Radeln für die Seele

Datum:
29.07.2019
Uhrzeit:
14:30 Uhr
- 17:30 Uhr
Veranstalter:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Leverkusen e.V.
Ort:
Tagungsstätte SPZ Leverkusen
 
Karlstraße 4, 51379 Leverkusen

„Radeln für die Seele“

„Was soll das denn sein?“ Insbesondere neue ADFC Mitglieder fragen nach, was es wohl damit auf sich hat. Im Programm-Heft ist es nicht eingetragen, aber ab und zu hört man davon.

Es ist ein gemeinsames Projekt des ADFC Leverkusen und des Sozialpsychiatrischen Zentrums Leverkusen (SPZ).

Seit nunmehr 10 Jahren unternehmen wir als ADFC Leverkusen gemeinsam mit den Besuchern des SPZ einmal im Monat (im Sommer) eine kleine Radtour.

Hinter diesen Fahrradtouren steckt die einfache Idee, dass wir mit psychisch Erkrankten, bzw. seelisch Belasteten die Freude am Radfahren teilen wollen.

Neu entdecken der Natur, Bewegung, Sicherheit zurückgewinnen, gemeinsames Essen, mit einer Gruppe etwas erleben, sind die Stichworte die zu diesen Fahrten passen.

Ein Programmpunkt ist die kleine „Belohnungseinkehr“ mit Kaffee und Kuchen. Da nicht alle konditionell gut im Saft stehen ist das ein schöner Anreiz einmal 15 bis 20 Kilometer durch die Gegend zu fahren und die Umgebung kennenzulernen.

 

Wie kam es dazu?

Der eigentliche Begründer dieser gemeinsamen Aktion ist unser, leider viel zu früh verstorbener, Freund Peter Garbe, der uns den entscheidenden Anstoß dazu gegeben hat. Für ihn war das Rad fahren ein seelischer Ausgleich, eine Möglichkeit aus dem Alltag wieder zu sich zu finden. Dies Gefühl von Freiheit, Besinnung und Freude an der Natur hat er gerne mit anderen geteilt.

Unter dem Stichwort „Radeln für die Seele“ wurde von ihm zu seiner Beerdigung (statt Blumen) eine Spende für den ADFC erbeten. Mit diesen Spendengeldern werden die Fahrten nun durchgeführt. Mittlerweile sind weitere Spenden von unseren verstorbenen Freunden Klaus Haas und Heinz Boden dazugekommen.

Anfang 2009 hatten sich einige Tourenleiter bereit erklärt dieses Projekt zu beginnen. Die „treuen Seelen“ des ADFC die von Anfang an die Fahrten begleitet haben sind allen voran Peter Herd, Ulla Nestler und Bernd Jüdt.

Anfängliche Bedenken bezüglich der Gefahren im Verkehr sind relativ schnell verflogen. Bisher gab es über 50 Touren mit gut 8.000 Gesamtkilometern, die unfallfrei verlaufen sind.

 

Wer fährt mit?

Es ist also ein Angebot für eine bestimmte Zielgruppe, ähnlich wie die Fahrradschule für geflüchtete Frauen. Das Fahrerfeld bewegt sich insgesamt zwischen 8 und 12 Personen. Mehr sollten es auch nicht sein, da es sonst doch zu schwierig sich mit der Gruppe im Verkehr zu bewegen. Von daher ergibt es sich, je nach Wetterlage, dass sich eine überschaubare Anzahl an Mitfahrern auf den Weg macht.  

Nun ist dieses Projekt vielleicht nicht so bedeutend, dass jedermann davon erfahren müsste. Für die jahrelangen Mitfahrer ist die freundschaftliche Bekanntschaft allerdings schon eine wertvolle Erfahrung. Es setzt Menschen in Bewegung, die sich sonst nie kennengelernt hätten.

 

Information

Aufgabe des Sozialpsychiatrischen Zentrums Leverkusen (SPZ) ist es, psychisch kranke, behinderte und benachteiligte Menschen sowie ihre Angehörigen durch Beratung, Betreuung und Behandlung zu unterstützen.

Bei psychischen Problemen, Krisen und Erkrankungen ist die Sozialpsychiatrische Ambulanz die erste Anlaufstelle für Leverkusener Bürgerinnen und Bürger ab 15 Jahren.  www.spzleverkusen.de.

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