Krefelder Verwaltungsspitze zu Besuch beim ADFC

22.11.19
Kategorie: Verkehr, Verkehrsplanung, Mobilität, Krefeld/Kreis Viersen

v.l.n.r.: Kommunikationsdesigner Florian Funke, Verwaltungsdezernent Marcus Beyer, ADFC-KV-Vorsitzender Andreas Domanski, Oberbürgermeister Frank Meyer, Aktionskreis-Sprecher Karl-Heinz Renner



Karl-Heinz Renner stellt die neuen Kampagnen-Plakate vor



Weitere Teilnehmende in der Gesprächsrunde waren die Architektin Claudia Schmidt, OB-Referentin Ruth Esser-Rehbein und der Social-Media-Experte Martin Kramer


Sprecher des FahrRad Aktionskreis stellten ihren 4-Phasen-Plan für mehr Rad-Mobilität und die neue Kampagne "Wir steigen auf!" vor

Krefeld 2023!
Dringende fahrradfreundliche Maßnahmen für Krefeld waren das zentrale Thema bei einem Gespräch zwischen Oberbür­germeister Frank Meyer, dem Dezernenten Marcus Beyer, Vertrete­rInnen von wirstadt.org, des ADFC und des FahrRad Aktionskreis.

Ort: Der ADFC-Infoladen an der Dreikönigenstraße, der die neuen Pla­kate zu den Aktionen “Wir steigen auf – 4-Phasen-Plan für Krefeld” und #MehrPlatzfürsRad# präsentiert und das Programm für die Fahr­radwende als Flyer und im Netz unter www.aktionskreis-fahr-rad.de für Interessierte bereit hält.

Stadtplanerische Aspekte wie die Umgestaltung der Krefelder Wälle für Radelnde und den ÖPNV, so Kommunikationsdesigner Florian Funke von wir.stadt.org, spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Ertüchtigung der zur Zeit kaum erkennbaren Radachsen, komfortable, bedarfsorien­tierte Abstellanlagen und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit. Drin­gend notwendig sind die “Befreiung” zugeparkter Kreuzungen und län­gere Ampelphasen für FußgängerInnen und Radelnde. Zu viele Umlauf­gitter und Bedarfsampeln behindern den Fahrradverkehr unangemessen und gehören abgeschafft. Tempo 30 innerhalb der Wälle sollte zu einer der ersten großflächigen Maßnahmen gehören.

Florian Funke und die Architektin Claudia Schmidt gaben Impulse für eine durchgängig farbliche Kennzeichnung von Radachsen, die die Stadt heute schon durchziehen, aber kaum erkennbar sind. Ein solcher Gedanke stieß auch beim Verkehrsdezernenten Marcus Beyer auf Zu­stimmung, der sich an die Nordkanalroute erinnert fühlte.

Angesichts aktueller Rückschläge bei Förderanträgen für geplante Rad­verkehrsmaßnahmen forderte Karl-Heinz Renner, Sprecher des Fahr­Rad Aktionskreis und ADFC-Vorstandsmitglied noch dringender, dass Krefeld im vierten Anlauf als fast letzten Stadt am Niederrhein endlich eine Knotenpunktwegweisung erhält. Außerdem müsse die Anbindung an Nachbargemeinden gründlicher durchgeplant werden und Umset­zungsstau für beschlossene Radverkehrsmaßnahmen im Kommualbe­trieb endlich abgebaut werden.

Klar war, so Oberbürgermeister Meyer, dass “die Innenstadt für Bewoh­nerinnen und Bewohner der Stadtteile mit dem Fahrrad besser erreich­bar werden” muss. Nach dem Erfolg mit der ersten Radtour mit der Stadtspitze vom Frühjahr 2018 sollen weitere Rundfahrten mit dem Oberbürgermeister stattfinden. Mit der Fachverwaltung werden Fahrrad-Verkehrsschauen an besonderen Konfliktpunkten angestrebt. Der ADFC forderte die Stadtspitze auf, die Sanierung des Radwegenetzes weiter voranzutreiben, neue Netzverbindungen zu schaffen und diese Maßnah­men auch medial stärker zu begleiten. Für die jährliche Stadtradeln-Akti­on sicherte der Oberbürgermeister bereits eine frühzeitige Terminfestle­gung zu, damit ausreichend Vorlaufzeit für die Bildung der Teams bleibt.

Krefeld kann und muss fahrradfreundlicher werden und das fängt, so Andreas Domanski, bei den dringend nötigen Sicherungen vor dem Bahnübergang auf dem neuen Radweg an der Anrather Straße an!

Fotos: Andreas Willems

Mehr Informationen über die Kampagne auf www.aktionsKReis-fahr-rad.de und wirstadt.org

 

 


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