Darstellung der ausgewählten Tour

Teil 3: Vom Weißen zum Schwarzen Bergbau

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Beschreibung

Bericht zur Entstehung eines Videos des WDR für die "Lokalzeit Münsterland"

Zeche Waltrop, Schlusspunkt der zweiten Etappe, war auch Startpunkt für den letzten Teil der Tour. Bevor die Gruppe aufsattelte, wurde die hier seit 2001 angesiedelte Firma Hase Bikes besucht. Seit 2008 werden Spezialräder, wie Tandems und Liegeräder, in einer neuen Fertigungshalle hergestellt.

Danach ging es weiter südlich der Stadt Waltrop in Richtung Leveringhauser Vogelteich. Dabei handelt es sich um ein Gewässer, das 1981 bei einer Bergsenkung entstanden ist. Es ist heute ein Naturschutzgebiet (NSG) und beherbergt mehr als 56 teils seltene Vogelarten, von denen neun auf der Roten Liste aussterbender Arten stehen. Auch 11 verschiedene Libellenarten wurden hier gezählt.
 
Der Weg führte weiter entlang des DEK Radwegs. Vor der Kanalbrücke  wurde ein Abstecher zur Bauernstube „Hof Niermann“ mit seinem schönen Biergarten, gemacht. Das Anwesen besteht bereits seit 1561 und hieß damals noch Hof Schöllmann. Der heutige Besitzer Jodokus Niermann hat sich auf den Direktverkauf  landwirtschaftlicher Produkte, insbesondere Erdbeeren und Spargel, spezialisiert. Obwohl das Bauernhofcafe am Drehtag des WDR-Videos geschlossen war, bot der Hof eine Unterstellmöglichkeit während eines heftigen Regenschauers.

Wieder zurück am DEK führte der Weg zum Historischen Schiffshebewerk Henrichenburg.
Das historische Bauwerk wurde 1899 von Kaiser Wilhelm II dem Verkehr übergeben und war bis 1969 in Betrieb. Dr. Arnulf Siebeneicker erklärte die geniale Konstruktion des Hebewerks sehr anschaulich uns spannend. Heute ist das Schiffshebewerk Teil des LWL Museums für Industriekultur.

Die Route führte weiter entlang der Emscher über Ickern, zu dem hier 2013 fertiggestellten Hochwasserrückhaltebecken. Das aus mehreren, jeweils ca. 30 Hektar großen Becken bestehende Bauwerk, bildet ein Dreieck mit den Autobahnen 2 und 45. Das Fassungsvermögen soll einmal bei fast 2 Mio. m³ liegen. Wenn es trocken ist, können Besucher dort eine grüne Landschaft erleben, wenn es regnet bilden sich kleine Seen in den Becken. Entlang des Emscher-Wegs konnte die Gruppe, diese neu gestaltete Landschaft  auf der Leetze entdecken.

In der Alten Kolonie in Mengede radelte die Radgruppe vorbei an Bergwerks- Siedlungshäusern und dann weiter zum Schloss Bodelschwingh. Das schöne Renaissanceschloss, das auf Eichenholzpfählen gegründet ist, stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Der gotische Kernbereich wird aber bereits auf das 13. Jahrhundert datiert.  Das Schloss ist Privatbesitz des Freiherrn zu Inn und Knyphausen und kann nur von Außen besichtigt werden.

Der Weg führte weiter stetig bergan zu einem schönen Aussichtspunkt auf die Stadt Dortmund. Bergab ging es über eine Schotterstrecke am Waldrand entlang und gleich wieder mit einem weiteren Anstieg in Richtung Zeche Zollern.

Auf dem Weg dorthin bietet sich eine Rundfahrt durch die alte Zechenkolonie „Landwehr“ mit seinen erhaltenen Wohnhäusern der Bergmannsbelegschaft an.

Über eine wunderschöne Allee wird das Ziel der letzten Etappe die Zeche Zollern erreicht. Sie wird wegen der prächtigen Gebäude auch „Schloss der Arbeit“ genannt wird. Der Elektrosteiger im Ruhestand, Emil Diebel, erzählte  von der Geschichte der ca. 450 m tiefen Schachtanlage. Die Zeche arbeitete nur kurze Zeit, von 1898 bis 1902 mit voller Leistung, danach ging es in den 20er Jahren bergab. Nach dem 2.Weltkrieg wurde die Zeche reaktiviert, aber schon 1966 endgültig geschlossen. Seit 1981 beherbergen die wunderschön restaurierten Gebäude das LWL Museum für Industriekultur.

Im ehemaligen Pferdestall ist heute das gleichnamige Restaurant untergebracht. Hier wurde der erfolgreiche Abschluss der Tour bei einem Glas Bier und deftigem Essen gefeiert.

Weitere Informationen

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Hier finden Sie die Karte der Tour. Die Ladezeit kann etwas größer sein.

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Höhenprofil der Tour

 

Toureigenschaften

Routenlänge:
34 km
Höhenmeter:
313 m auf, 257 m ab.
Richtungsempfehlung:

Von der Zeche Waltrop zur Zeche Zollern

Oberfläche:
Asphalt
Feld- und Waldwege
Schotter / Unbefestigt
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Steigung:
hügelig
Umfeld:
Flussradweg
Industriekultur
Stadt
Wald
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr
Zielgruppe:
Kulturtour

An- und Abreise

Benötigen Sie Fahrräder für Ihre Tour? Diese finden Sie in der Fahrrad-Station Burg Lüdinghausen.

Weitere Einstiegspunkte

Tour-Impressionen

Start bei Regen

Welches Fahrrad ist jetzt für den Moderator das Richtige?

Produktion in der Fa. Hase

Levinghäuser Vogelteich

Schiffshebewerk Henrichenburg

Schiffshebewerk 

Emscher-Sperrwerk Dortmund Ickern

Hochwasser-Rückhaltebecken

Zeche Zollern

Förderturm Zeche Zollern

Maschinenhalle Zeche Zollern

Regenbogen über Zollern

Restaurant Pferdestall

Ansprechpartner

Herbert Baur, Wilhelm Beckmann

Zuständiger Verein

Stand: 03.04.2016, 11:38 Uhr

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