Radtour zur Adener Höhe

Am 31. August 2014 fanden sich aufgrund der eher schlechteren Wettervorhersage nur 4 Radfahrer am Treffpunkt "Dorfgemeinschaftshaus Rheinen" ein, um gemeinsam eine Ausfahrt zur Adener Höhe, dem höchsten Punkt der Haldenlandschaft "Großes Holz" bei Bergkamen zu unternehmen.

Bei Schwerte-Geiseke ging es auf den Haarstrang, um dann über die Landskroner Straße bei einer rasanten Abfahrt zum Emscherquellhof zu gelangen. Hier hat die Emschergenossenschaft ein altes Gehöfft saniert und zu einer Tagungsstätte umgebaut. Der Teich im Hofe gilt als Emscherquellteich, der durch verschiedenen Bachläufen der Umgebung gespeist wird. 

Weiter ging es am Flughafen vorbei, durch Dortmund-Asseln und - Kurl nach Lanstrop, wo die Landmarke "Lanstroper Ei" angefahren wurde. Hierbei handelt es sich um einen Wasserturm, der die Umgebung noch bis in die 1980er Jahre hinein mit Wasser versorgte.

Auf dem Weg zur Haldenlandschaft holte uns dann ein Gewitter ein. Während des heftigsten Regen haben wir uns untergestellt, sind dann aber in Regenkleidung weitergefahren. Am Fuße der Höhe angekommen staunten alle dann sehr. So hoch sollte es jetzt hinauf gehen? Jedoch erwies sich die Auffahrt als harmlos, schlängelte sich der überwiegend asphaltierte Weg doch in Serpetienen hinauf. Oben angekommen erwartete uns ein herrlicher Rundblick auf die sauerländische Heimat, der Soester Börde und dem südlichen Münsterland. 

Nach der schönen und viel zu kurzen Abfahrt stießen wir dann auf den Datteln-Hamm-Kanal und folgten diesen für einige Meter, bis wir zur Marina Rünthe kamen. Hierbei handelt es nicht mit nichten um eine hübsche Frau, sondern um einen ehemaligen Kohlehafen, der nach dem Aus der Zechen zu einem Freizeit und Yachthafen umgebaut wurde. Alle waren sich einig: auch das ist ein schönes Fleckchen Erde. Hier gönnten wir uns eine Pause und der eine oder andere auch eine Currywurst. 

Frisch gestärkt überquerten wir hier die B233 und kamen so zur Klöcknerbahntrasse, die uns an Bergkamen vorbei und nach Kamen hinein führte. Leider verfügt die ansonsten schöne Strecke über eine, wie im Kreis Unna üblich, wassergebundene Oberfläche. Dementsprechend sah der Weg dann teilweise auch aus. Einige Streckenabschnitte wurden aber anscheinend vor kurzem erneuert.

Über Südkamen und Afferde erreichten wir nun Unna-Massen. Nun fing es wiederum an zu regnen. Ein Blick auf die Prognose der Wetter-App auf dem Smartphone verriet uns, dass der Regen noch länger anhalten würde und so trotzten wir dem Regen und fuhren weiter. Als wenn der Regen und die Steigung der Kleistraße in Massen noch nicht genug der Qualen waren, bekamen wir auch noch ein nettes Hupkonzert zu hören, weil wir den nicht benutzungspflichtigen Bordsteinradweg, der einmal rauf auf den Gehweg, dann wieder runter vom Gehweg und wieder hinauf führte, nicht nutzten. Manch ein Autofahrer meinte sogar, es uns zeigen zu müssen und fuhr extra dicht an uns vorbei. 

Über Holzwickede und Opherdicke erreichten wir dann nach einer schönen Abfahrt Schoofs Brücke über die Ruhr, bogen dann in den Ohler Weg ein, um wieder nach Rheinen, unseren morgendlichen Startpunkt, zu gelangen.

Fazit der Tour: 70 Kilometer, die sich trotz Regenschauer gelohnt haben. 

Bilderbogen der Radtour

Am Emscherquellhof (Foto: Markus Bellebaum)
Wetterschacht Margarethe in Holzwickede (Foto: M. B.)
Das Lanstroper Ei liegt vor uns (Foto: M.B.)
Zeit für einen heißen Kaffee und einem Pläuschken
Sieht düsterer aus als es in Wirklichkeit war. (Foto: M.B.)
Kommt noch mehr Regen? Das erfährt man per Wetter-App auf dem Smartphone. (Foto: M.B.)
Schon bei der Auffahrt zum Plateau lockt der tolle Ausblick. Geschwommen sind wir aber nicht. (Foto: M.B.)
Oben angelangt standen wir scheinbar vor dem Nichts. (Foto: M.B.)
Blick auf den Datteln-Hamm-Kanal (Foto: M.B.)
... dort müsste doch ... oder doch da drüben? (Foto: M.B.)
Solch ein Panorama hat man nicht jeden Tag. (Foto: Karsten Obrikat)
Das in diesem Jahr frisch hergerichtete Plateau. (Foto: M.B.)
Auch mit dem Liegerad war die Höhe gut zu erreichen. (Foto: M.B.)
Kaum zu fassen: blauer Himmel! (Foto: M.B.)
Durch das Grün zum Kanal. (Foto: M.B.)
Kräftetanken an der Marina in Rünthe (Foto: M.B.)
Nein, nicht die mecklenburgische Seenplatte, das ist ein Geh- und Radweg (Foto: M.B.)
Dementsprechend sieht man dann zumindest als Liegeradfahrer aus. (Foto: M.B.)
Leute guckt mal nach hinten, dann vergeht euch das Grinsen: Regen naht! (Foto: M.B.)
In Unna-Massen haben wir die Flucht vor dem Regen verloren. (Foto: M.B.)

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