Der ADFC Menden begrüßt die Einrichtung von Schutzstreifen für den Radverkehr in der Balver Straße.

04.04.19
Kategorie: Aktuelles, Menden/Sauerland

Foto: privat


Die erstmalige Einrichtung von Schutzstreifen für Radfahrer in Menden wird vom ADFC als wichtige Förderung des innerstädtischen Radverkehrs eingestuft. Diese Neuerung aus dem Radverkehrskonzept von 2017 wurde von vielen Radfahrerinnen und Radfahrern seit langem erwartet. In der WP-Ausgabe vom 30. März ist die Bedeutung von Schutzstreifen für Radfahrer erläutert worden. Der ADFC ergänzt: „Schutzstreifen dienen der Sicherheit im Radverkehr, die jedoch nur eintreten wird, wenn die Autofahrer sich auf die veränderten Straßenverkehrsregeln einstellen und Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auf der Fahrbahn beachten“. Ein Schutzstreifen wird von Radfahrern gleich welchen Alters nur angenommen, wenn ein subjektives Gefühl der Sicherheit entsteht. „Ein Fahrradweg ist dann sicher, wenn Eltern ihr elfjähriges Kind alleine Radfahren lassen“, Daumenregel aus der Berliner Radverkehrsplanung. Schutzstreifen sind besser als schlechte Radwege. Die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in diesen Abschnitten und eine farbliche Kennzeichnung des Schutzstreifens an der Abzweigung Oesberner Weg wäre aus Sicht der Radfahrer und vieler Anwohner eine wünschenswerte Ergänzung.

Günther Reichle


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