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Hiltruper Triathlon: Helme prüfen, Bremsen testen und auf die Schnürsenkel achten

05.07.18
Kategorie: Münster (OG), Gesundheit, Sicherheit

Helm passt, wackelt nicht und der junge Sportler hat Luft.



Laufkarte: 50 Schwimmen, 5,5 km Radfahren und 1,5 km Laufen



Ironman Caruso motiviert die jungen Sportler*innen



Startschuss: Thorsten Imsieke (Sportamt Münster) Thomas Caruso (Ironman), Hannelore Nünning (Orga-Team), Andreas K. Bittner (ausnahmsweise mit Helm)



Schattiges Plätzchen für Andreas, Josef, Maria und René (von links)



Powerfood



René Trüb, Josef Wiedau, Wolfgang Weste, Maria Wiedau, Günther Teichmann, Andreas K. Bittner (nicht im Bild: Paul Lohmann).


Rund um das Hiltruper Freibad fand am 4. Juli der 16. Grundschultriathlon statt. Fast 600 Kinder der dritten und vierten Klassen waren dabei – und natürlich wieder einige paar Aktive vom ADFC Münsterland.

 

Ironman. Triathlon. Steiner See. Das Wetter erinnerte fast an Hawaii. Allerdings waren in Hiltrup die Distanzen etwas kürzer als rund 600 Grundschüler*innen (am 4. Juli) und weitere knapp 300 Schüler*innen (am 5. Juli) auf die Drei-Kampfstrecken gingen: Schwimmen (mindestens 50 m), Radfahren (auf einem Rundkurs mit 5,8 km) und schließlich noch 1,5 km Laufen. Prächtig eingestimmt von Hannelore Nünning vom Orga-Team (übrigens in der Schwimmvereinigung Münster von 1891 in Sudmühle engagiert, zudem ADFC-Mitglied) und angefeuert von Thomas Caruso.

Herr Caruso ist nicht etwa Tenor, sondern Malermeister. Wichtiger aber: er hat mehrfach am echten Ironman-Triathlon auf Hawaii teilgenommen – und in deutlich unter 10 Stunden ge-finished. Er gibt den Startschuss für die Schüler*innen. Diese müssen mindestens ein Schwimmabzeichen in Bronze – früher: Freischwimmer – haben, um teilnehmen zu dürfen.

Dabeisein und locker ankommen

Der ADFC Münsterland kommt ins Spiel, wenn die Schwimmer aus dem Becken und in die Sportsachen steigen. Mit nassem Haar, am Hals baumelnder Laufkarte und mit zum Teil offenen Schnürsenkeln suchen die Nachwuchssportler Fahrrad und Helm, um sich auf die Runde um den Steiner See zu begeben. Doch zunächst gilt es an René Trüb und den anderen ADFC-Aktiven vorbeizukommen. Zusammen mit Maria und Josef (Wiedau), Günther Teichmann, Andreas K. Bittner und Paul Lohmann überprüft er die Bremsen und den Allgemeinzustand der Leezen. Dann wird bei allen Fünftklässlern noch der feste Sitz des Fahrradhelms kontrolliert, bevor die Rennfahrer auf die Rundstrecke um den See dürfen. Fazit: Beinahe die Hälfte der Helme sitzt schief, zu locker oder fast im Nacken. Oder, positiv ausgedrückt: die andere Hälfte der Helme erfüllt tatsächlich ihre Schutzfunktion. Am Vortag – bei den dritten und vierten Klassen –, als auch Luise Heynck und Trixi Zurek-Imhoff dabei waren, sah es ähnlich aus. (Dies vielleicht als kleiner Hinweis an Eltern und Lehrer.) Defekte oder kaum funktionierende Bremsen und locker schwingende Fahrradketten waren in nur wenigen Fällen zu bemängeln. Kein Problem, denn ADFC Fördermitglied Radsport Weste war mit seiner mobilen Werkstatt dabei.

Dabeisein und locker ankommen ist alles – und so föhnten sich einige junge Athletinnen erst einmal die Haare, bevor sie sich auf’s Fahrrad setzten. Fast 80 ehrenamtliche Helfer waren als Streckenposten im Einsatz, darunter Eltern, Auszubildende der BASF und Hiltruper Realschüler. Thorsten Imsieke beim Sportamt der Stadt Münster für Sportabzeichen und Schulsport zuständig, hatte gute Laune. Ralf Pander vom Hauptsponsor BASF aus der Nachbarschaft in Hiltrup freute sich: „Mit unserer Unterstützung des Schultriathlons möchten wir Kindern Freude daran vermitteln, etwas für ihre Gesundheit zu tun und ihnen das Gefühl zu geben, wie gut man sich danach fühlt.“ Und Helmut Neuhaus vom Mitveranstalter, dem Verein Wasser und Freizeit, ist sich sicher, dass im nächsten Jahr an beiden Tagen über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen werden. Kurzum: toller Breitensport, Super-Wetter, prima Stimmung – fühlte sich beinahe schon wie Sommerferien an.

Bilder und Text: Andreas K. Bittner


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