Gewählter Aktueller Beitrag aus den Ortsgruppen

Tourenleiter Überraschungstour 2019

25.09.19
Kategorie: Aktuelles, Presse, Radtouren

Rosen am Kloster Gerleve



Rast



An den Düvelsteenen



Schloss Velen



Am Glockengießermuseum die Damen



Am Glockengießermuseum die Herren



Heinz Reuter zur Geschichte von Schloss Varlar



Kloster Gerleve



Eine späte Hummel


Tour der Tourenleiter und Aktive des ADFC Lüdinghausen am 31.08.-01.09.2019

Erwartungsvoll hatten sich am Samstag morgen um 8.30 Uhr insgesamt 14 Radfahrer*innen mit ihren Rädern am Marktbrunnen in Lüdinghausen versammelt, um die von Norbert Beisenkroll und Heinz Reuter geleitete Tourenleiter Überraschungstour zu starten. Bei dieser speziell für die Aktiven des ADFC Lüdinghausen geplanten Fahrradtour war den Teilnehmern nur die Streckenlänge von 70 km bekannt und so blieben alle während der Tour über das Ziel im Ungewissen, zumal das Ziel nicht geradlinig, sondern mit einigen Schleifen angesteuert wurde. Erst 30 Minuten vor unserer Ankunft wurde dann Velen als Ziel erkannt.

Nach unserm Start am Marktbrunnen fuhren wir über die Teichsmühle in Dülmen am Heubach entlang nach Hausdülmen, wo wir eine erste Pause einlegten. Entlang der Fischteiche und des Boombaches ging es dann weiter Richtung Klein-Reken. Schon lange vor Erreichen des Ortes fielen uns die vielen Gemüsefelder auf, auf denen Vertragslandwirte die unterschiedlichsten Gemüsesorten für die Tiefkühlkostfabrik der Firma Iglo anbauten.  Im Außenbereich von Klein-Reken legten wir dann bei einer Bankgruppe unsere Mittagspause ein. Dabei konnten wir die tolle Aussicht auf das Dorf und das Iglo Werk genießen.
Da das Wetter recht warm war, waren wir über die wunderschönen, schattigen und zudem noch kaum befahrenen Waldwege Richtung  Heiden dankbar. Hier konnten wir uns dann in einem Cafe und in einer Eisdiele erfrischen.
Unser nächstes Ziel waren die Düwelsteene. Heinz Reuter stellte uns das etwa 5000 Jahre alte neolithische Großsteingrab sowie die damaligen geografischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten vor. Alle Beteiligten zeigten großen Respekt vor der gewaltigen Leistung der jungsteinzeitlichen in Großverbänden lebenden Bauern- und Viehzüchtersippen, die saaleeiszeitlichen, bis zu 7 Tonnen schweren Findlinge zur Baustelle zu schleppen und sie dann zu dem ca. 11,5 m langen und 1,7 m breiten Ganggrab aufzuschichten, wobei sie nur Hebel und ihre Muskelkraft einsetzen konnten.
Der artesische Brunnen zwischen Heiden und Velen war unser nächstes Ziel. Erst nachdem eine große Eltern- Kindergruppe den Platz geräumt hatte konnten einige Teilnehmer sich persönlich von der erfrischenden Wirkung des Wassertretbeckens überzeugen.
Die letzten Kilometer bis Velen waren dann auch schnell erradelt und nach einem kurzen Abstecher in den Schlosspark erreichten wir unser Hotel „Zum Tiergarten“ nach genau 70 km.
Für den Heimweg hatten sich Norbert Beisenkroll und Heinz Reuter natürlich einen anderen Weg ausgedacht. Der führte schon nach 10 km Fahrt zur ersten Pause im Glockenmuseum Gescher. Auf dem Außengelände luden die dort aufgestellten großen Glocken zum rege genutzten Fotoshooting ein. Das Museum zeigt die Entwicklung, Herstellung und Gebrauch von unterschiedlichsten Glocken, von denen wir mit großem Spaß eine ganze Reihe selbst läuten konnten. Besonders faszinierend fanden die meisten von uns den Film über den Guss einer großen Glocke.  
Schloss Varlar bei Osterwick war unser nächstes Ziel. Hier konnten wir allerdings nur einen Blick vom Außengelände auf das Schloss werfen. Anfang des 12. Jahrhunderts hatte Gottfried von Cappenberg hatte das adelige Prämonstratensestift gegründet, das 1803 durch die Säkularisation aufgehoben wurde. Die Fürsten von Salm-Horstmar erhielten es als Ausgleich für ihre verloren gegangenen linksrheinischen Güter. Nach Abriss der Klosterkirche und einer weiterer Gebäude wurden die restlichen Gebäudeteile für die Fürstenfamilie umgebaut, die das Schloss auch heute noch als Wohnsitz nutzt.
Im Cafe des Benediktinerklosters Gerleve konnten wir uns am Nachmittag dann bei Kaffee und Kuchen stärken. Das war auch angebracht, denn zuvor mussten wir erst noch den Anstieg des Coesfelder Berges überwinden. Anschließend besichtigten wir noch die Klosterkirche, wobei wir Einiges über die Architektur der Kirche sowie über die Geschichte des Klosters erfuhren.
Über kaum befahrene Nebenwege streiften wir Nottuln und fuhren dann über Buldern nach Lüdinghausen zurück. Nach exakt 70 km waren wir wieder zuhause.

Fazit:
Die insgesamt 140 km lange Tour führte, bis auf die Steigungen im Bereich Reken und Coesfeld – Nottuln,  über überwiegend flaches Gelände. Die in der Regel nur wenig befahrenen Wege waren überwiegend befestigt und daher auch für Regen geeignet. Die abwechslungsreiche Landschaft bietet immer wieder interessante Ausblicke und Objekte und ist daher zum Nachradeln nur zu empfehlen.

Der Track zur Tour kann hier abgerufen werden: Überraschungstour 2019

Heinz Reuter

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