Begrüßung und Anradel-Ansprache am Mittellandkanal, mit besonderem Hinweis auf den umgebenden „Landkreis Schaumburg“ und vor allen Dingen dem wichtigsten Lehrsatz der Niedersachsen „Quer denken und geradeaus handeln!“
Ein landschaftlich herrliches Teilstück auf der „Fürstenweg-Route“ (Schaumburger Wald). Noch Anfang des 20. Jhd. durfte dieser Weg nur von Fürsten genutzt werden; das ‚gemeine Volk’ durfte nur den etwas entfernt liegenden, äußeren Sommerweg nutzen.
Die Skulptur am Ortseingang von Wiedensahl weist auf die sicherlich berühmtesten Figuren von W. Busch hin: Max und Moritz.
Geburtshaus von Wilhelm Busch; heute Museum mit Originalstücken aus dem Leben des begabten Künstlers, nicht nur Zeichner und Dichter, sondern auch Maler und Philosoph.
Findlingsraten, von einem Landwirt in jahrelanger „Kleinarbeit“ gesammelte Findlinge aus der Gegend um Niedersachsen (Rückstände aus der Eiszeit/Endmoränenlandschaft) - bis zu 3 Meter Höhe.
Abends dann ein Ständchen der Dorfjugend aus Volksdorf – in original Niedersachsen-Trachten.
Nachdenkliche Betrachtung „feuchter Sonnenstrahlen“ an der Weser, so mag auch Karl der Große 784 an dieser Stelle gestanden haben, als er die Weser wegen Hochwasser nicht passieren konnte - mit Blick auf Petershagen und Weserrenaissance-Schloss aus dem Jahr 1306.
Schloss Petershagen, heute Romantikhotel der gehobenen Klasse.
Das „Alte Amtsgericht“ von 1913, eines der vollständig erhaltenen kleineren preußischen Amtsgerichte in Westfalen; heute Kulturzentrum und Gefängnis-Hotel für „freiwillige Häftlinge“ (Touristen).
Gernheimer Glashütte – ca. 1820 in Betrieb gegangen, 1877 erlosch das Feuer in Gernheim; Rohstoffe Sand, Soda und Kalk (Schiffstransport über die Weser)– aus den Glas gemacht wird. Sehenswert auch die frühindustriellen Fabrik-Dorfhäuser nebenan, die noch gut erhalten sind.
Rast an der Buchholzer Dorfkirche aus dem 13. Jhd.; sehenswert ist hier der Taufbrunnen (Buchholz ist ein Ortsteil von Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen.)
Flucht vor den „feuchten Sonnenstrahlen“ in der Weserscheune, ca. 100 Meter vom Dorfkern Buchholz.
Unser „Radler-Starfotograf“ (etwas ratlos: „Wo ist denn hier der Ausgang?“) im Scheunenviertel von Schlüsselburg;, die Scheunenviertel entstanden im 19. Jahrhundert und dienten ursprünglich der Lagerung und Unterbringung von landwirtschaftlichem Erntegut und Geräten.
An dieser Stelle wird die Weser gestaut, um sie für Schiffe befahrbar zu machen; durch diese Kanalverbindung sind ca. 4 km einer Weserschleife eliminiert.
Anregungen für unsere Fahrradtruppe – oder „Begrüßung“ mal anders – im fahrradfreundlichen Stolzenau.
Anregungen für unsere Fahrradtruppe – oder „Begrüßung“ mal anders – im fahrradfreundlichen Stolzenau.
Der schiefe Turm von Stolzenau; natürlich ein Werk des Teufels, der vor langer Zeit von cleveren Stolzenauern übertölpelt wurde und aus Wut den Turm verdrehte.
„Kleine“ Herausforderung auf dem Weg nach Liebenau.
Schloss Eickhof/Liebenau, heute ein Zen-Kloster mit Angeboten für Meditations-Wochenenden.
Die Weser an einer ihrer herrlichsten Stellen bei Liebenau.
Nicht die „Blaue Brücke“ von Dresden, sondern von Nienburg; Weserbrücke für Fußgänger und Radfahrer, die in die Altstadt führt. Nienburg, eine liebenswerte Stadt mit einem einmaligen historischen Flair; immer eine Reise wert.
Hauptkirche der Stadt und Wahrzeichen mit dem 72 Meter hohen Turm. Ursprünglich war diese Kirche ein schlichter Holzbau, der später durch Stein ersetzt wurde. Anfang des 15. Jahrhunderts als dreischiffige Hallenkirche in norddeutscher Backsteingotik erbaut.
Das Niedersachsenross mal anders, hier als "Wiehernde Hengst" (1989) in den Wallanlagen - ist ein heraldisches Motiv für das Volk der Sachsen; erstmals im 14. Jhd. in Erscheinung getreten.
Brokeloh, nicht nur mit einer Goldmedaille auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene in Berlin als schönstes und lebendigstes Dorf Deutschlands ausgezeichnet, sondern auch bekannt für den „Dickbeerenhof“, in dem Dickbeeren in vielen Variationen genossen werden können.
„...zum Dickbeerenessen ziehe ich mir lieber das Regenzeug über!“
„Ganz-Jahres-Freiland-Schweine“ in Schneeren – einfach sehenswert: Die Gehege sind so konzipiert, dass die Muttersauen getrennt gehalten werden, ihr Nachwuchs kann sich dagegen frei bewegen; d.h. seine Spielkameraden frei besuchen – und manchmal auch zum „Abendbrot“ auswärts zu futtern.
Nach Meerüberquerung per Schiff trocken in Steinhude gelandet. Steinhuder Meer verblieb vor ca. 14.000 Jahren (Ende der letzen Eiszeit) als Becken – durchschnittlich 1,35 m Tiefe, also auch im Notfall per Fahrrad zu durchqueren...
Da brauen sich wieder „feuchte Sonnenstrahlen“ zusammen.
So schön kann ein Tag am Steinhuder Meer enden.
„Feldversuch“ im echten Moor-Abbaugebiet – kein Teilnehmer verloren gegangen!
Sauerländer „Sonnenblumen“ vor niedersächsischen Sonnenblumen.
Historischer Kurpark in Bad Rehburg; zwischen 750 und 1850 erbaute Park- und Gebäude-Ensemble. Seine Ursprünge gehen zurück bis in das Jahr 1690, als die heilende Wirkung der hiesigen Quellen erstmals urkundlich erwähnt wurden. 1950 endete der Staatsbadbetrieb und die Anlage fiel in einen Dämmerzustand, bis die Stadt Rehburg-Loccum 1999 die Anlage kaufte und so vor dem endgültigen Verfall rettete.
die Friederikenkapelle 1841/42 – langsam neigt sich die Fahrradtour „Historie, Kultur und Biergärten in Niedersachsen“ ihrem Ende
Ein Zeitreise auf der Fahrradtour: 235 bis 65 Millionen Jahre und 2011 n. Chr.
Eine erholsame und erlebnisreiche Fahrradtour findet das endgültige Ende wieder am Hiddenser Born – und was machen wir jetzt?

