Gewählter Aktueller Beitrag aus den Ortsgruppen

Grundmann kommt mit dem Rad

12.06.20
Kategorie: Aktuelles, Presse, Verkehrspolitik

Karin Stapel, Lars Reichmann (Grüne), Wilhelm Beckmann, Eckhart Grundmann (Bürgermeisterkandidat, Grüne), Adolf Stapel, Herbert Baur, Chalotte Baur (v. links)


Informationsgespräch auf Einladung des Lüdinghauser Bürgermeisterkandidaten Eckhart Grundmann

Über die Einladung zum Gespräch mit Eckhart Grundmann, dem Kandidaten der Grünen für das Amt des Bürgermeisters, hat sich die ADFC Ortsgruppe Lüdinghausen sehr gefreut. Bei dem Treffen am Donnerstag im Büro der Grünen  ging es darum, die Aktivitäten des größten ADFC Ortsvereins im Münsterland kennen zu lernen und zu erfahren, wo er politischen Handlungsbedarf in Sachen Radverkehr sieht.

Die Vertreter des ADFC Lüdinghausen Herbert Baur, Wilhelm Beckmann und Adolf Stapel erläuterten, dass die Weiterentwicklung von sicherer, umweltfreundlicher und nachhaltiger Nahmobilität ganz oben auf der Agenda des ADFC Lüdinghausen steht. Dabei arbeitet die Ortsgruppe auch mit dem Fahrradbeauftragten der Stadt Lüdinghausen Bastian Spliethoff zusammen. Über seine interaktive Webseite veröffentlicht der ADFC Verkehrsmängel und zeigt den Stand der Bearbeitung auf.

Ein Arbeitskreis Fahrsicherheit kümmert sich um das Sicherheitstraining für alle Menschen auf Rad und Pedelec und auch das Sicherheitstraining von Kindern an den Grundschulen wird durch Aktive des ADFC unterstützt.

Der Arbeitskreis Tourismus koordiniert die ADFC Tourenleiter, plant und führt die beliebten Feierabendtouren, sowie Tagestouren und Radreisen durch, erläuterte der ehemalige Sprecher, Adolf Stapel.

Eckhard Grundmann und Lars Reichmann von den Grünen nahmen interessiert die Wünsche der Fahrradaktivisten an die lokale Politik auf. Als wichtigste Punkte wurden genannt:

Den Mut zur gerechten Aufteilung des Verkehrsraumes aufzubringen - weg vom Gedanken „Auto first“!

Neue Verkehrskonzepte sollten einfach einmal ausprobiert werden. Das Stichwort lautet hier „Reallabor“, denn laut StVO-Novelle dürfen Kommunen Infrastrukturelemente zur Verbesserung des Radverkehrs temporär ausprobieren.

Die Konzeption eines Rad (schnell) -wegs zwischen Lüdinghausen und Seppenrade ist mehr als überfällig..

Den Radverkehr aus den östlichen Wohngebieten über die neue Steverbrücke ins Stadtzentrum, auf vorfahrtsberechtigter Wilhelmstraße führen. Das  würde die Nahmobilität mit dem Rad deutlich verbessern.

Eine einheitliche Regelung der Lüdinghauser Kreisverkehre, einschließlich des Bruno-Kleine Kreisels tut Not, um die Konfusion von Radfahrenden und auch Autofahrern zu vermeiden.

Fahrradstraßen sollten da erprobt werden, wo es sinnvoll ist, z. B. Tüllinghofer Straße mit seinem Schüler und Turnhallen Verkehr.

Verkehrshindernisse und Absperrungen sollen beseitigt werden. Da wo sie nötig sind, sollten sie aber so breit anlegt werden, dass auch Anhänger und Lastenräder sowie Rollstühle sie passieren können.

Eckart Grundmann bedankte sich für die ausführlichen Informationen der aktiven Radler und versprach viele der Anregungen aufzugreifen, wenn er im Herbst zum Bürgermeister gewählt würde.

Herbert Baur

© 2020 ADFC Kreisverband Münsterland e. V.