Aktuelles aus der Ortsgruppe Lüdinghausen

"Schlösser des Adels und der Arbeit“

02.05.15
Kategorie: Rad in den Medien

Halt an der Burg Vischering in Lüdinghausen



Tour-Start "Alte Post" in Drensteinfurt



Picknick auf dem Floß in der Steveraue



"Schloss der Arbeit" Zeche Zollern



Abschluss in der Zeche Zollern


Eine Radtour des ADFC Lüdinghausen mit dem WDR "Vom weißen zum schwarzen Bergbau"

Bereits im Juni letzten Jahres drehte der Westdeutsche Rundfunk mit dem ADFC Lüdinghausen eine mit der Kamera begleitete Radtour vom Münsterland ins Ruhrgebiet. An den drei Drehtagen lernte die Lüdinghauser Radgruppe, wie es vor und hinter der Kamera zugeht.

Das Video wurde am 1. Mai 2015 unter dem Titel "Von Schlösser des Adels zu Schlössern der Arbeit - Eine Radtour vom weißen zum schwarzen Bergbau" im WDR Fernsehen ausgestrahlt.

Das Video der Tour ist in der Mediathek des WDR leider nicht mehr abrufbar.

Der sehenswerte  Bericht zeigt den Start der Reise in Drensteinfurt, mit seinem historischen Strontianit Bergbau. Das sogenannte „Weiße Gold“ löste von 1870 bis 1900 im südlichen Münsterland eine regelrechte Goldgräberstimmung aus. Strontianit wurde damals zur wirtschaftlichen Zuckerherstellung benötigt.

Von dort führt der Film durch die südmünsterländische Parklandschaft mit seinen guten Radwegen, über Ascheberg zur Alpaka-Zucht der Familie Näsemann in Aldenhövel. Hier erfährt die Gruppe Interessantes zur Aufzucht dieser Tiere.

Ausführlich berichtet die Reportage auch über die drei Lüdinghauser Wasserburgen und die  Geschichte des Lambert van Oer, dem Ritter mit dem eisernen Halsband. An der Burg Lüdinghausen wird die frisch restaurierte, steinerne Preistafel  aus dem Mittelalter vorgestellt. Im Gasthof Kastanienbaum, mit seinem schönen Biergarten, wird dann das Fazit des ersten Drehtages gezogen.

Von der Fahrradstation in der Burg Lüdinghausen, führt die Tour durch den historischen Ortskern von Lüdinghausen. Entlang der Stever wird der Hof Grube erreicht, ein Vierständer-Bauernhaus aus dem Jahre 1517. Der heutige Besitzer des Hauses berichtet über die Geschichte und die aufwändige Restaurierung seines Baudenkmals. Die renaturierte Steveraue Olfen mit ihren freilebenden Tieren, gehört zu den Highlights des Films und wird mit einer Floßfahrt auf der Stever erkundet.

An der Alten Fahrt des Kanals geht es zur ehemaligen Zeche Waltrop mit der historischen Maschinenhalle und der Manufactum Ausstellung. Hier in der Lohnhalle wird die zweite Etappe mit einer leckeren „slow-foot“ Mahlzeit abgeschlossen.

Strömender Regen hält das Team am dritten Drehtag aber nicht vom Weiterradeln ab. An einer Unterstellmöglichkeit beim leider geschlossenen Bauernladen Hof Niermann, wird der Regen mit leckerem, mitgebrachtem Kuchen abgewartet.

Vorbei am Leveringhäuser Teich, einem Bergsenkungssee, an dem seltene Vogel- und Libellenarten leben, erreicht man das Schiffshebewerk Henrichenburg. Hier wurden zur Kaiserzeit Frachtschiffe mit Kohle und Stahl, auf das Niveau der Kanäle um 14 Meter in die Höhe gehoben oder abgesenkt.

Entlang der Emscher wird die Fahrt durch eine typische Zechensiedlung gezeigt. Der zur Zeit des Kohlebergbaus als Abwasserkanal umfunktionierte Fluss wird heute in Teilbereichen wieder renaturiert. Vorbei am Schloss Bodelschwingh wird das Ziel, die  Zeche Zollern im Dortmunder Süden, erreicht. Die auch als „Schloss der Arbeit“ bezeichnete Zeche des „schwarzen Bergbaus“ beherbergt heute ein sehenswertes Museum.

Einzelheiten zu den Touren mit Radkarten und Tracks zum Nachradeln sind auf unserer Seite Radtouristik-Angebote verzeichnet.

Ein privater Mitschnitt der Fernsehsendung kann auf Anfrage ausgeliehen werden.

 

 

Herbert Baur

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