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Bald provisorische Lösungen am fehlenden Bahnübergang auf der Anrather Straße?

08.12.19
Kategorie: Krefeld/Kreis Viersen, Verkehrsplanung

mobile Sperrbake auf der Ostseite des Bahnübergangs



hier sollen Radfahrende am Straßenrand gegen den Verkehr "schieben"



Schwerverkehr



Der Übergang von der Westseite: "Ende Gelände"



Der neue Wegabschnitt westlich des Bahnübergangs ist übersäht mit Dreck und Steinen, die durch Lkw vom Fahrbahnrand auf den Radweg geschleudert wurden


Die Krefelder Stadtverwaltung hat endlich erste provisorische Lösungen für die gefährliche Situation am Bahnübergang Anrather Straße im äußersten Südwesten der Stadt angekündigt. Wann der eigentliche Übergang für Radfahrende errichtet wird, ist aber noch unklar.

Negativ-Schlagzeilen macht weiterhin der fehlende Bahnübergang auf dem neu gebauten Radweg an der Anrather Straße zwischen Krefeld-Fischeln und -Forstwald.
Die Vorgeschichte lesen Sie hier.
Sogar das überregionale TV berichtete in der Rubrik "Der Hammer der Woche". Der ADFC intervenierte wiederholt bei der Bezirksvertretung Fischeln, beim Radverkehrsbeauftragten, beim zuständigen Dezernenten und beim Oberbürgermeister.
Im Oktober 2019 gab es "zur Absicherung der Radfahrer" einen Ortstermin mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei, des Kommunalbetrieb Krefeld, des Fachbereichs Stadt- und Verkehrsplanung und des Radverkehrsbeauftragten der Stadt Krefeld. Vertreter des ADFC oder des Fahr-Rad! Aktionskreis wurden nicht eingeladen. Ziel des Ortstermins war die Besprechung möglicher kurzfristigen Maßnahmen zur Absicherung des Radverkehrs. Nach unseren Informationen wurden bei diesem Termin ein Tempolimit von 30 km/h, Beschilderung einer verengten Fahrbahn und kreuzenden Radfahrern sowie eine Rot-Markierung für den Radfahrer inklusive Piktogramme, Richtungspfeile und zusätzlicher Haltelinie "vorgeschlagen".
Aber: Da der Bahnübergang im Zuständigkeitsbereich der DB Netz liege, würde aber noch deren Zustimmung benötigt. Sobald diese vorliege, würden Markierungen aufgebracht und die Verkehrszeichen
aufgehängt. Mehr dazu werden wir hoffentlich auf der Sitzung der Bezirksvertretung Fischeln am Mi, 18.12.2019 17:00 Uhr erfahren.
Die einzige bisher erkennbare Maßnahme vor Ort ist (Stand 8.12.19) eine fest installierte Sperrbake auf der Westseite des unterbrochenen Radwegs. Auf gegenüberliegenden Seite steht bisher nur eine mobile Bake, deren Bedeutung nicht erkennbar ist und die von Radfahrenden zu Recht ignoriert wird.
Am Bahnübergang sieht man immer wieder Radfahrende, die auf der Fahrbahn schiebend gegen den Verkehr gehen, auf der linken Seite als "Geisterfahrer" fahren, ihre Fahrräder über die Gleise tragen oder auch den Radweg gänzlich ignorierten und auf der Fahrbahn fahren. Die lange geforderte und beabsichtigte "Sicherung" des Radverkehrs zwischen Forstwald und Fichtenhain (z.B. auf der Eurogaroute) wird also trotz der Errichtung des neuen Radwegs durch den fehlenden Bahnübergang konterkariert.

Andreas Domanski

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