund-Ems-Kanal, ehe es auf der östlichen Seite der Schifffahrtsstraße bis zur dritten Kanalbrücke „Zum Guten Hirten“ geht. Auf dem Peistermühlenweg fahren wir dann über den Europaradweg R1 nach Osten bis Telgte-Berdel. Weit vorher, bereits nach 6 Kilometern lädt die Pleistermühle zu einer ersten idyllische Rast. Südöstlich von Telgte in Höhe der Delsener Heide verlassen wir den R1 Richtung Emsauen. Wer stattdessen weiter der R1-Beschilderung folgt, erreicht nach 845 km quer durch Deutschland den Oderbruch in Polen. Vorher bauen wir allerdings noch etwas Kondition auf und verlassen den Weg, indem wir die Kreisstraße queren, auf der Alten Warendorfer Straße und dann auf dem neuen EmsAuenRadweg zurück Richtung Telgte strampeln.

Nach 18 Kilometern Radtour haben wir uns im Telgter Emspark am Napoleonshügel eine redliche Pause verdient. Diese historische Stelle aus der Zeit der napoleonischen Kriege weist auf das Vorhaben eines Brückenschlages über die Ems hin. In der Nachbarschaft findet sich auch ein kleiner Spielplatz, so dass auch die Jüngsten beim Verschnaufen nicht zu kurz kommen. Nachdem wir uns etwas erholt haben, machen wir einen Bummel durch die historische Telgter Altstadt. Der Marktplatz ist von sehenswerten alten Gebäuden wie dem stattlichen Böttcherhaus aus dem 18. Jahrhundert und dem Gasthof Seiling (19. Jh.) umgeben. Wir besuchen die barocke Wallfahrtskapelle mit der kostbaren über 600 Jahre alten Pieta, zu der jährlich mehr als 120.000 Menschen pilgern und werfen einen Blick in das Krippen- und später das Kornbrennerei Museum.

Die ersten 19 Kilometer des Rückweges sind ganz dem Erlebnis EmsAuenRadweg gewidmet. Entlang der neuen Radwegbeschilderung geht es zunächst am Telgter Rathaus vorbei, durch die Planwiesen zur Holzbrücke am wunderschön restaurierten „Christoph-Bernsmeier-Haus“, einer ehemaligen Getreidemühle. Wir machen einen kurzen Stopp auf der Brücke und genießen den Ausblick auf die schöne Emsidylle mit dem Rauschen des Wasserfalls. Über die August-Winkhaus-Straße verlassen wir Telgte und umfahren den Waldfriedhof Lauheide auf seiner nordöstlichen Seite. Auf dem Weg nach Haus Langen passieren wir linker Hand den Emshof. Der Hof entwickelt sich auf einem etwa acht Hektar großen Areal - als Stätte für das Lernen im Sinne der Lokalen Agenda 21. Hier erkunden Kinder, Jugendliche und Erwachsene, auf welche Weise Ökologie, Ökonomie und Soziales miteinander vernetzt sind. - an konkreten Beispielen aus Landwirtschaft und Naturkunde, selbsttätig und gemeinsam mit anderen.

Nachdem wir auf unserem Weg kurz hinter dem Emshof mal wieder die Ems gequert haben, machen wir an dem nachfolgenden Linksschwenk einen kurzen Stopp und verlassen für wenige Meter unsere Route. Ziel ist der Aussichtsturm „In den Pöhlen“. Hier werfen wir einen Blick auf das gleichnamige Beweidungsprojekt der Naturschutzstation Münsterland. Wir haben Glück, und beobachten vom Turm die urtümlichen Konikpferde und Heckrinder, die in einer nahe gelegenen Senke weiden.

Zurück auf unserem Rundkurs nähern wir uns entlang eines mächtigen Grabens Haus Langen. Er ist einer von zwei rund um das Anwesen verlaufender Gräben, die aus dem Flüsschen Bever gespeist werden. Erstmals wird das Haus im Jahre 1276 im Zusammenhang mit seiner Zerstörung erwähnt. So wie wir es heute sehen, gehen die Gebäude auf das 18. Jd. zurück, wobei davon ausgegangen wird, dass es sich nur um die Vorburg handelt und das eigentlich geplante, schlossähnliche Hauptgebäude nie errichtet wurde. Gegenüber von Haus Langen wird an der Doppelmühle von 1813/14 die Bever aufgestaut und den Fischen über die neu angelegte Treppe der Aufstieg ins Oberwasser erleichtert.

