Mordkreuze und andere Geschichten, Tour am 19. Mai 2019

Am Mordkreuz nahe der Steverquelle (Foto: H.-J. Pelz)
Am Mordkreuz der Mersche von Tilbeck (Foto: A. Kumpmann)
Auf der Rückfahrt (Foto: H.-J. Pelz)

An der Borndalschule hatten sich am 19. Mai zur Mittagszeit 27 Radler eingefunden. Unter der Führung von Kalle Plettendorf verließen wir bei warmem Frühlingswetter Altenberge auf Pättkes in südwestlicher Richtung. Erste Station war bei Poppenbeck das Kreuz zum Gedenken an den Ritter Swer von Beveren, der, im Türkenfeldzug vor Wien an der Seite des Kaisers schwer verwundet, auf dem Rückweg im Jahr 1487 an dieser Stelle, bereits in Sichtweite seines Wohnsitzes Haus Havixbeck, jäh verstorben sein soll. 

 Weiter ging es bergan am Funkmast vorbei über den Baumberg ins Stevertal, wo uns Kalle nahe der Steverquelle das erste Mordkreuz vorstellte. Im Jahr 1532 soll hier der Bauer Schulte Westerath von seinem Großknecht ermordet worden sein, den er wegen einer Unredlichkeit vom Hofe gejagt hatte.

 Später, kurz vor Tilbeck sahen wir dann das bekanntere Mordkreuz der Mersche von Tilbeck, die auf dem Heimweg an dieser Stelle im Jahr 1164 von Landsknechten beraubt und ermordet wurde. Die Hintergründe zu diesen und anderen Zeugnissen der Geschichte und der Natur am Wegesrand wurden uns von Kalle gewohnt kenntnisreich und unterhaltsam erläutert.

 Im Tilbecker Café am Turm machten wir dann eine Kaffeepause, genossen den leckeren Kuchen und warteten einen kurzen Schauer ab, bevor es frisch gestärkt zurück nach Altenberge ging. Nach 47 Kilometern endete die Tour dort um 18 Uhr.
 

Gruppenbild mit Fahrrädern (Foto: A. Kumpmann)


Frühling im Kreislehrgarten, Tour am 28. April 2019

Laer, an der Kapelle der fünf Wunden (Foto: A. Kumpmann)
Burgsteinfurt, im Kreislehrgarten (Foto: A. Kumpmann)

An der Borndalschule, stets Startpunkt unserer ADFC-Ortsgruppe Altenberge begrüßte der heutige Tourenleiter Andreas Kumpmann 18 Personen zur ersten Radtour in diesem Jahr. Unser Ziel waren die blühenden Obstbäume des Kreislehrgartens in Burgsteinfurt.

Die ersten 10 Minuten wurden wir durch konstanten Regenschauer begleitet. Von Altenberge ging es zunächst am bekannten "hohlen Baum" vorbei nach Laer über Holthausen. An der Kapelle "Zu den fünf Wunden" in Laer wurde eine erste Rast eingelegt. Ab jetzt hellte sich der Himmel immer mehr auf und die Sonne gewann die Oberhand (göttliche Fügung?) Weiter ging es über die Radbahn, Auffahrt Laer bis zur Landgaststätte Teepe, wo wir Radler im "Hinterstübchen" uns bei Kaffee und feinem Kuchen stärkten.

Im Kreislehrgarten angekommen bewunderten wir die vielen blühenden Blumen und Obstbäume. Anschließend ging es, bei schönstem Frühlingswetter, durch den Bagnowald über Pättkes durch Borghorst und Nordwalde zurück nach Altenberge. Es hat allen gut gefallen und war ein schöner Auftakt zur Fahrradsaison 2019.

  

Auf den Spuren des heiligen Ludgerus, Tour am 14. Oktober 2018

Bei heftigem Gegenwind startete die 30köfpige Gruppe mit ihren Zweirädern Richtung Billerbeck. Diesmal auf den Spuren des Hl. Ludgerus, der das Münsterland sehr geprägt hat.

Die Tour führte über Holthausen und durch Aulendorf bis nach Billerbeck. Bei strahlendem Sonnenschein und heftigem Gegenwind gab es die erste richtige Pause an der Berkelquelle in Billerbeck. Rund um die Quelle stehen Gedächtnistafeln zum Leben und Wirken des Bischofs von Münster, der 809 in der Kirche in Billerbeck starb. Kalle Plettendorf ließ die Geschichte und das umfassende Wirken des Bischofs, von der Kloster Gründung, der Missionierung bis hin zum Kirchenbau an den Originalschauplätzen lebendig werden.

Nach einer gemütlichen Kaffeepause im Domcafe war dann der Rückweg mit wohlverdientem Rückenwind das pure Vergnügen.

Die Ludgerustour bildete den Abschluss des ersten Tourenjahres der Ortsgruppe Altenberge.

