Fahrradprojekt des Jahres 2018

26.10.18

Auf dem 2. Krefelder Radschlag erhielt Geschäftsführer Andre Marchel (rechts) die Urkunde von Andreas Domanski



Die Urkunde



Andre Marchel in einer der Fahrradgaragen an der Leysnerstraße



Bewohnerin Gisela Grabig freut sich über die großzügig angelegte Fahrragarage mit ebenerdigem Zugang


Fahrradfreundliche Wohnungs-Genossenschaft ausgezeichnet

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Krefeld / Kreis Vier­sen hat in diesem Jahr den Titel „Fahrradprojekt des Jahres“ an die Allgemeine Wohnungs-Genossenschaft (AWG) mit Sitz in Krefeld-Dießem/Lehmheide vergeben.
Bei umfangreichen Sanierungen ihrer Objekte hat die AWG in den Innenhöfen großzügige Fahrradgaragen installiert. Auf die Einrichtung von Autoparkplätzen wurde dabei bewusst ver­zichtet. Stattdessen wurden die Freiflächen begrünt.
Für Geschäftsführer Andre Marchel ist es eine Selbstver­ständlichkeit, dass diese Fahrradgaragen wettergeschützt, beleuchtet und barrie­refrei zugänglich sind. Außerdem sieht man ihn regelmäßig selbst auf dem Fahrrad durch sein Revier fahren.
Die Übergabe der Ehrenurkunde erfolgte am Freitag, 26.10.2018 um 19:30 Uhr im Rahmen der Veranstaltung "2. Krefelder Radschlag" im Südbahnhof, Saumstraße.

Die Verfügbarkeit von wettergeschützten, gut zugänglichen und diebstahlsicheren Fahrrad-Abstellanlagen ist eine wichtige Voraus­setzung für die alltägliche Fahrradnutzung. In vielen bestehenden Mehr­familienhäusern, aber oft auch in oder an Neubauten fehlen Fahrradgara­gen oder wenigstens Fahrradständer. Selbst bei Gebäuden mit hoher Be­sucherfrequenz wird häufig zuerst an Autoparkplätze und zuletzt oder gar nicht an Fahrradabstellanlagen gedacht.  Manche Bauherren sehen al­lein die Kommune in der Pflicht, Fahrradständer im öffentlichen Raum zu installieren, andere weisen Fahrrädern nicht benötigte und schwer zu­gängliche Kellerräume zu.
Die Neufassung der Landesbauordnung in NRW ermöglicht die Fest­schreibung von entsprechenden Mindeststandards für Neubauten, wenn dies in die Ortssatzung aufgenommen wird. Solange das in Krefeld noch nicht der Fall ist, sind solche freiwilligen Maßnahmen zur Fahrradförde­rung besonders wichtig. Gäbe es mehr solche fahrradfreundliche Objekt­verwaltungen und Bauherren, wären in Krefeld sicher weniger Autos und mehr Fahrräder unterwegs.


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