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Venedig Hollands (Giethoorn) und umliegende Naturschutzgebiete

19.09.19
Kategorie: Aktuelles






Am 28.08.2019 machten sich 26 Radler/innen auf den Weg in das benachbarte Holland, um bei einer 5-Tagestour das auch als „Venedig Hollands“ bezeichnete Giethoorn und die umliegenden Naturschutzgebiete zu erkunden. Die kombinierte Radbus-/Radreise war in zwei landschaftlich unterschiedliche Teile aufgeteilt.

Die ersten 2 ½ Tage standen unter dem Motto „Wasserwelten in der Provinz Overijssel“, die letzten 2 ½ Tage unter dem Motto „Feuchtwiesen, Heide, Flugsanddünen und Wald in der Provinz Drenthe“.

 Frühmorgens ging es mit dem Rad Bus nach Zwolle, wo die Radtour startete.

Nach einer kurzen Rundfahrt durch das Zentrum der Hanse- und Festungsstadt, vorbei an zahlreichen historischen Bauwerken, machten wir Halt in einer ehemaligen Kirche, in der nun ein Café und ein Buchgeschäft integriert sind.   

Danach startete dann aber auch die eigentliche Radtour bei herrlichstem Sonnenschein. Der Weg führte uns auf den in Holland beliebten Fietspads durch die Auen entlang des Zwarten Waters bis zur Vechtemündung. Dort wurden wir mit einer kleinen Handfähre übergesetzt. Weiter am Zwarten Water entlang fuhren wir durch Hasselt, einem kleinen Hansestädtchen, nach Giethoorn, dem auch hierzulande bekannten „Venedig Hollands“. Bei einer
2-stündigen Bootsrundfahrt durch die Grachten, vorbei an den nur vom Wasser aus erreichbaren Häusern, erhielten die Teilnehmer einen Eindruck von Giethoorn und dem angrenzenden Naturschutzgebiet. Nachdem wir die letzten 12 km per Rad an diesem Tag mit Bravour gemeistert hatten, erreichten wir unsere erste Unterkunft in Steenwijk.

Am zweiten Tag stand eine Rundfahrt durch das Naturschutzgebiet De Wieden Werriben, Europas größtes Feucht- und Sumpfgebiet, auf dem Programm. Highlights waren neben den Fietspads entlang ungezählter Grachten  der Besuch der bekannten kleinen Hafenstadt Blokzijl. Mit unserer lokalen Stadtführerin  erkundeten wir die historische Stadt. Weiter ging es dann über die Fähre in Jonen nach Giethoorn-Nord zurück ins Hotel in Steenwijk.

Der dritte Tag war eine Übergangsfahrt. Wir wechselten von der Wasserwelt mit den Wald-, Heide- und Feuchtwiesen auch die Provinzen Overijssel und Drenthe und das Hotel.

Vormittags führte uns unser Weg entlang von Kanälen an alten Wassermühlen und Grachten vorbei, wo wir an schönen, am Wasser gelegenen Restaurationen, Pausen einlegten. Nachmittags wechselte n wir dann in Sand- und Heidegebiete mit Stopp an einem der größten von 54 sogenannten Hünengräbern,  die es in der Provinz Drenthe gibt.  Endziel war heute das Hotel de Borken in Dwingeloo.

Der vierte Tag begann mit einer Rundfahrt über einen Waldfietspad, bevor es Richtung Naturschutzgebiet Dwingelderveld (Westeuropas größtem zusammenhängendem Heide- und Feuchtgebiet) ging. Stopps wurden eingelegt in einer alten Poststation und einem beschaulich gelegenen Tuincafé mit angrenzender großen Gartenanlage sowie danach in einer Radioteleskopanlage.

Der letzte Tag war dem im Jahr 2000 unter Naturschutz gestellten Gebiet Drents-Friese Wold gewidmet, welches nach Hoge Veluwe das zweitgrößte Wald-, Flugsand- und Heide-Gebiet der Niederlande ist. Hier war „Fietsen“ durch den Wald angesagt. Auf schmalen , aber gut befahrbaren, Fiedspads ging es kurvenreich durch den Wald. Nach der Mittagsrast gab es noch ein Highlight mit der Fahrt durch ein größeres Flugsanddünen- und Heidegebiet.Von dort aus fuhren wir zurück zum Hotel, von wo es dann am Spätnachmittag mit dem Radbus wieder Richtung Heimat ging.

Auch weil der Wettergott uns hold war, waren es für alle Teilnehmer 5 schöne Tage.

Dieter Guder

Dieter Guder

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