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Sind E- Bike Akkus gefährlich?

11.11.20
Kategorie: Aktuelles, Technik

In den letzten Tagen hat die Pressemeldung aufgeschreckt, dass ein explodierender Fahrrad Akku eine ganze Wohnung zerstört hat.

Da fragt man sich sofort, ob das mit dem Akku des eigenen Rades auch passieren könnte und welche Vorsorge getroffen werden kann. Der ADFC gibt dazu auf seiner Webseite ein paar Hinweise:  https://www.adfc.de/artikel/akku-pflege-und-nutzung

Ob ein Akku gefährlich ist muss man wohl mit Ja und Nein beantworten. Einerseits bedeutet eine höhere Energiedichte auch ein erhöhtes Gefahrenpotenzial, andererseits lassen sich die Risiken durch die heutige, hochwertige Bauweise, sorgfältige Fertigung sowie durch einen sachgerechten Umgang nahezu ausschließen. Vergleichbar ist dieses etwa mit dem Kraftstofftank im Auto oder dem Gasanschluss für den Küchenherd.

Unsachgemäßer Umgang, hohe Temperaturen, mechanische Einwirkungen oder falsche Ladegeräte können beim Umgang mit dem Akku aber gefährlich werden.

Jede Betriebsanleitung weist darauf hin, dass ausschließlich das zugehörige Ladegerät zum Laden des Akkus benutzt werden darf und das hat seinen Grund. Die dort eingebaute Steuerelektronik schützt den Akku nämlich vor Überladung. Die Betriebsanleitung weist auch darauf hin, dass der Ladevorgang nur im Trockenen und bei den angegebenen Temperaturen stattfinden darf. Diese liegen üblicherweise zwischen 0 und 40 Grad Celsius.

Der Akku sollte, insbesondere beim Laden, nie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und auch nicht auf eine Heizung oder im Auto auf die Hutablage gelegt werden.

„Laden Sie den Akku nicht in der Nähe von brennbaren Materialien auf. Auch sollten Akkus nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt geladen werden“ sagt der ADFC auf seiner Webseite..

Auch wer im Herbst und Winter von der Radtour heimkehrt, sollte den Akku nicht direkt ans Ladegerät anschließen, denn ein eiskalter Akku könnte Schaden nehmen. Teilladungen verlängern dagegen die Lebensdauer von Lithium-Ionen-, Lithium- Polymer- und Nickel Metallhydrid-Akkus.

Es ist schnell passiert, dass ein Akku beim Hantieren mal herunterfällt. Hier ist Vorsicht geboten. Mechanisch beschädigte Akkus dürfen keinesfalls noch benutzt werden.

„Bringen Sie den beschädigten Akku zum Händler und informieren Sie ihn über den Vorfall. Öffnen Sie den Akku in keinem Fall selbst!  Defekte Akkus dürfen Sie auch nicht mit der Post versenden, denn da besteht wirklich ein erhöhtes Risiko“, sagt Manfred Piotrowski vom ADFC Lüdinghausen. Auch die Entsorgung eines verbrauchten Akkus muss ausschließlich über die örtlichen Fahrradhändler erfolgen, die bei Technik- Problemen auch mit Rat und Tat weiterhelfen.

Herbert Baur

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