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Lebensgefahr auf der Anrather Straße durch fehlenden Bahnübergang

04.06.19
Kategorie: Krefeld/Kreis Viersen, Verkehrsplanung

der fehlende Bahnübergang für den Rad-/Fußwegweg



Hier soll nach der Stellungnahme der Stadtverwaltung das Fahrrad "an der Fahrbahn entlang" geschoben werden.



Radfahrende suchen verzweifelt nach dem Weg.



Der schlecht einsehbare Übergang für die Fahrbahn



Im weiteren Verlauf der Strecke sind schon Lkw von der Straße abgekommen...



... und die Schäden wurden nur teilweise ausgebessert, aber der Radweg nicht gereinigt.


Krefelder Stadtverwaltung beteuert, dass kein Planungsfehler vorliege, räumt aber ein, dass mit dem Bau des Übergangs voraussichtlich erst 2020 oder 2021 begonnen werden kann.

Negativ-Schlagzeilen macht zur Zeit der neu gebaute Radweg an der Anrather Straße zwischen Krefeld-Fischeln und -Forstwald, weil er mit einer Sperrbake vor dem fehlenden Bahnübergang endet. Sogar das überregionale TV berichtete in der Rubrik "Der Hammer der Woche".

Dazu ein Zitat aus einer Stellungnahme des Presseamts vom 27.5.: "Die Maßnahme ist noch nicht vollständig abgeschlossen, der Rad- und Fußweg noch nicht freigegeben. Dennoch wird er schon jetzt genutzt, weil die Verkehrsteilnehmer dort sicherer sind als auf der Straße. Die verbleibenden wenigen Meter im Bereich des Bahnübergangs können Radfahrer ihr Gefährt an der Fahrbahn entlang schieben, um anschließend ihre Fahrt auf dem Radweg fortzusetzen."

Wer das geschrieben hat, kennt die Örtlichkeit nicht: Auf den "wenigen Metern" (es sind ca. 50 m) kann man nicht "entlang der Fahrbahn" schieben, denn dazu müsste man erst durch den Schrankenmast, dann durchs Andreaskreuz gehen und schließlich durchs Gebüsch. Also schiebt man "auf" der Fahrbahn gegen den Verkehr - ohne Ausweichmöglichkeit. Das dauert 30 - 60 Sekunden. Begegnen sich während dieser Zeit zwei Lkw in beiden Fahrtrichtungen auf dem Übergang, was angesichts der Verkehrsdichte gar nicht so unwahrscheinlich ist, kann das Leben schon zuende sein.

Eine derartige Herabwürdigung von Radfahrenden ist nicht hinnehmbar, schon gar nicht in einer Stadt, die als fahrradfreundlich gelten möchte.

Da es den Entscheidern offenbar an Ortskenntnis fehlt, fordern wir einen Ortstermin mit Vertetern aus Verwaltung und Politik, um schnellstmöglich - ggf. auch provisorische - Maßnahmen zur Verkehrssicherung einzuleiten.

Andreas

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