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ADFC Lüdinghausen schlägt Verbesserungen für die Problemzone Steverstrasse vor

17.08.20
Kategorie: Aktuelles, Presse, Verkehrsplanung, Verkehrspolitik

Gute Beteiligung beim Bürgergespräch (BM-Kandidat Ansgar Mertens ganz links, Manfred Döpper ADFC 2. v. l. und Anke Austrup Bildmitte hinter dem Fahrrad)



Lageplan Projekt Steverstraße


Einladung zum Bürgergespräch im Rahmen der anstehenden Kommunalwahl

Auch wenn der Termin in erster Linie dem laufenden Kommunalwahlkampf geschuldet war, nahm der ADFC Lüdinghausen die Einladung zum Bürgergespräch gerne an. Ging es doch bei der von  Anke Austrup initiierten Veranstaltung am Samstagmorgen um die sensible Verkehrssituation rund um Burg Wolfsberg und auch um die Steverstrasse. Anke Austrup kandidiert für die CDU im Wahlbezirk 5. Neben dem Bürgermeisterkandidaten Ansgar Mertens waren auch viele Anwohner der Innenstadtbereiche, der ADFC und auch der Fahrlehrer Alfred Fust an der Thematik interessiert.

Herr Fust erläuterte noch einmal seinen, erst kürzlich in den WN veröffentlichten Vorschlag, für eine 30 Km/h Zone in der gesamten Innenstadt und die dadurch erhoffte Verkehrsberuhigung. Dafür erhielt er breite Zustimmung. An der Kreuzung gegenüber der Gaststätte Zur Post konnten die Teilnehmer während der Diskussion gut miterleben, dass hier zu viel Autoverkehr stattfindet.

Der ADFC hatte sich gut vorbereitet und eine fertige Planung als Diskussionsgrundlage für die Problemzone Steverstraße mitgebracht. Manfred Piotrowski vom Arbeitskreis Radverkehr und Fahrsicherheit stellte den Lösungsansatz vor.

Die Steverstraße als Hauptverkehrsachse zwischen der B 58/ B 235 und
der Altstadt wird sowohl von Lkw, Pkw, Radfahrern und Fußgängern genutzt.
Weite Teile der Straße sind als Parkstreifen am Straßenrand ausgewiesen und
durch die begrenzte Breite kommt es, vor allem in diesem Bereich, immer wieder zu Stauungen im Begegnungsverkehr und gefährlichen Situationen zwischen Pkw, Lkw und Radfahrern. Der gesetzliche Mindestabstand von 1,5 m beim Überholen von Radfahrern kann hier nicht eingehalten werden.

Der ADFC Lüdinghausen schlägt deshalb vor, sich über eine Verkehrszählung ein aktuelles Bild über die Zahl der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und ihrer Fahrtrichtung zu machen. Danach soll versuchsweise die rechte Hälfte der Steverstraße ab der Einmündung der Straße Hinterm Hagen stadteinwärts als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Diese Fahrbahn kann von Fahrrädern in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden. Die linke Hälfte der Fahrbahn soll ab der Steverbrücke bis zur Münsterstraße als Einbahnstraße für KFZ geführt werden, mit Parkstreifen auf der linken Seite. Damit ist eine Gefährdung durch plötzlich geöffnete Fahrzeugtüren ausgeschlossen.
Die detaillierte Planung wurde den CDU Politikern übergeben und kann hier am Endes dieses Artikes heruntergeladen werden.

Anke Austrup und Ansgar Mertens bedankten sich für die engagierten Diskussionen und versprachen dieses Thema, sowie viele andere Anregungen der Anwohner, ganz oben auf ihrer Agenda zu führen.  Manfred Döpper vom ADFC Kreisverband Münster ließ es sich nicht nehmen, beiden je eine gelbe ADFC Fahrrad- Schutzweste zu überreichen, die per Aufdruck auf den Mindestabstand von 1,5 m beim Überholen hinweist.

Herbert Baur

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