Aktuelles aus der Ortsgruppe Lüdinghausen

ADFC Lüdinghausen auf dem AGFS-Kongress in Essen

01.03.13
Kategorie: Lüdinghausen, Verkehrsplanung, Presse

Abstellanlage "AGFS"



Felgenkneifer in Lüdinghausen



ADFC-Änderungsvorschlag Umlaufsperre


Der ADFC Lüdinghausen fordert seit langem eine Mitgliedschaft der Stadt Lüdinghausen in der AGFS.

Die ADFC-Ortsgruppe Lüdinghausen war am 28.02.2013 auf dem Kongress der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS) vertreten. Auf dem Kongress wurden Themen der Nahmobilität zum Fußgänger- und Fahrradverkehr erörtert.

Die AGFS setzt sich seit nunmehr 20 Jahren für alle Belange der Nahmobilität ein. Sie hat sich dem Ziel einer „neuen“ Verkehrsinfrastruktur verschrieben. Hier wird ein Nebeneinander von zu Fuß gehen und Radfahren durch eine einladende Gestaltung der Fuß- und Radwege aufgewertet und ausreichend Raum neben dem motorisierten Verkehr bereitgestellt. Die Steigerung dieser „bewegungsaktivierten“ Nahmobilität fördert darüber hinaus Gesundheit und Klimaschutz.

Die AGFS ist Taktgeber in Sachen Nahmobilitätsförderung und findet über NRW hinaus viel Beachtung in Deutschland und im benachbarten Ausland. Der Erfolg der AGFS zeichnet sich durch stetig wachsende Mitgliederzahlen aus.

Im gerade veröffentlichten Fahrradklimatest zeigte sich auch, dass alle Städte auf den vorderen Plätzen in NRW Mitglieder in der AGFS sind.

Eine Mitgliedschaft bietet viele Vorteile. Praxisnahe Erfolge zeigen sich an einfachen Beispielen wie Fahrradabstellanlagen. Diese bestehen in Lüdinghausen noch fast immer aus den berüchtigten Felgenkneifern, die häufig zu einer „Acht“ im Vorderrad führen, oder sind erst gar nicht vorhanden. Ein kostengünstiges, städtebaulich ansprechendes Beispiel aus einer AGFS-Stadt zeigt das beigefügte Bild.

Besondere Vorteile einer Mitgliedschaft in der AGFS liegen in einem vereinfachten Zugang zu Ideen und Konzepten für eine fußgänger- und fahrradfreundliche städtische Infrastruktur und im Zugriff auf verfügbare Fördertöpfe aus dem Aktionsplan Nahmobilität in NRW.
Der ADFC fragt nun, wann auch Lüdinghausen dieser erfolgreichen Arbeitsgemeinschaft beitritt.

Der ADFC hat in letzter Zeit eine Reihe von Vorschlägen für ein fahrradfreundlicheres Lüdinghausen veröffentlicht, die hier auf der Seite „Radverkehr“ dokumentiert sind. Eine Umsetzung erfolgt aus Sicht des ADFC jedoch nicht immer zeitnah. Der ADFC wünscht sich daher einen Ansprechpartner in der Stadtverwaltung mit einem zielgerichteten Blick und know how zur Förderung der Nahmobilität, die auch den boomenden Radtourismus für Lüdinghausen stärkt, damit Lüdinghausen den Anschluss an andere Städte im Münsterland nicht verliert.

W. Beckmann

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