Gütersloh, Verler Straße stadteinwärts I: Schlechte Oberfläche

An der Verler Straße werden Radfahrer stadteinwärts zwischen der Ohmstraße und der Kampstraße überwiegend entweder über einen mit Zeichen 240 beschilderten benutzungspflichtigen Hochbordgehweg oder rechts neben einem Mehrzweckstreifen ebenfalls über einen mit Zeichen 240 als benutzungsfplichtig beschilderten kombinierten Rad- und Gehweg geführt. Im ersten Teil des Weges wird der Radverkehr über einen mit Zeichen 241 als getrennten Rad- und Gehweg ausgeschildertern Bürgersteig geführt (Bilder 1 und 2)

Der bauliche Zustand der Radverkehrsanlagen ist bezogen auf die Oberfläche schlecht bis sehr schlecht und durchgängig wesentlich schlechter als der Mehrzweckstreifen (Bilder 6 bis 8).

In Höhe eines Autohauses (Bilder 1 und 2) sowie wenige hundert Meter weiter in Höhe einer Postfiliale (Bilder 4 - 6) wird der gemeinsame Rad- und Gehweg über einen Bürgersteig geführt. Insbesondere in Höhe der Postfiliale kommt es regelmäßig zu Konfliktsituationen mit Fußgängern. Durch einen Briefkasten und Bäume ist der Weg zusätzlich eingeengt.

In Höhe der Einfahrt der Kaserne wird der Radverkehr durch eine starke Verschwenkung über die dortige Radfurt geführt (Bild 10).

In den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (ERA 2010) heißt es:

„Die Qualität der baulichen Ausführung ist wichtig für Verkehrssicherheit und Fahrkomfort auf Radverkehrsanlagen. Grundsätzlich soll dem Radverkehr in Bezug auf Linienführung, Oberfläche, Gradiente und Freihaltung des Lichtraums [...] mindestens die gleiche Qualität angeboten werden, wie sie sich für die Fahrbahngestaltung etabliert hat.“

An der Verler Straße erreicht der Radweg bezüglich der Freihaltung des Lichtraums teilweise sowie hinsichtlich der Punkte Linienführung und Oberfläche über weite Strecken nicht den üblichen Standard einer Fahrbahngestaltung.

Statt den Radverkehr über verschiedenste Arten minderwertiger Radverkehrsanlagen zu führen, sollte der bestehende Mehrzweckstreifen in einen Radfahrstreifen umgewandelt werden.

Dies wird bereits über einen kurzen Abschnitt vor und hinter der Einmündung „Am Hüttenbrink“ realisiert (Bild 3). Erfahrungsgemäß wird der Mehrzweckstreifen teilweise von parkenden Kraftfahrzeugen benutzt, dementsprechend ist ggfs. die Ausweisung alternativer Parkflächen erforderlich. Die bestehenden, für den Radverkehr untauglichen Anlagen sind als reiner Gehweg ohne Radverkehrsfreigabe auszuweisen. Zwischen Ohmstraße und Am Hüttenbrink muss ggfs. noch mehr Platz für eine Verbreiterung der Fahrbahn geschaffen werden, da aufgrund der Zweispurigkeit der Verler Straße in diesem Abschnitt derzeit kein zusätzlicher Platz für einen Radfahrstreifen ist.

Informationen

Status:
Gemeldet
Status vom:
03.02.2012
Gemeldet am:
03.02.2012
Gemeldet von:
Meinolf Körkemeier, Daniel Neuhaus
Priorität:
normal
Kategorie:
  • Baulicher Zustand
  • Radverkehrsführung
  • Breite
Bild 1: Der Radweg beginnt als getrennter Rad- und Gehweg

Bild 1: Der Radweg beginnt als getrennter Rad- und Gehweg


Bild 2: Bäume, Schilder- und Laternenmasten bilden einen wahren Hindernisparcours

Bild 2: Bäume, Schilder- und Laternenmasten bilden einen wahren Hindernisparcours


Bild 3: So wie hier kurz vor und hinter der Einmündung Am Hüttenbrink sollte die Radverkehrsführung an der gesamten Verler Straße aussehen

Bild 3: So wie hier kurz vor und hinter der Einmündung Am Hüttenbrink sollte die Radverkehrsführung an der gesamten Verler Straße aussehen


Bild 4: Hier müssen Radfahrer auf den Gehweg wechseln

Bild 4: Hier müssen Radfahrer auf den Gehweg wechseln


Bild 5: Führung des Radwegs über einen Bürgersteig

Bild 5: Führung des Radwegs über einen Bürgersteig


Bild 6: zusätzliche Verengung durch Briefkasten

Bild 6: zusätzliche Verengung durch Briefkasten


Bild 7: Führung als kombinierter Rad- und Gehweg neben dem Mehrzweckstreifen

Bild 7: Führung als kombinierter Rad- und Gehweg neben dem Mehrzweckstreifen


Bild 8: Oberflächenschäden

Bild 8: Oberflächenschäden


Bild 9

Bild 9


Bild 10: Starke Verschwenkung an der Einmündung zur Kaserne

Bild 10: Starke Verschwenkung an der Einmündung zur Kaserne




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