Gewählter Aktueller Beitrag aus den Ortsgruppen

In der grünen Schatzkammer der Niederlande

01.09.18
Kategorie: Aktuelles, Presse, Radreisen

Am höchsten Punkt der Tour im Veluwezoom



Denkmal im Otterlose Zand



Informationen zum Denkmal vom Tour-Guide



Das Jachthuis Sint Hubertus vom Teich gesehen



Innenhof des Jachthuis Sint Hubertus



Feuerwachtturm im Veluwezoom



Blick vom Wachtturm



Radfahrerin vor dem Paviljoen De Posbank


Zweitägige ADFC Radtour in "De Hoge Veluwe"

Das war eine tolle Radtour, die die beiden Tourenleiter Lux van der Zee und Wilhelm Beckmann vom ADFC Lüdinghausen da ausgearbeitet hatten. Mit einer Gruppe von 20 Radlerinnen und Radlern ging es zwei Tage zum Natur-Nationalpark De Hoge Veluwe. Der liegt zwischen Arnheim und Apeldoorn in den Niederlanden, mit dem Auto nur ca. zwei Stunden Fahrt entfernt.

Mit einem Radanhänger und 5 Pkw ging es am frühen Morgen zunächst zu einem schönen Hotel am Rande des Naturparks, und von dort aus sofort auf die Räder, um die südlichen Bereiche des Parks zu erkunden.
Schon bei der Anfahrt merkten die Teilnehmer, dass man hier im Mutterland der Radfahrer unterwegs war. Ausgezeichnete, ebene Radwege ohne Schlaglöcher, Vorrangschaltungen für Räder an Ampelkreuzungen und gemeinsame Verkehrsflächen Innerorts und auf Landstraßen. Davon kann man bei uns als leidenschaftlicher Radfahrer nur träumen.

Der 54 km² große Nationalpark ist wirklich sehenswert, denn er verbindet Natur und Kultur auf besondere Weise. Das Ehepaar Kröller-Müller hatte den Park Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, ursprünglich als Jagdgebiet. Helene Kröller-Müller sammelte schon damals zeitgenössische Kunst und hegte den Traum, die vielen Kunstwerke von Van Gogh, Picasso, Mondiaan und vielen anderen der Öffentlichkeit in einem Museum zugänglich zu machen. Im Jahr 1935 geriet das Paar in finanzielle Schwierigkeiten und übergab der Park und auch die Kunstsammlung an den niederländischen Staat. Das Kröller-Müller Museum befindet sich mit seinem großen Skulpturenpark nahezu mitten in der ausgedehnten Heide und Waldlandschaft. Besucher der Hoge Veluwe, die über kein eigenes Rad verfügen, stehen über 1800 weiße Fahrräder zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung.

Nach der ausgedehnten Museumsbesichtigung führte ein Natur-Guide die Gruppe am Nachmittag durch den nördlichen Teil des Parks. Wälder und Sandflächen, Teiche, ein Denkmal aus dem Burenkrieg und das Jagdhaus Saint Hubertus der Familie Kröller-Müller waren hier die Höhepunkte.

Am Abend konnte die Gruppe im Hotel-Restaurant ein leckeres Abendessen in drei Gängen genießen und den Abend bei Gesprächen und Getränken ausklingen lassen.

Am zweiten Tag wurden die hügeligen Waldgebiete des Naturparks Veluwezoom erkundet und ein Feuerwachturm auf dem höchsten Berg der Region mit 120 m Höhe bestiegen. Weiter ging es vorbei am Parkrestaurant De Posbank, einem modernen Gebäude in einer Glas und Stahlkonstruktion mit schiefen Ebenen. Zu Mittag wurde ein Pannenkoekenhuis aufgesucht.
Nach einer Stärkung ging es weiter durch den Park nach Eerbeek, einem kleinen Ort am Rande des Veluwezoom, in dem bei einer Rast holländisches Flair genossen wurde. Anschließend führte der Weg entlang eines Kanals und weiter an einem Bachlauf in einer Schlucht mit dem wahrscheinlich höchsten holländischen Wasserfall zurück zum Hotel, von wo aus die Heimreise angetreten wurde. Die Teilnehmer waren allesamt überrascht, dass Holland dann doch nicht überall flach ist.

Die Tour klang aus mit einem gemeinsamen Abendessen im Kristallo in Lüdinghausen aus.

W. Beckmann

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