Informationen aus dem Arbeitskreis

„Richtig“ gutes Licht

10.07.18
Kategorie: Sicherheit

moderne Radscheinwerfer




Anfragen und Beschwerden zum Thema blendende Scheinwerfer

Der ADFC bekommt in letzter Zeit häufiger Anfragen und Beschwerden zum Thema blendende Scheinwerfer. Dabei sind nicht etwa  die der Autos gemeint, sondern neuere  Radscheinwerfer, die Andere im Straßenverkehr gefährlich blenden können. „Aber es überwiegen immer noch die Beschwerden über Radfahrer mit unzureichender oder komplett fehlender Beleuchtung“ ,sagt Stephan Behrendt, ADFC Fachreferent für Technik + Verbraucherberatung in Köln-Mülheim
 
Grundsätzlich begrüßt es der ADFC, dass immer mehr Fahrräder mit einer hellen und betriebssicheren Beleuchtung unterwegs sind, mit der endlich auch dunkle Wege und Fahrbahnränder sicher ausgeleuchtet werden können. So kann auch in der dunklen Jahreszeit das Radfahren Spaß machen. Die immer leistungsstärkeren LED-Frontleuchten müssen jedoch richtig eingestellt sein um keine Gefahr für Andere zu bilden.

Wie übrigens bei allen Kraftfahrzeugen sind die Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) auch zu Fahrradscheinwerfern eindeutig. Fahrräder müssen danach mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Der Scheinwerfer muss so eingestellt sein, dass er andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet.

Die alte Faustregel, bei der der hellste Punkt etwa 10 m vor dem Rad auf die Fahrbahn treffen soll, ist für gute LED-Leuchten mit gleichmäßiger Ausleuchtung über eine große Fläche, nicht mehr praktikabel. Bis etwa 25 m sollte ein richtig eingestellter LED-Scheinwerfer leuchten, die Abschattung der vorgeschriebenen oberen Hell-/ Dunkel-Grenze im Reflektor verhindert dann zuverlässig eine Blendung. In der Praxis ist diese Einstellung aber nur sehr schwierig vorzunehmen.
Der Leuchtenhersteller Busch und Müller z.B. bietet für Händler eine Einstelllehre für die eigenen Scheinwerfer an. Bei Scheinwerfern mit schrägen Frontflächen kann man nicht erkennen, ob der Scheinwerferkegel richtig ausgerichtet sein könnte oder ob er sich verstellt hat. Scheinwerfer sind leider nicht ein fester Teil des Rahmens und daher immer gefährdet, beschädigt zu werden oder sich zu verstellen.

Es gibt aber zahlreiche Veröffentlichungen, in denen der
Bundesverband des ADFC aber auch seine Gliederungen auf richtiges Licht
aufmerksam machen, zum Beispiel auf
www.adfc.de/technik/fahrradteile-und-zubehoer/beleuchtung/beleuchtung

Herbert Baur

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