Rheine an der Ems

Dort, wo die Ausläufer des Teutoburger Waldes in der Ems enden, liegt die zweitgrößte Stadt des Münsterlandes. Ihre ebene Lage bildet für alle Radfahrfreunde das Tor zum Emsland. Die Ems prägt das Landschaftsbild durch ihren mäanderförmigen Verlauf vor und nach Rheine. In der Stadt selbst hat sie sich ihr Bett in den Kalkfelsen gegraben.

Dieses Flussbett aus festem Kalk ermöglichte in den früheren Jahren die Querung der Ems durch eine Furt. Der potentielle Erlös dieser Emsquerung führte zur Gründung eines Klosters durch den Herzog von Herford, und „Renne“ wurde damit erstmalig urkundlich erwähnt.

Eine weitere wichtige Epoche war die Salzgewinnung in und um Rheine. Noch heute sind Gradierwerk und Salzsiedepfannen vorhanden und zu besichtigen, die der Salzstraße in Münster ihren Namen gab, dem Max-Clemens-Kanal seine Wirtschaftlichkeit geben sollte und aus dessen Erlös das Schloss Raesfeld errichtet wurde. 

Eine weiter wichtige wirtschaftliche Epoche, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhundert zu Ende ging, war die Textindustriealiserung. Noch heute zeugen viele Bauwerke und ein Texilmusem von dieser Zeit.

August 2010

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