Ausgewählter aktueller Beitrag

Radentscheide suchen nach Lösungen im Umgang mit der Corona-Krise

15.04.20
Kategorie: Aktuelles, Kreisverbände, Verkehr, Verkehrspolitik

Quelle: ADFC NRW


Die aktuell geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen stellen die Radentscheide in NRW vor große Herausforderungen: Unterschriftensammlungen auf der Straße können nicht durchgeführt werden und auch die bedeutenden Unterstützertreffen sowie öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, bei denen sonst zahlreiche Unterschriften gesammelt werden, müssen ausfallen.

Bielefeld: Unterschriftensammlung vorzeitig beendet
Der Radentscheid Bielefeld hat seine am 10. Juli 2019 gestartete Unterschriftensammlung aufgrund der Coronakrise am 11. April 2020 vorzeitig beendet. Am 23. April 2020 werden die Unterschriften an den Bürgermeister übergeben. Die Aktiven hatten gehofft, in einem Endspurt – unter anderem durch die Kidical Mass – viele weitere Unterschriften zu sammeln. Die Kidical Mass musste jedoch abgesagt werden. Trotzdem sind die Organisatoren zufrieden und versuchen nun, das Beste daraus zu machen. Da auch die persönlichen Treffen der Unterstützer des Radentscheids nicht mehr stattfinden können, werden verschiedene Wege der Online-Kommunikation verwendet.

Marl: Kontaktlose Sammlung von Unterschriften

Der Radentscheid Marl war mit etwa 80 Sammler*innen und 26 Sammelstellen gut vorbereitet auf den Start der Sammlung. Daher entschieden sich die Organisatoren, die Sammlung trotz Corona stattfinden zu lassen, jedoch in einer gänzlich anderen Form als geplant. Anstatt die Menschen direkt auf der Straße anzusprechen und unterschreiben zu lassen, wird die Öffentlichkeit vor allem über die sozialen Medien zum Mitmachen bewegt. Die Unterschriftenlisten können auf der Internetseite URL ergänzen heruntergeladen und per Post zurückgeschickt werden. Alternativ können sie in einem von mehreren Briefkästen geschmissen werden, die durch Unterstützer*innen als Einwurfstellen zur Verfügung gestellt werden. Auch diese sind auf der Webseite abrufbar.

Bonn: Auftakt mit vielen Sicherheitsmaßnahmen

Ebenso wie in Marl hat auch der Radentscheid Bonn seine Unterschriftensammlung trotz der Pandemie gestartet. Am 02. Mai fand eine kleine Auftaktveranstaltung unter besonderen Vorkehrungen am Münsterplatz statt. Die Sammlung soll jedoch auch in Bonn überwiegend über herunterladbare Unterschriftenlisten erfolgen. Diese können an verschiedenen Sammelstellen abgegeben oder per Post zurückgeschickt werden. Um das notwendige Quorum von 10.000 Unterschriften zu erreichen, hofft der Radentscheid auf die Verbreitung der Informationen über soziale Netzwerke sowie klassische Medien.

Essen: Unterschriftensammlung vorerst verschoben
Die Radentscheide Bonn und Essen haben den Beginn der Unterschriftensammlung verschoben. In Bonn war die Auftaktveranstaltung für den 21. März 2020 geplant, diese musste jedoch wegen Corona abgesagt werden. Wann und wie die Unterschriftensammlung stattfinden wird, ist noch nicht bekannt. Der Radentscheid Essen wartet demgegenüber noch auf die Kostenschätzung der Stadt, welche sich verzögert. Die Organisatoren befinden sich momentan in Abstimmung darüber, wie die Unterschriftensammlung ablaufen kann. Mit dem Radentscheid Essen haben wir ein kurzes Interview über die aktuellen Herausforderungen durchgeführt. Dieses ist hier abrufbar.

Detmold: Schriftliche Einreichung zur Prüfung
Der Radentscheid Detmold hat den Radentscheid schriftlich zur Prüfung und Kostenschätzung bei dem Bürgermeister eingereicht. Die persönliche Übergabe konnte leider nicht stattfinden. Trotz abgesagter Veranstaltungen und zusätzlichem Aufwand sieht Birgit Reher, Mitorganisatorin auch etwas Positives in der Situation: „Wir sind uns alle einig, dass es im Moment sehr entspannt zum Radfahren ist […], hoffentlich erinnern sich die Menschen nach der Krise noch daran und machen weiter.“

Hier finden Sie eine Übersicht aller Radentscheide in NRW

 

 


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