Ludgerustour nach Billerbeck. Vorne rechts Radtourenleiter Kalle Plettendorf (Foto A. Kumpmann)
Fahrt durch den herbstlichen Wald (Foto: J. Pelz)
Kalle Plettendorf erzählt aus dem Leben und Wirken des Hl. Ludgerus (Foto A. Kumpmann)

Kaffeefahrt in die Nordwalder Bauernschaft Suttorf, Tour am 16. September 2018

In der Maschinenhalle bei Landwirt Dirting (Foto A. Kumpmann)

Die ADFC-Ortsgruppe Altenberge radelte mit fast 30 Teilnehmern über Pättkes und Wirtschaftswege nach Nordwalde zum Landwirt Michael Dirting, der ausführlich über seine Arbeit und seinen Betrieb informierte und damit bei den Teilnehmern auf großes Interesse stieß.

Das zweite Ziel der ADFC-Kaffeefahrt war die möblierte Wetterschutzhütte in der Nordwalder Bauernschaft Suttorf. Ein ADFC-Ehepaar hatte mehrere Blechkuchen und viele Liter Kaffee und Tee gesponsert. Zudem wurde eine Spendenbox aufgestellt - und zwar um die Arbeit des Vereins Casa-Nova zu unterstützen. Das ADFC- und Casa-Nova-Mitglied Birgit Koch-Heite erläuterte die Arbeit des Vereins.

Andreas und Beate Kumpmann, die die Tour vorbereitet und geleitet hatten, wurden am Ende mit großem Beifall verabschiedet.

Schaurig ist's über's Moor zu gehen..., Tour am 15. Juni 2018

Es war eine geschichtliche Perlenketten an der die Radlergruppe des ADFC entlang geführt wurde. Kalle Plettendorf, ein direkter Nachfahre der Altenberger Amme Katharina Plettendorf, nahm die Gruppe mit auf eine kleine Zeitreise durch das Leben der Annette von Droste-Hülshoff, die sich ihrer Amme zeitlebens eng verbunden fühlte.

Zwischen Münster und Altenberge an der Gedächtnistafel für Annette von Droste-Hülshoff war der ersten Halt. Hier zitierte Kalle Plettendorf aus dem Gedicht "Der Knabe im Moor" - denn genau diese Wegstrecke, die vor über 200 Jahren noch ganz anderes aussah, inspirierte die Dichterin zu den Anfangszeilen : "Oh schaurig ist´s über's Moor zu gehen ...".

Weiter ging es über Haus Rüschhaus in Gievenbeck, wo die Amme Katharina Plettendorf 11 Jahre lang bis zu ihrem Tod gelebt hat. Von da aus führte die Tour zur Burg Hülshoff, die jetzt zu einem literarischen Zentrum umgenutzt werden soll.

Von der Burg Hülshoff ging es durch Wiesen und Felder über das frühere Klosterstift in Hohenholte zum Abschluss der Tour zur Gaststätte Geuker-Wiedemann, wo bei einer zünftigen Mahlzeit schon die nächsten Touren und Aktionen geplant wurden.

Ritter und Bauern, Tour am 27. Mai 2018

Haus Bödding, die ehemalige Burg der Ritter von Altenberge (Foto: J. Pelz)

Unter dem Motto Ritter und Bauern erkundeten wir unter der Leitung von Kalle Plettendorf die nähere Umgebung. Zunächst ging es Richtung Borghorst, zum Haus Bödding, wo wir von Frau Schindler-Kintrup viel Interessantes zur Geschichte der ehemaligen Burg der Altenberger Ritter erfuhren.

Dann radelten wir bis zur ehemaligen Grenze zwischen dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Bentheim-Steinfurt und besichtigten die alten Landwehranlagen.

Nach einer einstündigen Pause in der Gaststätte Geuker–Wiedemann ging es frisch gestärkt weiter zum Spieker der Familie Post in der Bauernschaft Hohenhorst. Klemens Post erläuterte den aufmerksam lauschenden Teilnehmern Details zur Bauweise und Funktion der alten Speicherhäuser.

Nach 34 Kilometern endete die Tour gegen 18 Uhr in Altenberge.

Aufbruch zur Quellentour
Radtourenleiter Kalle Plettendorf erläutert die hydrologischen Gegebenheiten am Rande von Altenberge

Tour zu den Quellen rund um Altenberge am 15. April 2018

Besser konnte die Ortsgruppe des ADFC nicht mit ihren Radtouren starten - Wetter, die Gruppe und die sachkundige Führung bildeten eine gelungene Mischung aus Radvergnügen, Information und Spaß. Kalle Plettendorf führte die muntere Truppe zu den mehr als sieben Quellen rund um Altenberge. Die meisten kennen wir nur als Straßennamen, wie den "Eschhuesbach" oder "Zur Landwehr".

"Heimatkunde vom Feinsten", so die Kommentare der Teilnehmer, die nicht schlecht staunten, als unter anderem der Blick auf die höchste Erhebung von Münster den Feldberg mit 98 m gelenkt wurde. Auch kleine Geschichten zum Grinkenschmied durften natürlich nicht fehlen.

Am Ende wurde gleich über die nächste für Ende Mai geplante Tour gesprochen.

© 2019 ADFC Kreisverband Münsterland e. V.