Neun Radfahrer trafen sich am Samstag, den 28. Mai 2016 am Bahnhof in Fröndenberg a.d. Ruhr, um zunächst mit dem "Sauerlandexpress" RE57 bis Bestwig zu fahren. Hier stieg man dann um in die R42 der "Nordhessenbahn" in Richtung Marburg. In Vöhl-Herzhausen war für die Gruppe dann Endstation. Schon beim Blick von der Bahnsteigkante herab sah man einen kleinen Teil des Edersees.

Nun durften endlich die Fahrräder bestiegen werden und es gingt zunächst für wenige Kilometer über eine Landstraße zum Südufer. Hier hat uns Willi eine Stelle gezeigt, die man gar nicht sah: das "Edersee-Atlantis". Zitat aus der Website: "Noch heute kann man bei niedrigem Wasserstand im Edersee die Reste der alten Siedlungen, das "Edersee-Atlantis“ besichtigen (etwa die Aseler Brücke, Teile der mit Betondecken versehenen alten Friedhöfe etc. sowie ein Modell der Talsperre)."

Weiter ging es nahe am Ufer durch den Nationalpark "Kellerwald-Edersee". Hier ist der Weg aus Gründen des Naturschutzes nicht asphaltiert, sondern feinkörnig geschottert. Im Verlauf machte die Strecke immer wieder scharfe Kurven und beim Blick auf den See waren die Gedanken schnell bei den Fjörden in Norwegen. Irgendwann war dann auch wieder ein "Fotostopp" angesagt, denn hoch über dem gegenüberliegenden Ufer war das Schloß Waldeck zu erblicken, welches heute ein 4-sterne Hotel beherbergt.

Nach einer Mittagspause an der Sperrmauer verließ man dann den Edersee und fuhr flußabwärts in Richtung Affoldern. Hier gab es wieder etwas zu sehen: das "Tolle Haus am Edersee". Allerdings ersparte man sich die Besichtigung von Innen, man hatte ja noch einige Kilometer vor sich.

Nun folgte ein Anstieg hinauf auf die Höhen, denn dort erwartete die Gruppe eine Bahntrasse, die extra für den Baustoff-Transport für die Sperrmauer angelegt wurde. Heute zieht die 26 Kilometer lange und asphaltierte Strecke Radfaher an und heißt "Ederseebahn-Radweg". Kreuzungsarm, und ab und an sogar vorfahrtsberechtigt kann RadfahrerIn hier die herrliche Landschaft in vollen Zügen genießen. Im alten Bahnhof Netze hat sich ein Pfannkuchenhaus niedergelassen. Der Biergarten direkt an der Trasse lockt zur Einkehr auf ein Bierchen und natürlich  dem einen oder anderen Pfannkuchen, was dann auch gemacht wurde.

Nach wenigen einhuntert Metern nach Ende des empfehlenswerten Radweges erreichte die Gruppe nun Korbach. Da die Zeit trotz Pause aufgrund eines Gewitterregens ausreichte, gönnte man sich noch eine Kaffee-Pause, bevor man am nahelegenden, barierefreien Haltepunkt "Korbach-Süd" den Zug zur Heimreise bestieg.

Als Fazit lässt sich sagen: die Tagestour hat sich auf jeden Fall gelohnt und empfiehlt sich auch für Unternehmungen außerhalb von Gruppenfahrten, bei denen man auf seine eigenen Bedürfnisse besser eingehen kann. Vielen Dank an unseren Tourenleiter Willi Kneer für diesen unvergesslichen Tag!

Die nächste Möglichkeit in den Genuß einer hervorragend geplanten und geführten Tour des Tourenleiters bietet sich am 5. Juni um 10.00 Uhr im Rahmen der Sonntagstouren ab Bahnhof Letmathe. Diesmal geht es zum Wasserschloß Werdringen.

 

 

Bilderbogen der Eder-Tour

Sammeln am Bahnhof Fröndenberg
Spaß anne Backen während der Umstiegszeit in Bestwig
Blick auf den See und Vorbereitung der Tour am Haltepunkt Vöhl-Herzhausen
Schloß Waldeck vom Südufer aus betrachtet
Naturgenuss pur
Damit sich die Fahrzeuge nicht so aufheizen wurde an der Sperrmauer ein Platz im Schatten aufgesucht.
Blick auf die Sperrmauer. Im Hintergrund das Schloß Waldeck
Das "Tolle Haus"
Das "Tolle Haus"
hier beginnt der Bahntrassenradweg
Die Tankstelle an der Bahntrasse ...
... ist wie zu sehen sehr beliebt
Prosit! Allesamt sind bester Laune
Regenzeug wird abgestriffen
Warten auf die Bahn gen Heimat
 

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