Pressespiegel

Ein preiswerter Drahtesel zum Semesterstart

Großer Andrang beim Gebrauchtradmarkt / Kinderanhänger gefragt

-abe- Münster. Wie das geht? Ganz einfach. Flink kletterte die kleine Luca (2) in ihren Kinderanhänger. In ihm brauste sie jeden Tag zur Kindertagesstätte - während Mama oder Papa in die Pedale traten. Die wollten den bunten Radwagen jetzt allerdings verkaufen, denn: Seit einer Woche gibt es Nachwuchs im Hause Schumacher, und wenn Kolja mitfahren will, muss der Wagen größer werden. Deshalb zeigte seine ältere Schwester nun den Kaufinteressenten am Samstag beim Gebrauchtradmarkt vor dem Stadthaus 1, wie ihr Gefährt funktioniert.

"Kinderanhänger werden in Münster immer häufiger, deshalb sieht man sie jetzt auch öfter bei unserem Radmarkt", weiß Hans-Joachim Gerdemann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Da stimmten auch Anja und Bernd Schumacher zu: "Wir fahren wirklich extrem gern Fahrrad. Klar - das unsere Kleine da mit muss." Luca selber übt schon fleißig auf dem Laufrad.

Für eines der zahlreichen Kinderfahrräder war es für das Mädchen dann aber doch noch zu früh - dafür scharten sich einige andere Eltern um die bunten Drahtesel, die es zu ziemlich günstigen Preisen gab. Um eins der beliebten Hollandräder zu erwerben, mussten die Schnäppchenjäger dann doch tiefer in die Tasche greifen: Unter 100 Euro lief meistens nichts. "Wir haben unser schwarzes Hollandrad für 70 Euro angeboten, und es war sofort weg", schilderte Anja Schumacher.

Andere blieben auf den Satteln ihrer Qualitätsräder sitzen. Anton und Maria Hellmann boten ein hochwertiges Faltrad mit Aluminiumrahmen an. "Das ist sehr neu, nur etwa 50 Kilometer ist meine Frau damit gefahren", erklärte der Pensionär, zeigte, wie gut man das Gefährt zusammen falten und ihm Auto verstauen konnte, und ging sogar mit seinen Preisvorstellungen runter. Das half jedoch nichts. "Viele junge Leute suchen hier ein billiges Rad zum Semesterstart", erklärte Hans-Joachim Gerdemann.

Er versicherte auch, dass die Käufer über ihre Verträge vor Diebesware geschützt seien. Und wer sein neu erworbenes Rad gleich selbst vor Langfingern sichern wollte, konnte dies einen Stand weiter tun: Der ADFC codierte dort nämlich Räder.

Rund 450 hatte der Gebrauchtmarkt im Angebot. "Wir hoffen, dass es bei den nächsten Terminen ebenso viele werden", meinte Gerdemann. Am 10. Juli und am 17. Oktober wird es wieder soweit sein.

Westfälische Nachrichten, 19.4.2004
(Mit freundlicher Genehmigung)

 

Kunden feilschten um jedes Rad

Gebrauchtmarkt stieß auf große Resonanz

-ada- Münster. Gemütlicher Drahtesel oder flottes Mountainbike: auf dem 39. ADFC-Gebrauchtradmarkt gab es am Samstag alles, was der kleine Geldbeutel begehrt. Unter der Schirmherrschaft des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs boten professionelle und private Händler den ganzen Vormittag Münsters Fortbewegungsmittel Nr. 1 zum Verkauf an - Feilschen erwünscht. Zahlreiche Interessenten tummelten sich vor dem Stadthaus 1.

"Das ist wirklich eine prima Gelegenheit zum Fahrradkauf", schwärmt Stephanie Weber, eine 24-jährige Studentin. "Die Angebote sind günstig, und man hat die Sicherheit, dass die Räder auch in Ordnung sind."

Wer fündig wurde, konnte seine Neuerwerbung an Ort und Stelle durch eine Kodierung des ADFC diebstahlsicher machen: Für nur acht Euro gab es eine Anti-Klau-Nummer.

Dann nur noch einmal umdrehen und am Stand von Michael Zurhausen noch schnell Klingel, Licht und Helm kaufen. So ausgestattet, bedurfte es nur noch einer Radkarte vom ADFC-Stand, und der erste Ausritt konnte sofort beginnen.

Westfälische Nachrichten, 1.7.2002
(Mit freundlicher Genehmigung)

© 2019 ADFC Kreisverband Münsterland e. V.