ADFC-Radtour „Auf Bahntrassen-Radwegen rund um Bochum und Essen“

06.10.20
Kategorie: Aktionen, Iserlohn

Am Samstag, 03.10.2020 veranstaltete der ADFC Iserlohn eine Rundtour durch das mittlere Ruhrgebiet. Die Wettervorhersage sah zwar nicht so gut aus, es war auch Regen möglich. Trotzdem trafen sich 3 Radbegeisterte unter Tourenleiter Markus Bellebaum am Treffpunkt etwas außerhalb der Bochumer Innenstadt, da es hier ausreichend kostenfreie Parkmöglichkeiten gab.

Um halb 11 ging es bei trockenem und teilweise sonnigen Wetter los, zuerst durch die Bochumer Innenstadt. Leider war dort der Nachbau der alten Heuer-Ampel aus Iserlohn demontiert. Dieser ist einer von nur noch zwei existierenden Modellen.

In Höhe der Bochumer Jahrhunderthalle gelangte man so auf die Erzbahntrasse, einem Radweg durchs Grüne gleich einer Allee, der  mit seiner beeindruckenden Erzbahnschwinge und Pfeilerbahnbrücke einige Höhepunkte zu bieten hatte. Hinter dem Gelsenkirchener Zoo war mit der Grimberger Sichel, einer weiteren imposanten Brücke, der Rhein-Herne-Kanal erreicht.

Immer entlang des Ufers führte die weitere Route zuerst am Hafen Graf Bismarck, dann am Nordsternpark vorbei. Nächster Höhepunkt, dieses mal sogar wörtlich, war die Fahrt auf die 50 Meter hohe, auf der Kuppe karge Schurenbachhalde. Leider war es mittlerweile schon arg bewölkt und windig, so dass die Aussicht auf die Essener Innenstadt, den Oberhausener Gasometer und die Halde Beckstraße mit dem Tetraeder in Bottrop sehr eingeschränkt war.

Nach der Talfahrt ging es über die Nordsternbahntrasse zum UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Ein Gruppenfoto vor dem Förderturm war Pflicht, bevor es über verschlungene Wege durch das Gelände zur alten Kokerei ging. Was vielen unbekannt ist, dass es in Essen zahlreiche Fahrradstraßen gibt, so dass man gefahrlos von der Zeche Zollverein in die Essener Nordstadt gelangte.

Lieder fing es nun leicht an zu regnen. Unter einer Brücke wurde daher die Regenkleidung übergezogen, bevor es an der Grünen Mitte Essen auf den Radschnellweg RS 1 ging. Vorbei am Krupp-Park am Berthold-Beitz-Boulevard ging es bis zum Niederfeldsee.

Wasser unten, Regen von oben, was lag da näher, als einfach mal eine größere Rast einzulegen, um dem Wettergott eine Chance zu bieten, sein Treiben zu überdenken.Ein Pott warmer Kaffee zu einem leckere Stück Kuchen tat schon gut. Nach gut einer halben Stunde ging es zurück auf den Radweg.

Leider hatte Petrus uns nicht erhört oder etwas falsch verstanden und noch ein Schüppchen Regen nachgelegt. Zum Glück waren wir nicht aus Zucker und die Räder aus Pappe. Da es so aber nicht unbedingt Spaß macht, sich noch etwas unterwegs anzuschauen, ging es dann vom RS 1 zügig über den GrugaBahn-Radweg über den Essener Rücken hinüber an die Ruhr.

Kurz vor Essen-Steele wurde so der Ruhrtal-Radweg erreicht, der flussaufwärts bis kurz vor Bochum-Dahlhausen befahren wurde. An der alten Eisenbahnbrücke ging es erneut über die Ruhr, dann sogleich in einem Tunnel unter dem dortigen Eisenbahnmuseum hindurch.

Ab Dahlhausen stand ein letzter Anstieg hinauf zum Startpunkt an. Der Springorum-Radweg wurde erst 2019 durchgehend komplett asphaltiert und beleuchtet. Kurz vor dem Ziel schien dann der Wettergott plötzlich doch noch etwas bemerkt zu haben, denn beim Verladen der Räder gegen 17 Uhr war es wieder trocken.

Auch, wenn das Wetter nicht so sonnig wie erwünscht war, so waren es doch schöne, abwechslungsreiche 70 Kilometer mit einigen Sehenswürdigkeiten unterwegs. Vor alles überraschte es die Teilnehmer, wie grün es doch im Ruhrgebiet ist, aber wie bergig auch die Bahntrassen sind.


Markus Bellebaum

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