Leezenküche - ein Dauerbrenner

11.01.13
Kategorie: Technik

Kriegen sie das wohl hin? Foto, E.Metzler


„Happta ma en bisken Luft“ oder „wenze ma nach meine Schaltung gucken könnz“ oder „das rote Lämpsken hinten iss nich mehr am brennen!“ Mit zartem Klopfen oder heftigem Poltern an der Tür der Leezenküche startet an jedem Donnerstag um 17 Uhr die Selbst­hilfewerksatt des ADFC in der Dortmunder Straße. Es sind die typischen Beschwerden der Hilfesuchenden.

Mit einem „Komm rein,“ erhellt sich schlagartig das Gesicht des Kunden und mit einem Blick eines der drei Leezenköche auf die eingelieferte Leeze verdunkelt sich das Antlitz von Hermann, Ernst oder Matthias. Denn meistens steht da einiges an Arbeit an, bis man den Patienten wieder entlassen kann. Allerdings freut sich Matthias über jedes defekte Tret- oder Radlager, Ernst bringt gerne die Lämpskes wieder zum Leuchten und Hermann ist verliebt in defekte Bremsen.

Aber bei aller Freude an der Arbeit steht im Vordergrund der Gedanke der Selbsthilfe. So bekommt jeder Patient, neben Kaffee und Kuchen, immer gezeigt, wie man den Schaden selbst beheben kann. Dann kann auch eine einfache Reparatur manchmal etwas länger dauern. Nebenbei werden auch Empfehlungen von den touren­erfahrenen Leezenköchen gegeben. „Fahr immer die besten Reifen, ein Plattfuß auf einem fernen Waldweg, bei einsetzender Dämmerung und beginnendem Regen, ist der GAU des Radlers!“

In den vergangenen Wochen ist die Leezenküche noch mal vergrößert worden, damit jeder der zart oder heftig klopft, mit einem „Komm rein“ bedient werden kann.

(em)

Ernst Metzler

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