Informationen aus dem Arbeitskreis

Fahrradfreundliches Lüdinghausen

20.01.12
Kategorie: Aktuelles, Presse

Präsentation der Karte



Diskussion zu Umlaufsperren



Blick in den Vortragssaal



Arbeitskreis Radverkehr


Bericht über eine Informationsveranstaltung am 19. Januar 2012 der ADFC-Ortsgruppe Lüdinghausen zu dem Thema „Fahrradfreundliches Lüdinghausen“ in der Burg Lüdinghausen.

Der Arbeitskreis Radverkehr des ADFC präsentierte im Kleinen Sitzungssaal der Burg Lüdinghausen seine Aktivitäten zu dem Thema „Fahrradfreundliches Lüdinghausen“. Der Einladung waren ca. 65  Lüdinghauser Radfahrer und Radfahrerinnen sowie Vertreter von Politik und Verwaltung gefolgt.

Seit einem Jahr besteht dieser Arbeitskreis und kann auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit  mit der Stadt Lüdinghausen zur Beseitigung von Radwegemängeln zurückblicken. Über die örtliche Presse wurde die Öffentlichkeit wiederholt über die Arbeit des Arbeitskreises Radverkehr informiert und um Mitarbeit gebeten.

Zunächst wurde das vom ADFC entwickeltes System zur Erfassung von Radwegemängeln vorgestellt und erläutert, wie jeder Bürger auf der Web-Seite des ADFC dem Arbeitskreis Radwegemängel melden kann.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde eine vom Arbeitskreis Radverkehr erstellte Übersichtskarte der Stadt Lüdinghausen mit sämtlichen Pollern- und Umlaufsperren präsentiert. Unterstützt durch anschauliche Fotos wurden die dort aufgezeigten Hindernisse  aus unterschiedlichen Blickwinkeln genauer betrachtet.

Im Anschluss diskutierte der Arbeitskreis mit allen Anwesenden Möglichkeiten zur Verbesserung des Radverkehrs in Lüdinghausen. Nicht zuletzt, um die Arbeit des Arbeitskreises noch bürgernäher fortzusetzen.
Die Diskussion zeigte, dass der ADFC in Lüdinghausen auf dem richtigen Weg ist.

Einigkeit bestand darüber, dass ältere Poller und Umlaufsperren eine Historie haben, die aber hinterfragt werden muss. Nicht jede frühere Entscheidung muss auch heute noch sinnvoll sein.
Nach Auffassung des Arbeitskreises sollten Poller nur aufgestellt werden, wenn eine Durchfahrt für den motorisierten Verkehr zwingend verhindert werden muss. Außerdem sollten sie so aufgestellt werden, dass sie den Radverkehr möglichst wenig behindern und gefährden.

Umlaufsperren sollten nach den Regeln der ERA 2010 (Grundlage für Planung & Betrieb von Radverkehrsanlagen) errichtet werden, und eine Durchfahrtsbreite von mindestens 1,5 m haben. Eine Überschneidung der Halbschranken ist zu vermeiden. Die Errichtung von Umlaufsperren ist auf unbedingt notwendige Fälle, z.B. bei fehlender Einsicht des motorisierten Verkehrs auf den Radweg zum Schutz der Radfahrer zu beschränken.

Kurzfristig wird der ADFC eine Prioritätenliste zu erforderlichen Änderungen bei brisanten Poller- und Umlaufsperren-Standorten erstellen und deren Änderung oder Beseitigung mit der Stadt Lüdinghausen abstimmen.

Ziel des ADFC für eine fahrradfreundliche Stadt Lüdinghausen ist die Errichtung von barrierefreien Haupt-Radwegen, die von den Wohngebieten in die Innenstadt und zu den Freizeitzentren und Schulen führen.

Es war ein gelungener Einstieg aber es bleibt noch viel zu tun.

Dieter Wucherer

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