Wir lassen die Bever hinter uns und steuern den Ortsteil Westbevern-Vadrup an. Eineinhalb Kilometer hinter der neuen Bahnbrücke lohnt ein Abstecher in Birgit’s Hofkäserei, die bereits im Jahre 1998 Ziel der ADFC-Maitour war. 76 verschiedene Produkte kann man in Birgit’s Lädchen erwerben. Besonders stolz ist sie auf einen Käse, der im Geschmack dem Tilsiter angelehnt ist, auf ihren köstlichen Brie und auf eine Bergkäseimitation, den sie mangels geeigneter Berge im Münsterland auch kühn als „Bergkäsefälschung“ anbietet.

Gleichwohl durchqueren wir auf unserem Weg zum Yachthafen Marina „Alte Fahrt Fuestrup“ die gleichnamigen Berge und genießen bei Sonnenschein mit inzwischen wohl annähernd 900 Mitradlern die Mittagsrast. Hafenmeister Klaus Nowacki hat ein maritimes Rahmenprogramm gezaubert und sorgt mit seinen Mitarbeitern in der Gaststätte „Zum Fährhaus“ und an den Getränke- und Grillständen für das Wohlbefinden der Gäste. Die Piratenhüpfburg ist schon von einer Schar Kinder geentert und am Ableger der vom DLRG Greven organisierten Schlauchbootfahrten wird geduldig auf die nächste Fahrt gewartet. Zwischendurch vermitteln die versierten Helfer vom DLRG den Wartenden den Umgang mit Knoten und Tauen. Einen Blick hinter die Kulissen erlaubt die Wasserschutzpolizei Münster. Die Bootsbesichtigungen stoßen bei Groß und Klein auf reges Interesse. Als am Nachmittag aus dem Nichts plötzlich die ersten dunklen Regenwolken auftauchen macht sich Aufbruchstimmung breit.

Auch wir wollen noch trockenen Fußes heimatliche Gestade erreichen und packen unsere sieben Sachen. An der Kanalüberführung Gelmer, gelegen an der Schnittstelle der Kreise Warendorf, Steinfurt und der Stadt Münster bildet die alte – unter Denkmalschutz stehende – Kanalüberführung (KÜ) einen weiteren Hingucker. Das denkmalgeschützte Bauwerk aus Sandstein überführt den alten Dortmund-Ems-Kanal über die Ems. In den 1930er Jahren wurde nordwestlich in Sichtweite ein Nachfolgebauwerk errichtete. Gemeinsam mit der neuen Fahrt nimmt es den heutigen Schiffsverkehr auf, sodass die alte Fahrt in den Sommermonaten regem Badebetrieb vorbehalten bleibt. Wir verzichten auf ein Bad und flüchten stattdessen unter die nahe gelegene neue Kanalbrücke, denn inzwischen hat der Himmel seine Schleusen geöffnet.

Die letzten 9 Kilometer radeln wir, von weiteren Wolkenbrüchen verschont, entlang des Dortmund-Ems-Kanals und über den Schleusenweg zur Promenade. Jetzt ist es nicht mehr weit zur Radstation, dem Ausgangspunkt unserer Tour.

 

Toureigenschaften

Routenlänge:
47 km
Höhenmeter:
83 m auf, 81 m ab.
Richtungsempfehlung:

keine

Oberfläche:
Asphalt
Schotter / Unbefestigt
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Sonstiges:
Familientauglich
Umfeld:
Flussradweg
Wald
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr
Zielgruppe:
Kulturtour
Familien

An- und Abreise

Die Tour startet und endet am Bahnhof in Münster.

Als mittelgroßer Knotenpunkt des Eisenbahnpersonenverkehrs kann Münster über die Strecken Hamburg – Bremen – Osnabrück, Lünen, – Dortmund und weiter über Essen – Duisburg – Düsseldorf oder Hagen – Wuppertal nach Köln erreicht werden. Weitere Hauptstrecken bestehen nach Rheine – Emden, Hamm und Wanne-Eickel – Essen/Oberhausen. Nebenstrecken führen nach Enschede, Coesfeld („Baumbergebahn“) und Rheda mit Anschluss nach Bielefeld.

Aktuelle Streckenfahrpläne finden Sie hier beim ZVM.

Weitere Einstiegspunkte

Die Bahnstrecken Münster – Osnabrück mit dem Haltepunkt in Westbevern-Vadrup und Münster – Rheda mit dem Haltepunkt in Telgte bieten Möglichkeiten, die Route abzukürzen.

Westbevern-Vadrup wird mit der Linie RB 66 (Teuto-Bahn) täglich im 60-Minuten-Takt, zu den Verkehrsspitzen auch im 30-Minuten-Takt erreicht. Telgte wird mit der RB 67 (Der Warendorfer) im 60-Minuten-Takt angefahren.

Routenverlauf

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Streckenprofil

Tourimpressionen

 

 

 

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 26.04.2010, 14:45 Uhr

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