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Radreisebericht "Rund um Afrika"

21.02.19
Kategorie: Lüdinghausen, Radreisen, Presse

In Ghana



Die Reiseroute



Durch Marokko



In Gahna



In Mosambik



Durch Namibia



Am Äquator


Bildervortrag am 21. Feb. 2019, 19:00 Uhr im Steverbetthotel in Lüdinghausen

Rund um Afrika als Frau alleine mit dem Fahrrad über 43.628 Kilometer in 2 Jahren durch 33 Länder

Live Bildervortrag von Dorothee Fleck

Der Vortrag findet am 21. Feb. 2019, 19:00 Uhr im Steverbetthotel in Lüdinghausen im Eventraum B26 statt.

Der Eintritt ist frei. Am Schluss des Vortrages wird um eine Spende gebeten.

„Das geht doch gar nicht“ bis „Das ist doch purer Selbstmord“. Ich wusste auch nicht, ob es geht, aber wenigstens versuchen wollte ich es, da ich mehr über diesen Kontinent, den Leuten und Kulturen lernen wollte.
Am 14. Dezember ging es endlich los. Zum “Warmradeln” bin ich ganz geruhsam die schönen Radwege am Doubs und Rhone entlang ans Mittelmeer. Schön der Küste entlang ging es nach Spanien und mit der Fähre nach Marokko.
Und jetzt? Einfach mal losradeln. Afrika kann man nicht planen. Das kam mir sehr gelegen. ich musste mich ständig auf dem Laufenden halten, wie die Situationen sind, wo ich das Visum bekomme, wo gerade die Anschläge sind, wo wieder eine Epedemi ausbrach oder vorbei war... so wurde es mir nie langweilig, es blieb immer spannend.
Der Anfang war noch relativ harmlos: Marokko, Mauretanien, Senegal. Nach Mali wollten sie mich zuerst Mangels Visum nicht hinein lassen. Also wieder 900 Kilometer zurück nach Dakar.
Wegen den wesentlich angenehmeren Temperaturen blieb ich dann an der Küste. In Guinea musste ich dann umdisponieren und doch nach Mali. Diesmal habe ich mir aber wohlweislich ein Visum vorher besorgt.
Über Burkina Faso fuhr ich nach Ghana und zurück ans Meer. Nachdem ich dieses nach 800 Kilometer im Gegenwind erreicht hatte, der Wind kommt meistens vom Meer, blieb ich lieber an der Küste. Deswegen waren die Wege durch die schmalen Länder Togo und Benin kurz und harmlos. Aber dann: Nigeria. Warum sind eigentlich die unangenehmen Länder immer am größten, wo man dann richtig viel Strecke zurück legen muss.
An der Grenze wollte mir der Beamte mir mein Drei-Monatsvisum auf sieben Tage kürzen. Ich wollte wirklich nicht lange in dem Land bleiben, wo im Norden Boko-Haram tobt und im Nigerdelta Anschläge auf die Ölplattformen sind. Aber dass sieben Tage nicht reichten, war mir gleich klar. Nachdem ich mich dann richtig gezwungen hatte, nett zu dem Herrn zu sein, bekam ich 28 Tage und musste dann auch noch dankbar dafür sein.
Wie ich weiter fahre, wusste ich selbst noch nicht. Ich musste flexibel sein. Und so kam ein Land nach dem anderen, durch Schnee im Atlasgebirge, und Sand in Angola, Elefanten und Zebras kreuzten den Weg, die Skorpione versteckten sich unter dem Zelt.
Entlang der Westküste ging es bis nach Südafrika, und entlang der Ostküste wieder zurück.
Nach 33 afrikanischen Ländern, 43.628 Kilometern, zwei Jahren und zwei Wochen war ich  wohlbehalten zurück.
Wieder hatte ich spannende und lehrreiche Erlebnisse, über die ich bei dem Vortrag berichten möchte.

Dorothee Fleck

Flyer zum Vortrag


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