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„Allez les Boules“ – Boule & Bike im Münsterland

15.11.20
Kategorie: Münster (OG), Radtouren, Service

Boule&Bike: Initiator Henry Jürgens – mit Fahrrad und Spielgerät (Foto: privat)



Boule&Bike: In Bewegung, draußen und im spielerischen Wettbewerb (Foto: Andreas K. Bittner)



Die Metallkugel sollte möglichst nah an der Holzkugel, dem "Schweinchen", platziert werden.


Boule oder Pétanque – so heißt das Spiel als Wettkampfsport – erfreut sich inzwischen im Münsterland immer größerer Beliebtheit. In vielen Gemeinden sieht man junge und alte Menschen, Frauen und Männer, in Parks und auf Plätzen mit Begeisterung Metallkugeln in Richtung einer kleinen, bunten Holzkugel (dem „Schweinchen“) werfen. ADFC-Mitglied Henry, seine Frau Marianne und andere Freundïnnen des Boulespiels haben ein Format für die frische Luft entwickelt, das Boule und Bike sowie sportliche Geselligkeit verbindet. In der aktuellen Corona-Situation ist das leider nicht möglich – aber eine tolles Angebot für die Post-Pandemie-Saison.

 

Boule? Das sieht nicht schwer aus – und ist es auch nicht. Das Regelwerk (hier eine einfache Anleitung) klingt zunächst verwirrend und kompliziert – ist es aber nicht. Beim Boule ist es so wie mit allen Sportarten: In der Gruppe macht es am meisten Spaß, und wenn man es von Anfang an richtig erklärt und vermittelt bekommt, dann stellen sich schnell Erfolgserlebnisse ein.

Mit Henry Jürgens, begeisterter Radfahrer, ADFC-Mitglied und C-Lizenz-Trainer für Boule als Breitensport, kümmert sich ein echter Boule-Fan um den gelungenen Einstieg in die schöne wie naheliegende Kombination von Boule&Bike im Münsterland.

Henry kennt als Münsteraner die schönsten Radwege und Bouleplätze. Seine Idee: Als Boule&Bike-Tagestour werden zwischen 30 und 40 km mit dem Rad gefahren. Unterwegs beschäftigt mensch sich mindestens zwei Stunden intensiv mit dem Boulespiel. Henry macht die Teilnehmenden mit den Grundtechniken vertraut, erklärt die wichtigsten Regeln und gibt selbstverständlich auch Einblicke in Taktik und Spielphilosophie. Nach einer Einführung von 45 Minuten heißt es dann: „Allez les boules“ und es wird sofort ein kleines Turnier nach Wettkampfregeln gespielt. Jeder kann dabei nur gewinnen, denn es macht riesig Spaß, und man lernt die Radfahrer-Gemeinde mal jenseits der Speichengespräche kennen.

Die Boulekugeln werden gestellt. Unterwegs gibt es viel zu sehen und eine passend ausgesuchte Gastronomie gehört selbstverständlich auch dazu. Hier zwei Tour-Ideen:

  • Tour 1: Mühlenhof, Aasee, Promenade, Wienburgpark, Mariendorf, Boniburger Wald, Emsradweg, Telgte mit Sightseeing, „Hannes am Herd“ in telgte West mit vegetarischer Kost, leckerem Kaffee und Kuchen. Hier befindet sich auch der Bouleplatz. Der Rückweg führt klassisch über R1 und Werseradweg ein schöner Ausklang auf dem Sattel.
  • Tour 2: Mühlenhof, Mecklenbeck, Albachten, Haus Tinnen, Bredenbeck, Senden, am Kanal zurück nach Münster. Boulespiel in Kombination mit den leckersten Torten bei Grothues-Potthoff in Senden.

Bei „Hannes am Herd“ und „Grothues Potthoff“ gibt es für den Anfang beste Boule-Bedingungen, denn ein mustergültiger Platz, gute Gastronomie und sanitäre Anlagen sind vorhanden. Und der Fantasie bzw. den Kombinationsmöglichkeiten für weitere Radtouren zu geeigneten Bouleplätzen sind keine Grenzen gesetzt. Schön sind auch die Bouleanlagen in Ottmarsbocholt, der Platz am Aasee und viele andere mehr.

Über Boule&Bike

Henry Jürgens, ist ADFC-Mitglied und hat überlegt, wie er schöne Radtouren noch attraktiver machen und mit seinem Hobby verbinden kann. Er ist Boule- und Pétanque-Trainer (im NRW Verband). Das ursprünglich von Norbert Koch vom DJK Landesverband NRW entwickelte Format möchte er nun – zusammen mit seiner Frau Marianne – im Münsterland im Rahmen von Gesundheitssport und Breitensportförderung anbieten. Gleichzeitig hoffte er, dadurch seinen Sport bekannter zu machen und Menschen spielerisch in Bewegung zu bringen.


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