"Historie, Kultur und Biergärten in Niedersachsen“ mit Dorothea & Klaus Broszies

 

Tour 1: 08.08.2010 bis 13.08.2010 - Tour 2: 22.08.2010 bis 27.08.2010

Fotostrecke:

 

Die angebotene Fahrradtour durch das wunderbar flache Bundesland Niedersachsen hat wohl viele von den ADFC-Radlern im Kreisverband Märkischer Kreis, Iserlohn angesprochen „Das wird eine Erholung, mal keine Berge!“ – So bildete Tourenleiter Klaus Broszies aus den 22 Meldungen für diese Tour zwei Gruppen. „Es soll eine primär sportlich geprägte ‚Gemeinschafts-Genuss-Radtour’ werden, mit vielen erholsamen Elementen.“

Die Anreise – Hiddenserborn/Meerbeck, direkt am Mittellandkanal - erfolgte mit privaten PKW und mit der Bahn (Bahnhof Stadthagen, ca. 10 km östlich von Hiddenserborn).

Der Sonntag wurde jeweils zur „Anradel-Etappe“ (35 km) genutzt; nach Wiedensahl zum Geburtsort von Wilhelm Busch (15.04.1832 bis 09.01.1908) – und rund um Wiedensahl „auf den Spuren von Wilhelm Busch“.

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Erster Tourentag: Gesamtstrecke ca. 50 km – Hiddenserborn – Petershagen (kleiner Abstecher nach Westfalen) – dann Weser-Radweg nach Gernheim – Buchholz / Weserscheune bei Familie Böttcher – dann nach Schlüsselburg ein altes Scheunenviertel und Schleuse besichtigen – Ziel: Stolzenau -

Zweiter Tourentag: Gesamtstrecke ca. 55 km – Stolzenau – Steyerberg – Spelshausen - nach Eickhof – Liebenau – Bühren – Ziel: Nienburg.

 

Dritter Tourentag: Gesamtstrecke ca. 55 km – Nienburg – Landsbergen - Brokeloh - Husum/Niedersachsen – Schneeren - Mardorf – Ziel: Steinhude am Steinhuder Meer.

 

Vierter Tourentag: Gesamtstrecke ca. 50 km – Steinhude – Moordorf - Neustadt am Rübenberge – Mardorf – Winzlar – Ziel: Steinhude.


Fünfter Tourentag: Gesamtstrecke ca. 45 km – Steinhude – Hagenburg – Bad Rehburg – Münchhagen - Loccum – Wiedensahl – Hiddenser Born.


Nach rund 300 Kilometern (Zusatzkilometer sind immer inbegriffen bei diesem Radtourenleiter) erreichten alle Teilnehmer gesund, zufrieden und munter - und ohne Pannen wieder die Heimat.

 

 

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