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Pedelecs - Infrastruktur fehlt

23.07.18
Kategorie: Aktuelles, Presse, Rad in den Medien

Leserbrief zu Presseartikeln in den Westfälische Nachrichten vom 23.07.2018

Hier die Artikel auf der Hauptseite und unter Hintergrund in der Ausgabe der Westfälische Nachrichten (WN) vom 23.07.2018, auf die sich der Leserbrief bezieht.

Hier der Leserbrief  zum Presseartikel veröffentlicht in der Ausgabe der WN vom 26.07.2018

Hier der an die Presse gegebene Originaltext:

NRW-Innenminister Reul will die E-Bike-Fahrer, er meint wahrscheinlich Pedelec-Fahrer, mit Helmpflicht, Haftpflichtversicherung und weiterem zügeln.
Das Pedelec erfreut sich großer Beliebtheit und zunehmender Verbreitung. Es ermöglicht vielen Radfahrern neue, weiter reichende Mobilität, Berufstätigen eine Alternative beim Pendeln zum Arbeitsplatz, Müttern, die Kinder transportieren, eine Hilfe. Es schafft neue Möglichkeiten für Radtouristen. Und das mit geringem Bruchteil der elektrischen Energie, die ein E-Auto erfordert.
Durch die Anzahl von Pedelecs steigt auch deren Anteil an Unfällen. Bei dem Minister vermisst man Hinweise darauf, dass unsere Radverkehrsinfrastruktur dem steigenden Radverkehr nicht mehr gerecht wird. Wir haben häufig nur Flickwerke mit Minimalstandard als Nebenprodukt bei der Schaffung von Autoverkehrswegen. In den Niederlanden finden wir Radwegenetze, die so angelegt sind, dass hier auch schnelle (45er) Pedelcs, die Verwandten des Bromfiets, mit nutzen können. Der Minister sollte von Verkehrsplanern und Hochschuldozenten dieses Faches ein Praktikum in den Niederlanden verlangen. Aber vielleicht liegt es auch nicht an diesen, sondern an den Politikern. 

Lothar Kostrzewa-Kock

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