Alle Augen auf NRW-Verkehrsausschuss gerichtet

19.11.19
Kategorie: Aufbruch Fahrrad, Aktuelles, Presse, Verkehr

Am Mittwoch, den 20. November 2019, hat der NRW-Verkehrsausschuss im Zuge der Beratung der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ die Chance, eine wegweisende Entscheidung zu treffen und auf Ebene der Bundesländer ein deutliches Signal für die Mobilität der Zukunft zu geben.

Düsseldorf, den 19.11.2019
21/2019
PRESSEMITTEILUNG

Aufbruch Fahrrad – Jetzt! – Alle Augen auf NRW-Verkehrsausschuss gerichtet

Am Mittwoch, den 20. November 2019, hat der NRW-Verkehrsausschuss im Zuge der Beratung der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ die Chance, eine wegweisende Entscheidung zu treffen und auf Ebene der Bundesländer ein deutliches Signal für die Mobilität der Zukunft zu geben. Die Erwartungen sind groß und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club NRW ist gespannt, welche Vorschläge der Verkehrsausschuss in die Debatte einbringen wird, um die Radverkehrsinfrastruktur konsequent auszubauen, den Verkehrsraum gerechter aufzuteilen und den Radverkehrsanteil in NRW deutlich zu erhöhen.

In Zeiten von Klimawandel und Mobilitätswende hat die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ mit der Forderung nach einem Fahrradgesetz für Nordrhein-Westfalen den Nerv der Zeit getroffen. Mit fast 207.000 gesammelten Unterschriften hat sie sich zu einer der wichtigsten Bürgerbewegungen in NRW entwickelt.

Die Landespolitik muss jetzt handeln!
Mit dem politischen Rückenwind und der Zusage der Bundesregierung, in den nächsten vier Jahren zusätzlich 900 Millionen Euro in den Radverkehr zu investieren, bietet sich für Nordrhein-Westfalen als einwohnerstärkstes Flächenland jetzt die Chance, mit der Schaffung eines Radverkehrsgesetzes ein Zeichen für eine neue Mobilität der Zukunft zu setzen.

Zur Umsetzung der Forderungen von Aufbruch Fahrrad sind folgende Aspekte zur Förderung der Fahrradmobilität im Hinblick auf ein Radverkehrsgesetz NRW elementar:

  • Als grundsätzliche Ziele zur Entwicklung des Radverkehrs sollen die Vision Zero („Null Verkehrstote“), eine signifikante und dauerhafte Erhöhung des Radverkehrsanteil am Modal Split sowie ein konsequenter Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in einem Radverkehrsgesetz-NRW festgeschrieben werden.
  • Der konsequente Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, insbesondere von Radschnellwegen, regionalen Radwegenetzen und Fahrradabstellanlagen, deren Erhalt und Sanierung und die Förderung und Unterstützung der Kommunen beim Ausbau kommunaler Radverkehrsinfrastruktur soll durch Festlegungen in einem Radverkehrsgesetz-NRW ermöglicht und sichergestellt werden.
  • Dazu soll die Zusammenarbeit der Akteure, die an Planung und Umsetzung (bzw. Bau, Erhalt und Betrieb) von Radverkehrsinfrastruktur beteiligt sind, verbessert und effizienter gestaltet werden. Dazu erforderliche Aufgaben und Zuständigkeiten sollen in einem Radverkehrsgesetz-NRW geregelt werden.
  • Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Expertise in den beteiligten Bereichen sowie eine regelmäßige Evaluation der Maßnahmen und der Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur in NRW sollen sichergestellt werden.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit des Landes NRW für den Radverkehr soll durch gezielte Kampagnen und kontinuierliche Kommunikation intensiviert werden.
  • Eine angemessene Finanzierung der Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs soll langfristig sichergestellt werden.

Die Förderung des Radverkehrs kann daher besonders in Städten einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Mobilität leisten. Durch die stark zunehmende Entwicklung und steigende Popularität von Pedelecs wird Fahrradfahren zudem auch in ländlicheren Gebieten und topographisch anspruchsvolleren Räumen attraktiv. Als innovativer, umweltfreundlicher und bewegungsfördernder Verkehrsträger, ermöglicht das Fahrrad eine nachhaltige, attraktive und alltagstaugliche Fortbewegung, die unbedingt gefördert werden muss.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte „Aufbruch Fahrrad“ jüngst eine der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Mobilitätsinitiativen in NRW genannt, denn die Volksinitiative hat viele Menschen erreicht und die Erwartungen deutlich übertroffen. Im Verkehrsausschuss des NRW-Landtags fand am Anfang Oktober eine Anhörung der Vertrauenspersonen der Volksinitiative statt. Thomas Semmelmann, ADFC NRW, und Dr. Ute Symanski von RADKOMM e.V. trugen die Forderungen von „Aufbruch Fahrrad“ vor und bekräftigten ihre Erwartung, dass nun aus der Mitte des Landtags der Grundstein für ein Radverkehrsgesetz NRW gelegt werden müsse.

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit über 45.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband setzen wir uns in Politik, Ministerien und Verbänden für eine zukunftsweisende Verkehrspolitik ein, die auf das Fahrrad setzt und die Potentiale des Radverkehrs ausschöpft.

Weitere Informationen unter www.aufbruch-fahrrad.de.

Kontakt
Christina Wolff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW e.V. (ADFC NRW)
Landesverband
Karlstr. 88, 40210 Düsseldorf
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